Ex-Weltmeister hat WM-Qualifikation fest im Blick

Hambüchen beim Comeback stark wie Popeye

Von dapd
Sonntag, 07.08.2011 | 14:17 Uhr
Fabian Hambüchen ist nach seiner Verletzungspause an das Reck zurückgekehrt
© Getty
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Am Anfang gestürzt, am Ende gefeiert - Ex-Weltmeister Fabian Hambüchen war mit dem ersten Wettkampf nach seinem Achillessehnenriss im Januar zufrieden und blickt optimistisch auf die erste WM-Qualifikation am kommenden Wochenende.

Fabian Hambüchen stieß erst seine rechte Faust Richtung Hallendecke und dann einen mächtigen Schrei aus. "Come on", brüllte der langjährige deutsche Vorturner, nachdem er auch den heiklen Abgang mit Doppelsalto und doppelter Schraube am Reck sicher gestanden hatte.

Mit dem emotionalen Ausbruch rief der 23-Jährige lautstark das Ende seiner siebenmonatigen Leidenszeit aus. Erleichtert und glücklich resümierte der Reck-Weltmeister von 2007 nach seinem ersten Wettkampf seit seinem Achillessehnenriss: "Das Ding hält. Ich habe keine Schmerzen und bin super happy, dass es so gut geklappt hat."

Medaillenträchtige Reckübung

Eine Woche vor der WM-Qualifikation in Altendiez feierte Hambüchen beim Bundesligaduell seines Klubs KTV Straubenhardt in der mit 500 Zuschauern gut gefüllten Halle der KTG Heidelberg ein ebenso umjubeltes wie beeindruckendes Comeback.

"Das hat für mich top reingepasst, um für die WM-Quali zu testen", sagte Hambüchen nach dem Wettkampf. Vor allem an seinem Lieblingsgerät ließ er kaum erkennen, dass seine Karriere am seidenen Faden gehangen hatte.

Für seine mit einer spektakulären Dreierkombination gespickte Vorstellung am Reck, Ausgangswert 7,5, erhielt der Mann aus Wetzlar die Tageshöchstnote von 16,65 Punkten. "Mit dieser Übung habe ich immer eine Chance auf einen der ersten drei Plätze, wenn ich sie sauber turne", stellte Hambüchen nach der noch nicht ganz perfekten Präsentation seiner Kür für Olympia zufrieden fest.

WM auf dem Terminkalender

London 2012 ist das große Ziel. Was nicht heißt, dass der in Deutschland nicht mehr allein herrschende Turnstar für dieses Jahr keine Ambitionen hätte. Die Weltmeisterschaft im Oktober in Tokio steht auf Hambüchens Terminkalender.

Doch einen Freifahrtschein gibt es für den Rekonvaleszenten, dem die Ärzte für Boden und Sprung noch kein grünes Licht erteilten, nicht.

"Klar, das hängt davon ab, wie die Qualis laufen und was der liebe Bundestrainer sagt", sagte Hambüchen etwas spitz und merkte an, dass Chefcoach Andreas Hirsch wohl kaum an ihm vorbeikommen werde, wenn er am nächsten Samstag die Leistungen von seinem Heidelberger Härtetest wiederhole.

Hirsch muss entscheiden, ob er seine ehemalige Spitzenkraft auch ohne Einsatzchance im Sechskampf nominiert. Es geht für die Mannschaft immerhin um das Olympiaticket.

Bockiges Pauschenpferd

Die Rückkehr Hambüchens ins Wettkampfgeschehen hatte nicht gerade vielversprechend begonnen. Der ehemalige Sportler des Jahres gab zu: "Ich war sehr verkrampft und angespannt."

Zweimal stieg er vom Pauschenpferd ab mit dem Ergebnis, dass Gastgeber Heidelberg zu seinen einzigen Punkten bei der 4:160-Niederlage kam.

"Ich bin der Sündenbock im Team", kommentierte Hambüchen süffisant sein Missgeschick. "Schön gebockt hat der Gaul heute." Für die WM-Qualifikation müsse er an diesem Gerät noch zulegen.

Zwei Kilo mehr Muskelmasse

Draufgepackt hat Hambüchen körperlich. Das viele Krafttraining hat angeschlagen. Sieben Kilo hatte er zwischenzeitlich mehr auf die Waage gebracht.

"Er sah aus wie Popeye", sagte sein Vater und Trainer Wolfgang Hambüchen. So stark wie die Comic-Figur ist der Junior immer noch, zwei Kilo mehr Muskelmasse als vor einem Jahr sind geblieben. Mit dem Effekt, dass Fabian Hambüchen ein Kraftteil mehr in seine Übung an den Ringen einbauen konnte.

"Gut", bewertete er seine Vorstellung an diesem Gerät, bei dem er zur Schonung des bandagierten linken Fußes bei der Landung eine weichere Matte nutzten durfte. Die Kür am Barren nannte er "mit die beste Übung", die er je geturnt habe. Und am Reck ("das war Fight-Club von Anfang bis zum Ende") ist Fabian Hambüchen schon wieder ganz der Alte.

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