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Deutsche Kanuten gehen leer aus

SID
Sebastian Schubert musste sich mit dem vierten Platz begnügen

Die deutschen Slalom-Kanuten sind am zweiten Tag der EM im slowenischen Tacen leer ausgegangen. Nur knapp an einer Medaille vorbei paddelte Sebastian Schubert (Hamm), der sich im Kajak-Einer mit dem undankbaren vierten Platz begnügen musste. Dem Team-Weltmeister von 2011 fehlten ganze sechs Hundertstelsekunden zu Bronze.

"Ich habe alles gegeben. Am Ende war es knapp, auch zum Ersten nur eine Sekunde", sagte Schubert, "das ist ein bisschen ärgerlich, vor allem, weil ich gleich am ersten Aufwärtstor ungefähr eine Sekunde liegen lassen habe."

Alexander Grimm (Augsburg), Olympiasieger von 2008, war bereits im Halbfinale gescheitert. "Ich habe es einfach nicht geschafft, das Boot am Laufen zu halten. Aber die Saison hat gerade erst angefangen", sagte Grimm im ZDF. Gold ging an den WM-Zweiten Mateusz Polaczyk aus Polen.

Lena Stöcklin (Leipzig) musste sich im Canadier-Einer mit Rang sieben begnügen, den Titel holte wie schon 2015 die Britin Kimberley Woods. Im Canadier-Zweier der Männer belegten Franz Anton und Jan Benzien (Leipzig), Olympia-Vierte von Rio, den fünften Rang. Robert Behling und Thomas Becker (Schkopau), die 2015 EM-Gold geholt hatten, folgten auf Rang acht, Gold ging an die Franzosen Pierre Picco und Hugo Biso.

Gold und Silber am Freitag

Am Freitag hatte der DKV in den nicht olympischen Teamevents Gold und Silber gewonnen. Den EM-Titel holte sich die Canadier-Einer-Mannschaft mit Sideris Tasiadis (Augsburg), Nico Bettge und Anton (beide Leipzig), Rang zwei ging an die C1-Frauen mit Stöcklin, Andrea Herzog (beide Leipzig) und Birgit Ohmayer (Augsburg).

Die EM wird am Sonntag mit den Entscheidungen im Kajak-Einer der Frauen (15.07 Uhr) und Canadier-Einer der Männer (15.39 Uhr) abgeschlossen. Bei den Sommerspielen 2016 in Rio waren die deutschen Slalom-Kanuten erstmals in der Olympiageschichte ohne Medaille geblieben.

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