Mittwoch, 11.12.2013

Legenden-Serie: Kareem Abdul-Jabbar

A Beautiful Mind

6x MVP, 6x Champion, bester Scorer der NBA-Geschichte: Kareem Abdul-Jabbar steht für mehr als die beeindruckenden Zahlen, die in seiner Karriere-Zusammenfassung stehen. Der legendäre Center war auf und neben dem Parkett eine der vielseitigsten Persönlichkeiten der Liga - und machte erst spät seinen Frieden mit der Öffentlichkeit.

Lakers-Center Kareem Abdul-Jabbar (r.) war in 19. seiner 20 Saison NBA-All-Star
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Lakers-Center Kareem Abdul-Jabbar (r.) war in 19. seiner 20 Saison NBA-All-Star

Der Platz rund um das Staples Center in Los Angeles scheint auf den ersten Blick so schmucklos und beliebig wie die Betonwüsten um zahllose andere dieser hochmodernen und doch irgendwie immer gleichen brandneuen Multifunktionsarenen weltweit. Viel Sonne, viel Grau, durchbrochen von minimal etwas Grün hier und da.

Dabei verstecken sich Glanz und Glamour in den Statuen, die auf dem Platz davor verstreut sind. Legenden des Sports der Stadt stehen hier, Wayne Gretzky, die Eishockey-Ikone der L.A. Kings, Jerry West und Magic Johnson natürlich, und der langjährige Play-by-Play-Kommentator Chick Hearn. Auch Boxer Oscar De La Hoya wurde hier verewigt.

Kreis schließt sich

Als im November 2012 eine weitere Bronzefigur enthüllt wird, hat auch endlich die erfolgreichste Persönlichkeit ihr Denkmal erhalten. Waren Gretzky und Magic absolute Publikumsfavoriten, die mit ihrem Charisma die Massen begeisterten, war Hearn die Stimme der Lakers, so war Kareem Abdul-Jabbar das Rückgrat der "Showtime"-Ära der 80er, die Konstante - und: der vielleicht eigenwilligste Star, den die NBA jemals hatte, der erste Intellektuelle der Liga.

Geschätzt, respektiert - aber nie geliebt. So schloss die Zeremonie einen Kreis, der die Sportstadt Los Angeles und ihre unkonventionelle Größe wieder zusammenführte. "Wir konnten uns wieder zusammenraufen", erklärt ein sichtlich bewegter Abdul-Jabbar bei der Einweihung. "Ich habe meine Gefühle nie wirklich gezeigt, aber ich bin jetzt ja Rentner. Ich kann ein launischer oder ein glücklicher alter Mann sein, und gerade jetzt bin ich ein glücklicher."

Dominanz an High School und College

Kein Versuch, die Karriere des Kareem Abdul-Jabbar zu beschreiben, kommt ohne ein paar der beeindruckenden Zahlen der Basketball-Historie aus. 1560 NBA-Spiele, bei Karriereende die meisten, erst Jahre später von Robert Parish übertroffen. 6 MVP-Auszeichnungen, 38.387 Punkte, 19 Nominierungen zum All-Star-Game - mehr als jeder andere Spieler der Geschichte. Trotzdem: Bloße Zahlen werden der Karriere und dem Wirken des Big Man nicht gerecht.

Oscar Robertson: Der Superstar, den niemand wollte

Der gebürtige New Yorker dominiert schon in jungen Jahren an der legendären Power Memorial High School das Geschehen, führt sein Team zu einer Bestmarke von 79:2 Siegen und einer Serie von 71 Siegen in Folge. Als er die High School verlässt, reißen sich die größten Universitäten des Landes um das Talent. Er entscheidet sich für die traditionsreichen UCLA Bruins im fernen Kalifornien. Die sind mit ihrem Neuling kaum zu stoppen, gleich drei Mal in Folge geht die College-Meisterschaft an den Campus der traditionsreichen Uni unter Trainerlegende John Wooden.

