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"Ich bin kein LeBron James"

Von Interview: Marcel Friedrich
Montag, 18.03.2013 | 15:07 Uhr
Jeremy Lin (r.) wechselte vor der Saison von den New York Knicks nach Houston
© getty
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New York City stand Kopf, als Jeremy Lin (24) den Madison Square Garden rockte. Der unerfahrene Basketballer mit asiatischen Wurzeln stieg urplötzlich ins Rampenlicht empor. Seit dieser Saison spielt Lin für die Houston Rockets. Im Gespräch mit SPOX blickt er auf die "Linsanity" zurück, lästert über den Bart von James Harden und verrät seinen besonderen Musikgeschmack.

SPOX: Ein Jahr ist vergangen, seitdem sich in New York City die weltberühmte "Linsanity" abgespielt hat. Erinnern Sie sich gerne daran? Oder finden Sie es total nervig, dass Sie immer noch darauf angesprochen werden?

Jeremy Lin: Es ist eine Mischung aus beidem. Ich bin sehr glücklich, dass es damals bei den New York Knicks so gut für mich gelaufen ist. Hätte es die "Linsanity" nicht gegeben, wäre ich niemals so populär geworden wie heute. Das war das Größte, was ich jemals erlebt habe. Es war eine ziemlich verrückte Sache, welche Ausmaße das angenommen hat. Den Menschen in New York und den Leuten bei den Knicks bin ich unheimlich dankbar. Andererseits bin ich ganz froh, dass es zum Wechsel zu den Houston Rockets gekommen ist.

SPOX: Warum?

Lin: Wäre ich bei den Knicks geblieben, hätte es einen enormen Erwartungsdruck gegeben. Jeder hätte von mir erwartet, dass ich nahtlos an meine Leistungen aus dem Frühjahr 2012 anknüpfe. Aber das ist nicht so einfach. Man muss bedenken, dass ich vor meiner Zeit bei den Knicks kein einziges NBA-Spiel in der Starting Five bestritten hatte. Wo soll ich also die Konstanz in meinen Leistungen hernehmen? Von daher war es für meine Entwicklung ein guter Schritt, nach Houston zu gehen.

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SPOX: Allerdings lief es bei den Rockets zu Beginn etwas holprig.

Lin: Ja, das stimmt. Aber genau das wollte ich ja ausdrücken: Vergleichsweise bin ich immer noch ein junger, unerfahrener NBA-Spieler. Es ist ganz klar, dass ich nicht jeden Abend eine Monsterleistung abliefern kann. Diese Saison ist für mich persönlich ein ständiges Auf und Ab. Was mir fehlt, ist die Konstanz. Ich bin kein LeBron James, der jeden Abend über 30 Punkte auflegt. Doch ich arbeite hart daran, konstanter zu werden. Ich bin froh, dass mir die Leute in Houston so viel Geduld entgegen bringen.

SPOX: Wenige Tage vor dem Saisonstart verpflichteten die Rockets James Harden aus Oklahoma City. Was halten Sie von Ihrem Backcourt-Partner?

Lin: James ist ein großartiger Kerl. Zwischen uns beiden entwickelt sich eine echte Männerfreundschaft. Ebenfalls wird unsere Chemie auf dem Spielfeld immer besser. Er ist offiziell ein All Star - ich würde sogar sagen, er ist ein Superstar. Was er für uns in der ersten Saisonhälfte geleistet hat, ist einfach nur unfassbar. Obwohl er so kurz vor dem Saisonstart zu uns kam, hat er sofort die Rolle des Leaders übernommen.

SPOX: Was halten Sie von Hardens Bart?

Lin: Sein Bart ist einzigartig. Wenn wir beim Essen zusammensitzen, verfängt sich häufig irgendwelches Zeug in seinem Bart, zum Beispiel Käse - und meistens merkt James das gar nicht. Für uns Teamkollegen ist das sehr unterhaltsam. (lacht)

SPOX: Welche kurzfristigen Ziele haben Sie mit den Rockets?

Lin: Wir sind ein unheimlich junges Team und kämpfen schon jetzt um die Playoffs im stark besetzten Westen. Darüber können wir sehr zufrieden sein. In der ersten Saisonhälfte haben wir uns in eine gute Position gebracht. Daher bin ich optimistisch, dass es bei einer weiteren Leistungssteigerung für den sechsten oder siebten Platz im Westen reichen kann.

SPOX: Und wie lauten Ihre mittel- und langfristigen Ziele?

Lin: Sofern wir personell zusammenbleiben, haben wir eine großartige Zukunft vor uns. Wir wollen den Topteams der Liga perspektivisch noch gefährlicher werden als wir es jetzt schon sind.

SPOX: Haben Sie Vorbilder auf der Point-Guard-Position?

Lin: Vorbilder speziell nicht. Doch ich achte jeden Abend genau darauf, wie sich die besten Point Guards der Liga so schlagen - Tony Parker, Chris Paul oder Steve Nash.

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SPOX: Stehen Sie eigentlich noch im Kontakt zu Landry Fields, Ihrem ehemaligen Kumpel bei den Knicks?

Lin: Auf jeden Fall! Vergangene Woche haben wir gerade erst wieder gequatscht. Ich bin ihm immer noch sehr dankbar. Als ich im Dezember 2011 von den Knicks unter Vertrag genommen wurde, bin ich erst bei meinem Bruder, danach in der Wohnung von Landry untergekommen. Er hat mich auf seiner Couch schlafen lassen. Ich glaube, diese Story ist mittlerweile rund um die Welt bekannt. (lacht)

SPOX: Ihre Familie stammt ursprünglich aus Taiwan. Haben Sie Kontakt mit dem legendären chinesischen Center Yao Ming, der früher ja auch bei den Houston Rockets spielte?

Lin: Ja, ich kenne ihn seit einiger Zeit persönlich. Darüber bin ich sehr stolz. Yao ist ein faszinierender Mensch, weil er so viel für die Leute in Asien getan hat.

SPOX: Auch Sie selbst sind ein außergewöhnlicher Mensch. Ebenso wie Barack Obama besuchten Sie die weltberühmte Harvard University. Kaum ein anderer NBA-Profi dürfte so einen hohen IQ besitzen wie Sie. Auch Ihr Musikgeschmack unterscheidet sich von Ihren NBA-Kollegen.

Lin: Das stimmt. Die meisten Basketballer mögen Hip-Hop und all dieses Zeug. Natürlich mag auch ich Beyonce oder Rihanna. Doch am liebsten höre ich christliche Musik, da ich ein überzeugter Christ bin. Kathryn Scott ist deshalb meine Lieblingskünstlerin. Sie ist eine christliche Songwriterin aus Nordirland. Meine Lieblingssongs sind "You Raise me up" und "At the Cross".

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