Donnerstag, 14.01.2016

NADA fordert mehr Unabhängigkeit im Anti-Doping-Kampf

"Tiefschlag für saubere Athleten"

Die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) hat angesichts der neuen Vorwürfe gegen den Weltverband IAAF Alarm geschlagen und erneut mehr Unabhängigkeit im weltweiten Anti-Doping-Kampf gefordert.

NADA-Vorstandsvorsitzende Andrea Gotzmann fordert unabhängige Anti-Doping-Organisationen
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NADA-Vorstandsvorsitzende Andrea Gotzmann fordert unabhängige Anti-Doping-Organisationen

"Auch die Ergebnisse des zweiten Berichts sind ein erneuter Tiefschlag für die sauberen Athletinnen und Athleten", sagte die NADA-Vorstandsvorsitzende Andrea Gotzmann nach der Veröffentlichung des zweiten Berichts der unabhängigen Kommission der WADA zur Aufklärung des Doping- und Korruptionsskandals in der internationalen Leichtathletik.

"Wir können nicht genug betonen, wie wichtig Unabhängigkeit für die Arbeit der Anti-Doping-Organisationen ist. Der Bericht zeigt erneut, dass sämtliche verbandsinterne Kontrollfunktionen versagt haben", sagte Gotzmann:

"Wir fordern daher unabhängige Anti-Doping-Organisationen außerhalb der internationalen Verbände, um offensichtliche Interessenkonflikte zu vermeiden."

Finanz- und Strukturmittel benötigt

Zudem benötigten WADA und die nationalen Anti-Doping-Agenturen eine Stärkung durch "ausreichende Finanz- und Strukturmittel", die internationalen und nationalen Verbände müssten "umfangreiche Compliance- und Anti-Korruptions-Maßnahmen etablieren. Diese Maßnahmen sind zum Schutze des sauberen Sports und der sauberen Athletinnen und Athleten unerlässlich. Nur dadurch ist die Integrität des fairen und glaubwürdigen Wettbewerbs aufrechtzuerhalten."

Angesichts der Bedeutung der Aussagen zweier Whistleblower für die aktuellen Untersuchungen müssten diese zudem künftig besser geschützt werden, fügte Lars Mortsiefer, Vorstandsmitglied und Chefjustitiar der NADA, an.


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