Die Karriere von Kareem Abdul Jabbar
Kareem Abdul-Jabbar wurde am 16. April 1947 unter dem Namen Ferdinand Lewis Alcindor, Jr. geboren. Anfang der 70er Jahre änderte er seinen Namen
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Kareem Abdul-Jabbar wurde am 16. April 1947 unter dem Namen Ferdinand Lewis Alcindor, Jr. geboren. Anfang der 70er Jahre änderte er seinen Namen
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Kareems NBA-Karriere begann in der Saison 1969/1970 bei den Milwaukee Bucks
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Kareems NBA-Karriere begann in der Saison 1969/1970 bei den Milwaukee Bucks
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Damals spielte Kareem unter anderem gegen Wilt Chamberlain, vielleicht den besten Center neben ihm selbst
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Damals spielte Kareem unter anderem gegen Wilt Chamberlain, vielleicht den besten Center neben ihm selbst
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Aber nicht nur gegen Chamberlain, auch gegen "Dr. J" Julius Erving spielte Kareem
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Aber nicht nur gegen Chamberlain, auch gegen "Dr. J" Julius Erving spielte Kareem
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Nicht ganz so bekannt wie Chamberlain und Erving, aber offenbar ein gefräßiger Gegenspieler: Bill Walton
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Nicht ganz so bekannt wie Chamberlain und Erving, aber offenbar ein gefräßiger Gegenspieler: Bill Walton
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Was für eine Haarpracht von Kareem Abdul-Jabbar
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Was für eine Haarpracht von Kareem Abdul-Jabbar
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1975 wechselte Kareem von den Bucks zu den Los Angeles Lakers
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1975 wechselte Kareem von den Bucks zu den Los Angeles Lakers
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Unter Coach Pat Riley und Mitspieler Magic Johnson holte Kareem einen Titel nach dem anderen
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Unter Coach Pat Riley und Mitspieler Magic Johnson holte Kareem einen Titel nach dem anderen
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Klar, dass sich die drei auch nach vielen Jahren noch über ein Wiedersehen freuen
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Klar, dass sich die drei auch nach vielen Jahren noch über ein Wiedersehen freuen
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Bei den Lakers spielte Kareem gegen eine andere Center-Legende. Hakeem "The Dream" Olajuwon
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Bei den Lakers spielte Kareem gegen eine andere Center-Legende. Hakeem "The Dream" Olajuwon
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Oder gegen Knicks-Superstar Patrick Ewing
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Oder gegen Knicks-Superstar Patrick Ewing
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Die legendärsten Duelle gab es aber gegen Robert Parish und die Boston Celtics
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Die legendärsten Duelle gab es aber gegen Robert Parish und die Boston Celtics
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1985 kämpften die Lakers um Kareem die Celtics um Larry Bird in den Finals nieder
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1985 kämpften die Lakers um Kareem die Celtics um Larry Bird in den Finals nieder
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Kaum jemand konnte die Lakers Mitte bis Ende der 80er Jahre stoppen
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Kaum jemand konnte die Lakers Mitte bis Ende der 80er Jahre stoppen
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Kareem schaffte in seiner Karriere deutlich mehr als 34.000 Punkte. Es waren 38.387
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Kareem schaffte in seiner Karriere deutlich mehr als 34.000 Punkte. Es waren 38.387
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Nach seiner aktiven Karriere wurde er sogar für seine Verdienste um die Bürgerrechte geehrt
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Nach seiner aktiven Karriere wurde er sogar für seine Verdienste um die Bürgerrechte geehrt
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Ansonsten ist Kareem den Lakers um den neuen Superstar Kobe Bryant treu geblieben
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Ansonsten ist Kareem den Lakers um den neuen Superstar Kobe Bryant treu geblieben
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Er coachte den jungen Center Andrew Bynum und ist immer noch dessen Mentor
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Er coachte den jungen Center Andrew Bynum und ist immer noch dessen Mentor
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Klar, dass auch bei Kareem Abdul-Jabbar die Freude nach dem Titelgewinn 2009 groß war
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Klar, dass auch bei Kareem Abdul-Jabbar die Freude nach dem Titelgewinn 2009 groß war
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Und auch die Titelverteidigung glückte den Lakers im Jahr darauf. Wie viele andere ehemalige Lakers war auch Abdul-Jabbar bei der Parade dabei
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Und auch die Titelverteidigung glückte den Lakers im Jahr darauf. Wie viele andere ehemalige Lakers war auch Abdul-Jabbar bei der Parade dabei
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Der junge Big Man spielt so dominant, dass sich die NCAA, der College-Dachverband, genötigt fühlt, den Dunk zu verbieten - die Geburtsstunde des Skyhook, jener nicht zu verteidigenden Wurfvariante, die zu seinem Markenzeichen werden sollte. "Eigentlich ging es beim Dunk-Verbot gar nicht um mich persönlich", erinnert sich Abdul-Jabbar später, "wir hatten in unserem Team eine Vielzahl an großen Spielern und dadurch einen erheblichen Vorteil. Das war der Hauptgrund für die Entscheidung der NCAA."

Star der großen Center-Ära

1969 dann sichern sich die Milwaukee Bucks das Riesentalent. Die Bucks gehen gerade in ihre zweite Saison, wie jedes Expansion Team haben die Baller aus dem Norden eine erste Spielzeit zum Vergessen hinter sich. Hoffnung ruht auf dem anstehenden Draft - und die Lostrommel bringt Glück, der Neuling darf gleich an erster Stelle wählen - und nutzt seinen 1.Pick für den schlaksigen, 2,18 Meter großen Center von der renommierten UCLA-Fakultät.

Ferdinand Lewis Alcindor heißt der 22-Jährige damals noch - und er soll der besten Basketball-Liga der Welt seinen Stempel aufdrücken wie nur ganz wenige vor oder nach ihm. 28,8 Punkte scort Alcindor in seinem Rookie-Jahr. Bereits in Saison zwei scheint der neue Star am Ziel: Zusammen mit Neuzugang Oscar Robertson führt er die Bucks zur Meisterschaft - die bis heute einzige der Klubgeschichte. 31,7 Punkte, 16 Rebounds und 3,3 Assists erzielt der immer stärkere Fünfer pro Partie, holt sich damit seinen ersten MVP-Titel dazu. Er spielt elegant, mit Finesse und für Big Men fast ungekannter Agilität.

