Euroleague-Boss Jordi Bertomeu im Interview

Euroleague-Champ vs. NBA-Champ?

Freitag, 22.11.2013 | 11:28 Uhr
Jordi Bertomeu (l.) und der noch amtierende NBA-Commissioner David Stern
© imago
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Euroleague-Boss Jordi Bertomeu war bei Bayerns Niederlage gegen Gora zum ersten Mal für ein Euroleague-Spiel in München. SPOX traf Bertomeu und sprach mit ihm über die Bayern, das nächste Final Four in Deutschland und Gespräche mit der NBA.

SPOX: Herr Bertomeu, wenn Sie sehen, wie gut sich die Bayern in der Euroleague schlagen, mal abgesehen von der Leistung jetzt gegen Gora, müssen Sie mit der Entscheidung der Wildcard-Vergabe sehr zufrieden sein, oder?

Jordi Bertomeu: Wir sind sehr zufrieden, aber das wären wir auch, wenn es bei den Bayern sportlich nicht so gut laufen würde. Verstehen Sie mich nicht falsch, wir bevorzugen es natürlich, dass sie gut und erfolgreich spielen, aber uns ging es darum, ein zweites deutsches Team und eine zweite große deutsche Marke im Wettbewerb zu haben. In der letzten Saison war es Berlin, dieses Mal ist es München. Ich bin auch nicht überrascht, dass Bayern gut mitmischt, sie haben Anstrengungen unternommen, um ihren Kader zu verstärken und sie haben mit Svetislav Pesic einen sehr guten und erfahrenen Coach. Insgesamt gesehen wäre es vielleicht noch vor fünf Jahren eine Überraschung gewesen, dass ein deutsches Team viel erreichen kann in der Euroleague, aber da hat sich viel getan. Wir hatten ja letzte Saison auch schon zwei deutsche Teams in den Top 16.

SPOX: Wie weit können die Bayern kommen?

Bertomeu: Das ist extrem schwer zu sagen. Die knappe Niederlage bei Olympiakos Piräus hat gezeigt, wie stark die Bayern sind, sie hat aber auch gezeigt, dass ihnen noch die Erfahrung fehlt. Niemand sollte erwarten, dass Bayern das Final Four erreichen kann, das wäre etwas viel verlangt.

SPOX: Das Final Four wird 2014 in Mailand stattfinden. Wann ist Deutschland wieder an der Reihe?

Bertomeu: Bald. Ich glaube, dass wir mit dem Final Four in den nächsten Jahren wieder nach Deutschland kommen werden. Das Final Four 2009 in Berlin war ein großer Erfolg für uns. Jetzt sind vier Jahre vergangen, es wird wieder Zeit für ein Final Four in Deutschland. Es ist beeindruckend, wie der Basketball in Deutschland in den letzten Jahren gewachsen ist. Für uns geht es darum, den richtigen Ort und den richtigen Partner zu finden. Es gibt ja viele Städte in Deutschland, die infrage kommen. In München wäre nur die Olympiahalle eine Option. Sie ist mit einem Fassungsvermögen von 12.000 Zuschauern eigentlich zwar auch zu klein, um unsere Anforderungen von 15.000 zu erfüllen, aber wir gehen im nächsten Jahr auch nach Mailand. Damit weichen wir etwas von unseren Vorgaben ab, weil wir den italienischen Basketball, der sich in einer schwierigen Phase befindet, unterstützen wollen. Das Final Four wird nach Deutschland zurückkehren - und zwar eher früher als später.

SPOX: Die Euroleague hat sich zu einem Mammut-Wettbewerb entwickelt. Nach der ersten Gruppenphase kommen die Top 16, dann das Viertelfinale im Modus Best-of-Five, dann das große Final Four. Eine Mannschaft kann insgesamt bis zu 31 Spiele absolvieren. Ist das nicht zu viel?

Bertomeu: Im Gegenteil. Nachdem die Klubs jetzt das Experiment mit dem neuen Format erlebt haben, wollen sie noch mehr Spiele. Die Klubs sind nie zufrieden. (lacht) Wir müssen schauen, wie wir ihrem Wunsch entsprechen und dafür sorgen können, dass wir vielleicht noch mehr Spiele bekommen. Das Entscheidende ist immer, dass wir mehr Spiele zwischen den besten Teams sehen. Was für uns auch sehr wichtig war: Der Wechsel von Mittwoch auf Freitag als Spieltag. Der Freitag ist vor allem für Familien viel besser, so können auch Kinder zu den Spielen kommen, ohne dass es Probleme mit der Schule gibt.

SPOX: Es gab zur neuen Saison auch einige Regeländerungen, beispielsweise kürzere Timeouts oder die Rückkehr zu Jump Balls. Gibt es da schon Feedback?

Bertomeu: Wir haben erst fünf Spieltage hinter uns, es ist also wahrscheinlich noch zu früh, um es wirklich beurteilen zu können. Die ersten Reaktionen, wenn ich mich umhöre, sind aber durchweg positiv. Eine der wichtigsten Regelungen, um das Spiel schneller zu machen, haben wir noch einmal auf die nächste Saison verschoben. Das ist die 14-Sekunden-Shot-Clock-Regel nach einem Offensiv-Rebound. In Spanien wurde es bereits eingeführt und dort ist man extrem zufrieden damit.

