Australian Open - Tag 7

Comeback-Irrsinn und ein letzter Gruß

Von SPOX
Sonntag, 25.01.2015 | 14:30 Uhr
Andy Murray musste ordentlich zittern
© getty
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Alle deutschen Hoffnungen ruhten auf Julia Görges, gegen Ekaterina Makarova ist jedoch Endstation. Für Eugenie Bouchard und Maria Sharapova geht die Reise hingegen weiter. Bei den Herren zerlegt Rafael Nadal einen Aufschlagriesen und Nick Kyrgios legt ein irres Comeback hin. Zum Abschluss ringt Andy Murray Grigor Dimitrov nieder.

Damen - Achtelfinale (alle Matches):

Ekaterina Makarova (RUS/10) - Julia Görges (GER) 6:3, 6:2

Aus. Schluss. Vorbei! Auch für die letzte Deutsche ist bereits vor dem Viertelfinale Endstation. Dennoch darf Julia Görges mit dem Turnierverlauf im Gegensatz zu Sabine Lisicki, Angelique Kerber und Andrea Petkovic eigentlich zufrieden sein. Zumindest dann, wenn man das Duell mit Ekaterina Makarova außen vor lässt.

Gegen die favorisierte Russin war Görges der selbst auferlegte Druck von der ersten Sekunde an deutlich anzumerken. Die logische Konsequenz: Die 26-Jährige scheiterte an ihren Nerven. Bestes Indiz dafür war das eigene Service. Während Görges im bisherigen Turnierverlauf rund 70 Prozent ihrer ersten Aufschläge ins Ziel brachte, waren es gegen Makarova nur 60 Prozent.

Da sich die Deutsche zudem auch beim zweiten Aufschlag extrem anfällig präsentierte, vier von fünf ausgespielten Punkten gingen an ihre Gegnerin, und so nur sehr selten eine sichere Spieleröffnung fand, boten sich ihrer Kontrahentin gleich neun Breakchancen. Nur drei davon blieben ungenutzt. Zwar kämpfte Görges aufopferungsvoll und versuchte über das gesamte Match Druck auszuüben, doch unterliefen ihr dabei auch immer wieder unnötige Fehler. Nach nur 69 Minuten war deshalb das Aus besiegelt.

"Ich bin definitiv enttäuscht. Ich habe ausgerechnet heute mein schlechtestes Match in diesem Turnier gespielt und war immer einen Schritt zu spät", so Görges. Der Blick in die Zukunft bleibt dennoch optimistisch: "Es wird irgendwann der Tag kommen, an dem ich im Viertelfinale eines Grand-Slam-Turniers stehen werde. Daran glaube ich fest."

Maria Sharapova (RUS/2) - Shuai Peng (CHN/21) 6:3, 6:0

Was für eine Demonstration von Maria Sharapova. Gegen eine völlig überforderte und in allen Belangen unterlegene Shuai Peng aus China zeigte die Russin, warum sie als eine der großen Favoritinnen auf den Titel zählt - und das in nur 75 Minuten.

Während beide Damen vor allem mit dem ersten Aufschlag so ihre Probleme hatten, überzeugte Sharapova, die sich vier Doppelfehler leistete, durch ihr aggressives Auftreten. In 15 Spielen gelangen ihr 27 Winner und auch am Netz war die Ausbeute perfekt (5/5). Da sie sich zudem nur 15 Unforced Errors leistete und auch bei eigenem Service immer besser wurde, blieb für Peng nur die Rolle als Statistin.

Als nächstes wartet nun mit Eugenie Bouchard allerdings eine gänzlich andere Hürde auf die 27-Jährige. "Letztes Jahr war sie bei den Grand Slams mit Abstand am konstantesten", so Sharapova über ihre kanadische Kontrahentin: "Es wird ein hartes Match, allerdings freue ich mich sehr auf solche Duelle."

Eugenie Bouchard (CAN/7) - Irina-Camelia Begu (ROU) 6:1, 5:7, 6:2

"Mein Level ist heute zwischenzeitlich etwas abgefallen", fasste eine leicht unzufriedene Eugenie Bouchard ihre Partie gegen Irina-Camelia Begu zusammen: "Das ist nicht gut". Besser hätte man es kaum sagen können.

Nachdem sich die Kanadierin den ersten Durchgang noch mit 6:1 sicherte und auch in Satz Nummer zwei bereits mit 3:0 in Führung lag, folgte der totale Kollaps. Ganze fünf (!) Spiele am Stück gingen an ihre rumänische Kontrahentin. Die Folge: Der zweite Satz war weg.

"Ich bin enttäuscht", so Bouchard: "Ich wollte so gut spielen, wie es geht. Ich will perfekt sein. Aber das ist eigentlich nicht möglich." Es habe an Aggressivität und Konzentration gefehlt analysierte die 20-Jährige weiter. Doch Genie fing sich und verwies Begu anschließend in ihre Schranken.

Im Viertelfinale wartet mit Sharapova nun jedoch ein anderes Kaliber, eine ähnliche Schwächephase könnte somit gleichbedeutend mit dem Aus sein. Ein Kracher sollte allerdings auf jeden Fall garantiert sein.

Simona Halep (ROU/3) - Yanina Wickmayer (BEL) 6:4, 6:2

Abgesehen von einer kleinen Schwächephase im ersten Durchgang zeigte Simona Halep auch im Achtelfinale, warum mit ihr zu rechnen ist. Ankreiden muss man der Rumänin allerdings den schlampigen Umgang mit Breakchancen (5/13) sowie kleinere Mängel beim eigenen Service - das war es dann allerdings auch schon.

Vor allem die niedrige Fehlerquote vermochte ebenso zu überzeugen, wie satte fünf Asse und 23 Winner. Speziell im zweiten Durchgang war der Klassenunterschied mitunter eklatant, Yanina Wickmayer chancenlos.

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