Dienstag, 29.11.2016

Phoenix Hagen steht vor Zwangsabstieg

Phoenix Hagen stellt Spielbetrieb ein

Phoenix Hagen wird den Spielbetrieb am 10. Dezember einstellen. Das gab der insolvente BBL-Klub am Montagabend auf einem Sponsorentreffen bekannt. Ein Neustart könnte 2017 in der zweiten Liga folgen.

"Ein ehrlicher Neuanfang, der weh tut", nannte Geschäftsführer Patrick Seidel den Schritt. Hagen wird mit dem vorzeitigen Rückzug noch zwei Spiele in Deutschlands bester Basketball-Liga bestreiten. Am 4. Dezember geht es zu den RIESEN nach Ludwigsburg, sechs Tage später findet das vorerst letzte Heimspiel gegen Braunschweig statt.

Für einen Verbleib in der BBL hätte Phoenix 800.000 Euro benötigt. Eine Summe, die der Verein nicht auftreiben konnte. "Die Erfahrung der letzten Wochen zeigt, dass wir das nicht schaffen", bestätigte Seidel. Um einen geordneten Rückzug zu vollziehen, muss der Klub nun 250.000 Euro zahlen. Ob das gelingt, ist noch offen.

Die Hagener hatten Mitte Oktober einen Insolvenzantrag in Eigenverwaltung gestellt. Das Team von Trainer Ingo Freyer hat in dieser Saison alle elf Spiele verloren und steht damit folgerichtig auf dem letzten Platz.

Durch die Einstellung des Spielbetriebs stehen die Westfalen als erster Absteiger der BBL fest. Der Spielordnung zufolge werden alle bisher ausgetragenen Spiele des Klubs aus der Wertung genommen.

Phoenix Hagen möchte in der ProA einen Neuanfang versuchen. Im Frühling 2017 kann ein Teilnahmeantrag gestellt werden.

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