Legenden-Serie: Shaquille O'Neal

Ein gewaltiger Kindskopf

Freitag, 27.03.2015 | 19:27 Uhr
Shaquille O'Neal lieferte sich mit Dennis Rodman packende Duelle
© getty
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Shaquille O'Neal war einer der dominantesten Spieler seiner Zeit und hievte die Marke NBA auf eine neue Ebene. Dabei eckte Shaq bei fast jeder seiner Stationen an. Seiner Popularität tat das keinen Abbruch. Nun nehmen ihn die Orlando Magic in ihre Team-Hall-of-Fame auf.

Es war der 17. Mai 1992, der die Orlando Magic endgültig in der NBA ankommen ließ. Drei Jahre zuvor absolvierten die Magic ihr erste Spiel in der Liga, doch der Erfolg ließ auf sich warten.

Die Draftlotterie veränderte alles. Der No.1-Pick versprach den Jackpot. Shaquille O'Neal. Ein Center mit unglaublichen Ausmaßen. 2,16 Meter, 147 kg. Vor Kraft strotzend. "Es gab gleich elf Teams, die ein Trikot mit O'Neals Namen dabei hatten", blickt der damalige Magic-GM Pat Williams zurück.

Überall in den Staaten saßen die Fans an diesem Sonntag gebannt vor dem Fernseher. Die Anspannung auf der Bühne in Secaucus, New Jersey war schier greifbar. Der kommende Draft galt schließlich als bester seit der Klasse um Michael Jordan 1984 mit O'Neal als Kirsche auf einer fetten Torte.

Ein riesiger Hype

Die Enttäuschung der Timberwolves war dementsprechend groß, als sie als schlechtestes Team mit der höchsten Gewinnchance nur den dritten Pick ergatterten. Als Commissioner David Stern als nächstes das Logo der Charlotte Hornets aus dem überdimensionierten Umschlag zog, stand der Sieger fest.

Die Orlando Magic durften am 24. Juni in Portland als erstes aus dem großen Talentepool auswählen, sie hatten den Jackpot gezogen, sie hatten Shaq. Es war wie ein Urknall! Riesengroße Euphorie entbrannte rund um Orlando, O'Neal war bereits ein Superstar in der Liga, ehe er auch nur ein einziges Mal den Court der Orlando Arena betreten hatte.

Und nur eine Woche nach Saisonstart kannte der Hype landesweit keine Grenzen mehr. Als erster Spieler überhaupt wurde der Rookie in seinen ersten sieben Tagen in der Liga zum Spieler der Woche ernannt.

"Er ist 'the new kid on the block'. Das ist so wie damals, als Magic oder Michel Jordan in die Liga kamen. Das ist großartig", sagte der damalige Knicks-Coach Pat Riley. Auch Suns-Forward Charles Barkley geizte nicht mit Superlativen über den 20-Jährigen. "Er ist ein unglaubliches Talent. Er ist die Zukunft der NBA." Beide machten später noch ihre Erfahrungen mit Shaq.

Eine neue Dominanz auf der Centerposition

Selbstredend sicherte sich O'Neal den Rookie-of-the-Year-Award. 23,4 Punkte, 13,9 Rebounds und 3,5 Blocks legte Shaq Attack im Schnitt auf. Als fünfter Spieler überhaupt wurde er als Neuling in die Starting Five des All-Star Games gewählt. Einladungen in Talkshows, Werbeverträge, Fotoshootings. Die Marke Shaq war geboren.

Er eroberte die Liga im Sturm und tat dies mit einem bemerkenswerten Selbstverständnis und Selbstbewusstsein. Kein Kareem Abdul-Jabbar, kein Wilt Chamberlain hatten zu Beginn diese Dominanz. "Mein Vater hat mir immer gesagt, lass dich von niemanden rumschubsen", erklärte er später.

Wenn Shaq von seinem Vater spricht, meint er Stiefvater Phil Harrison, einen Army-Sergeant. Sein leiblicher Vater Joseph Toney kam früh mit dem Gesetz in Konflikt und saß aufgrund verschiedener Drogendelikte im Gefängnis. Shaq hat bis heute keinen Kontakt zu ihm.

Bei allen persönlichen Erfolgen in seiner ersten Saison, für die Magic reichte es nicht für die Playoffs, obwohl sie 20 Siege mehr einfuhren als im Vorjahr. Ein Jahr später führte Shaq Orlando dann zusammen mit Rookie Anfernee Hardaway erstmals in die Playoffs.

Finals-Pleite gegen Hakeem

Seine dritte Saison brachte letztlich auch sportlich den endgültigen Durchbruch. O'Neal war mit 29,3 Punkten im Schnitt Topscorer der Liga, die Magic gewannen die Atlantic Division und standen nach Siegen über Boston, Chicago und den Pacers um Reggie Miller erstmals in den Finals.

O'Neal lieferte starke Leistungen ab, die erfahrenen Houston Rockets um Hakeem Olajuwon waren aber eine Nummer zu groß. Orlando wurde gesweept. Trotz der Enttäuschung war es der vorläufige Höhepunkt seiner jungen Karriere.

Hakeem Olajuown im Interview: "Shaq hatte Power wie kein anderer"

Der erste Knick folgte. 28 Spiele musste Shaq aufgrund von Verletzungen pausieren. Etwas, das ihn seine gesamte Karriere begleiten sollte. Die Magic schlossen die Saison dennoch mit 60 Siegen hinter den Rekord-Bulls ab. In den Conference Finals blieben sie gegen Jordan, Pippen und Rodman aber chancenlos.

Die Risse, die der Erfolg zuvor kaschiert hatte, waren nicht mehr zu kitten. Das Verhältnis zur Presse war angespannt, sie machten Stimmung gegen ihn. Die Beziehung zu Coach Brian Hill galt schon zuvor als problematisch und Sidekick Penny Hardaway wollte aus dem großen Schatten des Centers treten.

Seite 1: Der große Hype in Orlando

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