Montag, 28.11.2016

NBA-Schlaglichter

Schröder strauchelt, LeBron mit Triple-Double

Dennis Schröder musste mit den Atlanta Hawks die fünfte Niederlage aus den letzten sechs Spielen einstecken. Ein Triple-Double von LeBron verhinderte knapp die Sensation gegen Philly. James Harden überragte im Offensiv-Feuerwerk gegen die Blazers und Boogie Cousins dominierte in Brooklyn.

Philadelphia76ers (4-13) - Cleveland Cavaliers (13-2) 108:112 (BOXSCORE)

Nach sechs Minuten hatte Cavs-Coach Tyronn Lue genug gesehen und nahm die erste Auszeit. Bis dahin hatte sein Team noch keinen einzigen Wurf versenkt und stand bei 0/14 aus dem Feld - da war es fast schon ein Wunder, dass die Sixers "nur" mit 12:2 führten. Lues anschließende Ansprache hatte dann aber offenbar Wirkung: Denn unmittelbar danach brach LeBron James persönlich mit einem energischen Layup den Bann.

Anschließend nahm die Angelegenheit Fahrt auf. Denn die Trefferquote des Champions stabilisierte sich zunehmend und auch die Hausherren trafen mit einer mehr als soliden Quote - vor allem von Downtown. Besonders schön anzusehen war das Ball Movement, an dessen Ende die Abschlüsse gegen eine zunächst schwach abgestimmte Cavs-Defense äußerst frei waren.

40 Prozent Trefferquote von jenseits der Dreierlinie standen zur Halbzeit für Philly zu Buche - genauso wie eine 58:52-Führung. Diese hielt dann auch im dritten Viertel, doch dann passierte das, was die Fans im Wells Fargo Center schon befürchtet hatten: Die Cavaliers schraubten - wenn auch nur ein wenig - ihr Intensitäts-Level nach oben. Gerade die individuelle Klasse der Big Three machte in der Schlussphase den Unterschied und bestrafte jeden einzelnen Fehler der Gegenseite gnadenlos.

James penetrierte in dieser Phase immer wieder in die Zone und bestrafte die aggressive Helpside Phillys mit seinen messerscharfen Pässen - entweder an die Dreierlinie oder zum in der Zone lauernden Tristan Thompson. Am Ende hatte er nebst 26 Punkten 10 Rebounds und 13 Assists auf dem Konto, womit sein 45. Triple-Double der Karriere perfekt war. Hochkarätige Unterstützung erhielt James von Kyrie Irving (39 Punkte, 14/27 FG), der 19 Punkte allein im Schlussabschnitt erzielte, und Kevin Love (25 Punkte, 11 Rebounds), Joel Embiid kam auf der anderen Seite auf 22 Zähler.

Brooklyn Nets (4-12) - Sacramento Kings (7-10) 105:122 (BOXSCORE)

Es war die große Nacht von DeMarcus Cousins. Vor allem im dritten Viertel zeigte er seine Dominanz mit 18 seiner insgesamt 37 Punkte. 11 Rebounds und 4 Steals geselllten sich zu für ein Double-Double dazu.

Matt Barnes war nach dem Spiel voller Lob für seinen Teamkollegen: "Er ist einfach einer der besten Spieler in dieser Liga." Barnes wurde im vierten Viertel übrigens wegen eines überharten Fouls an Sean Kilpatrick des Feldes verwiesen. Die Nets nahmen diese Aktion als Anlass einen 14:2-Lauf zu starten und die Führung auf 6 Punkte zu reduzieren. Cousins und der ebenfalls starke Rudy Gay (22 Punkte, 8 Rebounds) entgegneten aber mit 16 Punkten ohne Antwort und brachen das Spiel außer Reichweite.

Der von Barnes rüde gefoulte Kilpatrick war der beste Spieler bei den Gastgebern. Effiziente 22 Punkte, 5 Rebounds, 3 Assists und 2 Steals lieferte der 26-Jährige. In der unsportlichen Aktion sah er Ansporn für seine Mitspieler: "Ich denke, dass die Aktion unsere Leute aufgeweckt hat. Wir sollten viel öfter so reagieren, vor allem, wenn wir vorhaben, in dieser Liga zu gewinnen.

Orlando Magic (6-11) - Milwaukee Bucks (7-8) 96:104 (BOXSCORE)

Coach Jason Kidd und Frank Vogel würfelten vor dem Spiel beide ihre Anfangsformation durcheinander. Bei den Magic rückten Elfrid Payton, Nik Vucevic und Jeff Green auf die Bank, dafür agierten D.J. Augustin, Bismack Biyombo und Aaron Gordon. Für die Bucks durfte Henson an Stelle von Plumlee ran.

Kidd gewann hierbei das Taktik-Duell, da Henson prompt zum unverhofften Held der Partie wurde (20 Punkte, 8/13 FG, 7 Rebounds, 3 Blocks). Unterstützung bekam er dabei von Giannis Antetokounmpo, der mit 18 Punkte und 9 Rebounds am Double-Double kratzte.

Die neu berufenen Starter der Magic wussten nicht zu überzeugen. Negativ-Höhepunkt war das schwache Spiel von Aaron Gordon, der in der gesamten Saison oft unglücklich auf seiner neuen Small-Forward Position wirkt. Keinen seiner zwölf Feldwürfe traf der Flummi aus Orlando. Der degradierte Vucevic (17 Punkte, 16 Rebounds) war gemeinsam mit Evan Fournier (27 Punkte, 6 Rebounds, 7 Assists) bester Mann bei der Niederlage.

Matchwinner Henson gab sich, angesprochen auf seine Rolle im Team, geduldig: "Es gibt zu viele Möglichkeiten in einer Saison, um sich von der Thematik ärgern zu lassen. Kidd hat uns gesagt, dass alle Rollen verfügbar sind und man bereit sein muss, sobald sich die Chance bietet."

Für die Magic war dies die vierte Niederlage in Folge. Vogel versuchte nach dem Spiel, seine Anpassungen zu rechtfertigen: "Es war ein Versuch, uns auf dem Feld ein anderes Gefühl zu geben, weil es in letzter Zeit nicht geklappt hat. Heute waren manche Dinge gut und manche waren es nicht."

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