Sonntag, 29.05.2016

Diamond League: Harrison kratzt am Hürden-Weltrekord

Krause knackt Olympia-Norm

Gesa-Felicitas Krause hat bei der vierten Station der Diamond League die Olympia-Norm über 3000 m Hindernis geknackt. Die WM-Dritte landete in Eugene im US-Bundesstaat Oregon in 9:22,33 Minuten auf dem siebten Rang und unterbot in einem hochklassigen Rennen die geforderte Zeit (9:45,00) deutlich.

Gesa-Felicitas Krause (r.) hatte keine Probleme mit der Olympia-Norm
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Gesa-Felicitas Krause (r.) hatte keine Probleme mit der Olympia-Norm

Der Sieg ging in 8:59,97 Minuten an Ruth Jebet. Die für Bahrain laufende Kenianerin blieb erst als zweite Frau unter der magischen Marke von neun Minuten, verpasste den Weltrekord der Russin Gulnara Galkina (8:58,81) aus dem Jahr 2008 aber knapp.

Ebenfalls nur hauchdünn über dem Weltrekord blieb die Amerikanerin Kendra Harrison, die über 100 m Hürden in 12,24 Sekunden die zweitbeste Zeit der Geschichte lief. Nur die Bulgarin Jordanka Donkowa war 1988 mit 12,21 Sekunden schneller.

"Es hat sich nicht so schnell angefühlt", sagte Harrison nach ihrem Coup und verriet ihr Erfolgsrezept: "Wenn du rausgehst, einfach machst, dir keine Gedanken um die Zeit machst, dann werden die schnellen Zeiten kommen."

Speerwerfer Thomas Röhler (Jena) musste sich zwei Wochen nach seinem Sieg in Shanghai derweil mit Rang drei begnügen. Der WM-Vierte kam lediglich auf 80,61 m und landete hinter Vizeweltmeister Ihab Abdelrahman (Ägypten/87,37 m) und Weltmeister Julius Yego (Kenia/83,21 m). In Shanghai hatte Röhler den Speer noch auf 85,71 m geschleudert.

Gatlin mit Wintunterstützung

200-m-Weltmeisterin Dafne Schippers musste derweil eine Niederlage hinnehmen, in 22,11 Sekunden verlor die Niederländerin gegen Tori Bowie. Die Amerikanerin sorgte in 21,99 Sekunden für eine Jahres-Weltbestzeit.

Im Dreisprung wehrte Olympiasieger Christian Taylor (USA) mit der Jahres-Weltbestleistung von 17,76 m den Angriff seines Landsmanns Will Claye (17,56) ab. Taylor bleibt damit im Olympia-Jahr ungeschlagen. Über 400 m Hürden der Männer sorgten Michael Tinsley (48,74), Kerron Clement und Bershawn Jackson für einen Dreifachsieg des US-Teams.

Athen-Olympiasieger Justin Gatlin (USA), der in seiner Karriere bereits mehrmals des Doping überführt worden ist, wurde bei seinem 100-m-Sieg in 9,88 Sekunden von zu starkem Wind (2,8 m) angeschoben. Der 34-Jährige, bei der WM in Peking über 100 und 200 m jeweils Zweiter hinter Superstar Usain Bolt (Jamaika), sagte anschließend: "Ich hatte einen wirklich guten Start und habe die Jungs kontrolliert."


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