Samstag, 16.01.2016

Russischer Leichtathletik-Verband reagiert auf Krise

"Anti-Krisen-Präsident" für Russen

Der skandalumwitterte russische Leichtathletik-Verband ARAF hat den bisher regional tätigen Funktionär Dimitri Schljachtin als "Anti-Krisen-Präsident" gewählt. Er soll den Verband nun zunächst einmal bis nach den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro durch die Krise führen, ehe im September oder Oktober ein langfristiger Verbands-Chef gewählt werden soll.

Witali Mutko benannte einen "Anti-Krisen-Präsidenten"
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Witali Mutko benannte einen "Anti-Krisen-Präsidenten"

Schljachtin, der zuvor als Präsident des ZSKA Athletik Klubs und dann als Sportminister der Region Samara tätig war, hatte die Unterstützung des russischen Sportministers Witali Mutko. Seine Wahl war demnach Formsache, zwei weitere Kandidaten hatten bereits vor der Wahl zurückgezogen.

"In dieser schwierigen Zeit für die russische Leichtathletik, ist es meine Aufgabe, den Verband zurück zu internationalen Standards zu führen, um das Vertrauen der IAAF (Leichtathletik-Weltverband) und der WADA (Welt-Anti-Doping-Agentur, d. Red.) zurückzugewinnen und unseren Athleten damit die Chance zu geben, an internationalen Events teilzunehmen", sagte Schljachtin: "Wir müssen die Probleme schnell lösen."

In der russischen Leichtathletik hat es offenbar systematisches Doping gegeben. Zudem sollen positive Doping-Proben russischer Athleten gegen Zahlung von Schmiergeldern von höchster Stelle vertuscht worden sein. Der Verband ARAF war im November von der IAAF vorläufig suspendiert worden und muss für eine Wiederaufnahme zahlreiche Auflagen erfüllen.


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