SPOX: Wie zuversichtlich sind Sie, dass das Financial Fair Play in der Euroleague in den nächsten Jahren erfolgreich umgesetzt werden kann?

Bertomeu: Das Financial Fair Play ist ein ganz kritischer Punkt für die Zukunft. Was man wissen muss: Es ist für uns viel schwerer umzusetzen als für die nationalen Ligen. Ich habe das Financial Fair Play vor vielen Jahren in Spanien eingeführt und innerhalb von drei Jahren hat es zu hundert Prozent funktioniert. In Europa ist das viel komplizierter, hier sprechen wir über viele verschiedene Länder mit verschiedenen Kulturen der Transparenz. In Deutschland gibt es diese Transparenz im Business-Bereich, aber in Russland sieht es anders aus. Aber wir sind auf einem sehr guten Weg, alle Klubs arbeiten daran. Wir sprechen ja ohnehin nur von vielleicht fünf, sechs der 24 Teams, bei denen es Nachholbedarf gibt.

SPOX: Das Thema Europa-Expansion der NBA steht seit Jahren im Raum, es scheint aber nach wie vor Lichtjahre entfernt. Glauben Sie, dass die NBA es irgendwann ernsthaft verfolgen wird?

Bertomeu: Wie Sie richtig sagen: Die NBA spricht seit vielen, vielen Jahren davon, aber getan hat sich bis jetzt nichts. Ich glaube, dass es sehr schwierig umzusetzen wäre. Ich kann mir auch einfach nicht vorstellen, dass ein europäisches Team 100 Millionen Euro ausgeben würde, um eine Mannschaft in der NBA zu haben. Mal ganz abgesehen von den logistischen Herausforderungen und der Frage, wie man ein so gutes Level sicherstellt, dass man für so viele Spiele die Tickets verkauft bekommt. Ich frage mich vor allem, warum die NBA das überhaupt machen sollte. Im Moment macht die NBA in Europa ein großartiges Geschäft - und muss dafür sehr wenig investieren. Ihr Investment sind die Spieler. Durch Dirk Nowitzki, Pau und Marc Gasol oder Tony Parker und Nicolas Batum decken sie drei wichtige Märkte ab und sind dort groß, allein wegen der Spieler. Damit erreichen sie viel mehr, als wenn sie eine Franchise aus Europa 41 Mal in den USA spielen lassen, was verrückt ist. Es ist generell ein nettes Projekt, aber aus meiner Sicht in den nächsten Jahr nicht machbar. Wir werden schauen müssen, was passiert, wenn die NBA im Februar einen neuen Commissioner bekommt. Adam Silver hat an der Seite von David Stern viele Erfahrungen gesammelt, aber er hat sicher auch seine eigene Vision.

SPOX: Wie stehen Sie zu der Idee, ein Matchup zwischen dem Euroleague-Champion und dem NBA-Champion zu installieren?

Bertomeu: Wir versuchen es. Wir haben im vergangenen Jahr einigen Fortschritt gemacht, aber es ist immer noch weit weg. Wir kommen der Geschichte näher, die NBA wird vielleicht etwas anderes sagen, und beginnen jetzt die Diskussionen, wie wir gemeinsam etwas Neues schaffen können. Meine Hoffnung und mein Wunsch ist es, dass es genau in diese Richtung geht mit einem Wettbewerbs-Element. Aber wie gesagt: noch ist es ein weiter Weg.

SPOX: Alessandro Gentile hat kürzlich im SPOX-Interview erklärt, dass er lieber eine große Karriere in Europa machen würde als eine durchschnittliche in der NBA. Wird der Anreiz geringer, Europa zu verlassen?

Bertomeu: Ich habe von Anfang an gesagt, dass wir nicht heulen dürfen, wenn Spieler Europa für die NBA verlassen. Wenn der Markt so ist, dass wir uns nicht das leisten können, was ihnen die NBA bietet, dann müssen wir diese Entscheidung verstehen. Wir müssen daran arbeiten, den Spielern ein ähnliches Umfeld zu offerieren. Es wird nicht immer möglich sein, aber wenn wir ihnen in Europa auch gute Gehälter zahlen können, werden wir mehr Spieler davon überzeugen können, hier zu bleiben. Die Gruppe an Spielern mit Nowitzki, Gasol, Parker und Co., die in die NBA gegangen ist und dort das Spiel entscheidend beeinflusst hat, ist ja nicht sehr groß. Es gibt viele Beispiele, spontan fällt mir Mirza Teletovic ein, die in der NBA nur auf der Bank sitzen, in Europa aber Franchise Player wären. Teletovic war einer der besten Spieler in Europa. Die Spieler müssen das alles berücksichtigen, wenn sie sich entscheiden. Ein Juan Carlos Navarro ist in die NBA gegangen, hat sich dort bewiesen und ist wieder zurückgekehrt, auch solche Fälle gibt es. Aber natürlich versteht jeder, wenn ein junger Spieler seinen NBA-Traum verwirklichen will. Wenn das große Geld lockt, ist es schwer zu widerstehen.

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