Anders aber als in den Jahrzehnten zuvor, als hochkarätige Center rar gesät waren und erst George Mikan, dann Bill Russell und Wilt Chamberlain keine gleichwertigen Gegner hatten, gibt es nun Konkurrenz, echte Big Men: Spiel für Spiel warten Gegner wie Wes Unseld, Bill Walton, Willis Reed, Bob Lanier, Artis Gilmore oder Elvin Hayes.

Vorbild Malcolm X

Mit dem Meisterschaftsgewinn kommt auch der Namenswechsel: Alcindor, der schon vor Jahren zum Islam konvertiert war, nennt sich fortan "Kareem Abdul-Jabbar". "Es ist eine Ehrerweisung an meine Vorfahren, die als Sklaven in die USA gekommen sind", erklärte der vielseitig interessierte, belesene Star, der seinen College-Abschluss in Geschichte gemacht hat.

Bill Russell: Das Herz der Celtics

Er orientiert sich früh an Bürgerrechtler Malcom X und Baseball-Legende Jackie Robinson, Afro-Amerikaner, die sich engagieren. Noch zu College-Zeiten 1968 boykottiert er die Olympischen Spiele in Mexiko City, lehnt eine Nominierung für das Team USA ab, will damit ein Zeichen setzen gegen die Benachteiligung von Schwarzen in der US-Gesellschaft.

1973 begibt er sich auf Reisen nach Libyen und Saudi Arabien, um sich eingehender mit seiner neuen Religion zu beschäftigen. Der landesweit bekannte NBA-Star bezieht auch heute noch öffentlich Stellung zu politischen Themen und Entwicklungen, setzt sich ein gegen Rassismus und für die Rechte Benachteiligter.

Die MVPs seit 1980
1980/81: Julius Erving (Philadelphia 76ers)
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1980/81: Julius Erving (Philadelphia 76ers)
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1982 und 1983: Moses Malone (Houston Rockets)
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1982 und 1983: Moses Malone (Houston Rockets)
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1984 bis 1986: Larry Bird (Boston Celtics)
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1984 bis 1986: Larry Bird (Boston Celtics)
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1986/87: Magic Johnson (Los Angeles Lakers)
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1986/87: Magic Johnson (Los Angeles Lakers)
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1987/88: Michael Jordan (Chicago Bulls)
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1987/88: Michael Jordan (Chicago Bulls)
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1989 und 1990 Magic Johnson (Los Angeles Lakers)
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1989 und 1990 Magic Johnson (Los Angeles Lakers)
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1991 und 1992: Michael Jordan (Chiacgo Bulls)
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1992/93: Charles Barkley (Phoenix Suns)
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1993/94: Hakeem Olajuwon (Houston Rockets)
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1994/95: David Robinson (San Antonio Spurs)
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1996/97: Karl Malone (Utah Jazz)
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1998/99: Karl Malone (Utah Jazz)
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1999/2000: Shaquille O'Neal (Los Angeles Lakers)
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2000/01: Allen Iverson (Philadelphia 76ers)
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2002 und 2003: Tim Duncan (San Antonio Spurs)
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2003/04: Kevin Garnett (Minnesota Timberwolves)
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2005 und 2006: Steve Nash (Phoenix Suns)
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2006/07: Dirk Nowitzki (Dallas Mavericks)
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2007/08: Kobe Bryant (Los Angeles Lakers)
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2009 und 2010: LeBron James (Cleveland Cavaliers)
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2010/11: Derrick Rose (Chicago Bulls)
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2012 und 2013: LeBron James (Miami Heat)
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2014: Kevin Durant (Oklahoma City Thunder)
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2015 & 2016: Stephen Curry (Golden State Warriors)
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Distanz zu Fans und Medien

Schon hier aber beginnt die Entfremdung der vielschichtigen Persönlichkeit Kareem Abdul-Jabbar von der Öffentlichkeit. Fans werden trotz der Erfolge nie richtig warm mit dem intellektuellen Kulturinteressierten, dem das Bad in der Menge genauso fremd ist wie Anbiederungen ans Publikum.

Auf dem Court spielt er weiter überragend, in keinem seiner sechs Jahre in Milwaukee scort er schlechter als 27 Punkte, holt weniger als 14 Rebounds und verteilt weniger als 3,3 Assists pro Spiel. Logische Konsequenz: Auch 1972 und 1974 kommt der MVP der Regular Season aus Wisconsin. Vier Jahre in Folge holen die Bucks dazu den Titel der Midwest-Division, in die das Team nach der Gründung eingeteilt wurde.

Schon bald aber übersteigen die Anforderungen des Centers die Möglichkeiten des beschaulichen Milwaukee. "Meine Bedürfnisse und mein Wissensdurst werden hier nicht gestillt. Es passt einfach nicht" soll Abdul-Jabbar in einem Meeting mit dem Bucks-Frontoffice erklärt haben.

Seite 2: Abdul-Jabbars Zeit bei den Showtime-Lakers

David Digili

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