Samstag, 18.01.2014

Wenzl ebenfalls zweiter

Herrmann sprintet auf Platz zwei

Langläuferin Denise Herrmann aus Oberwiesenthal hat ihren ersten Weltcupsieg knapp verpasst, aber den fünften Podestplatz im olympischen Winter verbucht. Josef Wenzl landete derweilen erstmals auf dem Podest.

Denise Herrmann bleibt trotz verpasstem Sieg weiter Gesamtführende
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Denise Herrmann bleibt trotz verpasstem Sieg weiter Gesamtführende

Während Aufsteigerin Herrmann beim schwach besetzten Weltcup im polnischen Szklarska Poreba die Führung in der Sprint-Wertung weiter ausbaute, tankte Wenzl in Abwesenheit eines Großteils der Weltspitze mächtig Selbstvertrauen.

"Großes Kompliment an die beiden, das stimmt uns sehr zuversichtlich", sagte Bundestrainer Frank Ullrich dem "SID": "Natürlich fehlten hier einige Nationen, die Felder waren aber dennoch stark. Beispielsweise die Russen und Franzosen sind mit voller Kapelle angetreten."

Nicht dabei waren hingegen sämtliche Norweger, Schweden und Finnen sowie die Schweizer, die allesamt bei ihren nationalen Meisterschaften im Einsatz waren.

Schwächen im Halbfinale

Herrmann leistete sich im Halbfinale eine kleine Schwäche und kam nur als "Lucky Loser" in den Endlauf. In dem zeigte sich die 25-Jährige aber voll auf der Höhe und musste sich nur um 0,25 Sekunden der Amerikanerin Kikkan Randall geschlagen geben, die wie eine Woche zuvor in Nove Mesto siegte. "Denise hat sich wieder toll in Szene gesetzt, sie war in dieser Saison in jedem Sprint-Finale", sagte Ullrich.

Wenzl, der zuletzt im Januar 2012 im Mailand Zweiter geworden war und danach so manche Durststrecke erlebte, lag im Finale 0,5 Sekunden hinter dem früheren Teamsprint-Weltmeister Alex Harvey (Kanada). Zuvor hatte der 29-Jährige sein Viertel- und Halbfinale jeweils souverän gewonnen. "Das war hier eine ideale Strecke für Josef, wo er sehr viel mit seiner Beinarbeit machen konnte", sagte Ullrich.

Angerer kämpft um Olympia-Norm

Der zweimalige Gesamtweltcupsieger Tobias Angerer (Valchau) ließ den Sprint planmäßig aus. Der 36-Jährige braucht am Sonntagmorgen mindestens einen achten Platz im Massenstart über 15 km Freistil, um in seiner letzten Saison doch noch die Olympia-Norm zu schaffen. "Es wird ein wahnsinnig hartes Rennen, aber Tobi kann das schaffen", sagte Ullrich.

Einen Platz unter den Top 15 muss Claudia Nystad über 10 km erreichen, um auf den letzten Drücker die Sotschi-Norm zu erfüllen. Die Doppel-Olympiasiegerin, die am Samstag im Sprint-Viertelfinale ausschied, dürfte aber auch ohne Norm das Olympia-Ticket erhalten - in der Staffel ist die 35-Jährige eigentlich für Ullrich unverzichtbar: "Claudsch ist ganz wichtig für uns."


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