Mittwoch, 13.01.2016

Ex-IAAF-Generalsekretär erhebt schwere Vorwürfe

Weiss: Dopingproblem lange bekannt

Nach Angaben des ehemaligen Generalsekretärs Pierre Weiss hat die IAAF seit mindestens 2009 von gravierenden Dopingproblemen in Russland gewusst. "Es stimmt, dass wir wiederkehrende Probleme mit Russland hatten", sagte der damals amtierende Weiss der französischen Nachrichtenagentur AFP.

Pierre Weiss hat den Weltverband schwer belastet
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Pierre Weiss hat den Weltverband schwer belastet

"Der Unterschied zur aktuellen Situation ist, dass wir uns nicht vorstellen konnten, dass der russische Verband involviert und sogar mitverantwortlich ist", fügte Weiss hinzu

Der Franzose bestätigte auch, dass er 2009 zwei E-Mails an den russischen Verband ARAF geschrieben, in denen er auf die enormen Gesundheitsrisiken hingewiesen und die Verantwortlichen wegen der Vielzahl an Dopingfällen zum Handeln aufgefordert habe. Die Nachrichtenagentur Associated Press hatte diese Mails zuerst veröffentlicht.

Die IAAF hatte im November 2015 den russischen Verband wegen massiver Dopingverfehlungen suspendiert. Die unabhängige Untersuchungskommission der WADA hatte nach einer ARD-Dokumentation monatelang ermittelt und den Ausschluss empfohlen. Russlands Leichtathleten droht damit das Aus für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro.

Am Donnerstag stellt die Kommission in München den mit Spannung erwarteten zweiten Teil ihres Berichts vor.


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