Freitag, 18.05.2012

Für den guten Zweck

Damon Hill zurück im Cockpit

Er war der Erzrivale von Michael Schumacher und schien der ewige Verlierer in der Formel 1. Am Ende fand Damon Hill aber doch noch sein Glück und wurde wie sein legendärer Vater Graham Weltmeister. Während der 43-jährige Schumacher immer noch in der Formel 1 fährt, hat der acht Jahre ältere Hill seit seinem Rücktritt 1999 kein einziges Autorennen mehr bestritten.

Damon Hill setzt sich für die gute Sache wieder ans Steuer
© Getty
Damon Hill setzt sich für die gute Sache wieder ans Steuer

Doch mit der Ruhe im Hause Hill ist es nun erst mal vorbei. Für einen guten Zweck gibt der frühere Weltmeister an diesem Wochenende in seiner englischen Heimat ein überraschendes Comeback. Beim dritten Saisonrennen der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) in Brands Hatch startet Hill im Rahmenprogramm im Volkswagen Scirocco R-Cup in der sogenannten Legenden-Wertung.

Hill: "Werden ein wenig eingerostet sein"

Neben Hill setzen sich die früheren Rennsport-Größen Mark Blundell, Perry McCarthy, Julian Bailey, Martin Donnelly und David Brabham den Helm auf. Mit Ausnahme von Brabham waren alle Mitglieder einer Fahrergruppe in den 80er-Jahren, die es über die Formel Ford, die Formel 3 und die Formel 3000 bis in die Formel 1 geschafft und sich selbst den Namen "Rat Pack" gegeben hatte.

"Perry, Julian und ich kommen für dieses Renen aus dem Ruhestand. Wir werden ein wenig eingerostet sein", sagt Hill. Doch der Sieg steht nicht an erster Stelle. Wichtiger ist es, Geld für die von Hill gegründete Wohltätigkeitsorganisation "Halow" zu sammeln. "Es wird ein tolles Wochenende für uns und unsere Familien", sagt Hill.

Die Idee für die Wiedervereinigung des "Rat Packs" hatte McCarthy. "Wir sind gute Freunde und treffen uns regelmäßig", sagt der Brite. Dieses Mal werde alles etwas ernster sein, denn er habe seit acht Jahren in keinem Rennwagen gesessen, betont McCarthy: "Daher rechne ich nicht damit, dass ich ganz vorne mitfahren werde. Aber es wird sicher lustig und wir werden nach der Zieldurchfahrt ordentlich feiern.

Geld sammeln für behinderte Kinder

Das Projekt "Halow" unterstützt Kinder und Jugendliche mit Lernbehinderung, um ihnen ein unabhängiges Leben zu ermöglichen. Die Organisation wurde nach fünf Kindern benannt. Eines davon ist Damon Hills ältester Sohn Oliver. Das Wiedersehen mit den Freunden nutzt Hill, um Geld für die gute Sache zu sammeln.

Und die Autos haben durchaus Power. Zwar keine 700 PS wie einst in der Formel 1, doch die 285 PS der Rennversion des Scirocco muss auch Hill erst einmal bändigen. Der Brite, der nach zahlreichen Niederlagen gegen Michael Schumacher in seiner Heimat schon als "langsamster Taxifahrer Londons" verspottet wurde, fuhr zwischen 1992 und 1999 insgesamt 115 Grand Prix in der Formel 1.

Seine erfolgreichsten Jahre hatte er beim Team von Frank Williams, wo er nach dem Unfalltod von Ayrton Senna am 1. Mai 1994 praktisch über Nacht zum Nummer-eins-Fahrer aufstieg. Hill stand 20 Mal auf der Pole Position und gewann 22 Formel-1-Rennen. Krönung seiner Karriere war der Gewinn des WM-Titels 1996.

Alle Rennen der DTM 2012

Teamchefs wählen Top Ten der F-1-Fahrer
Die F-1-Teamchefs haben gewählt. Diese zehn Fahrer waren die besten der Saison. Platz 10: Michael Schumacher (Mercedes, 23 Punkte)
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Die F-1-Teamchefs haben gewählt. Diese zehn Fahrer waren die besten der Saison. Platz 10: Michael Schumacher (Mercedes, 23 Punkte)
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Platz 9: Heikki Kovalainen (Lotus, 26 Punkte)
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Platz 9: Heikki Kovalainen (Lotus, 26 Punkte)
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Platz 8: Adrian Sutil (Force India, 38 Punkte)
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Platz 8: Adrian Sutil (Force India, 38 Punkte)
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Platz 7: Paul di Resta (Force India, 44 Punkte)
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Platz 7: Paul di Resta (Force India, 44 Punkte)
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Platz 6: Mark Webber (Red Bull, 70 Punkte)
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Platz 6: Mark Webber (Red Bull, 70 Punkte)
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Platz 5: Nico Rosberg (Mercedes, 90 Punkte)
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Platz 5: Nico Rosberg (Mercedes, 90 Punkte)
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Platz 4: Lewis Hamilton (McLaren, 122 Punkte)
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Platz 4: Lewis Hamilton (McLaren, 122 Punkte)
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Platz 3: Fernando Alonso (Ferrari, 188 Punkte)
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Platz 3: Fernando Alonso (Ferrari, 188 Punkte)
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Platz 2: Jenson Button (McLaren, 200 Punkte)
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Platz 2: Jenson Button (McLaren, 200 Punkte)
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Platz 1: Sebastian Vettel (Red Bull, 241 Punkte)
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