Handball-WM: Deutschland - Chile 35:14

DHB-Team erledigt Pflichtaufgabe souverän

Sonntag, 15.01.2017 | 16:18 Uhr
Das DHB-Team hat sein zweites WM-Gruppenspiel gegen Chile gewonnen
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Nach dem Auftaktsieg gegen Ungarn hat Deutschland auch sein zweites Vorrundenspiel bei der WM in Frankreich gewonnen. Die Mannschaft von Bundestrainer Dagur Sigurdsson setzte sich in Rouen völlig problemlos mit 35:14 (17:6) gegen Chile durch. Nächster Gegner ist am Dienstag Saudi-Arabien (17.45 Uhr im LIVETICKER).

Für das DHB-Team war es das erste Aufeinandertreffen mit Chile überhaupt. Die Südamerikaner hatten in ihrem ersten Gruppenspiel mit ihrem Sieg gegen Weißrussland für eine faustdicke Überraschung gesorgt. Diesmal waren sie allerdings chancenlos.

Bester deutscher Werfer war Jannik Kohlbacher mit 8 Toren. Zudem trugen sich Rune Dahmke (7), Julius Kühn, Uwe Gensheimer (beide 4), Patrick Wiencek, Kai Häfner, Simon Ernst (alle 3), Tobias Reichmann (2) und Niclas Pieczkowski (1) in die Torschützenliste ein.

Bei den Chilenen trafen Cristian Moll, Emil Feuchtmann, Esteban Salinas und Javier Frelijj (alle 2) noch am zuverlässigsten.

BOXSCORE: Deutschland vs. Chile

Die Reaktionen:

Dagur Sigurdsson (Bundestrainer): "Es war wichtig, dass alle Spieler ins Turnier kommen. Jetzt sind alle drin, deshalb habe ich viel gewechselt. Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft zufrieden."

Bob Hanning (DHB-Vizepräsident): "Wir haben die Aufgabe humorlos bewältigt und mit ganz viel Spaß gespielt."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Spiel: Anders als gegen Ungarn beginnt Sigurdsson diesmal mit Wolff statt Heinevetter im Kasten. Dahmke startet für Gensheimer auf Linksaußen, Kühn, Ernst und Häfner bilden den Rückraum. Rechtsaußen darf Reichmann für Groetzki ran, Wiencek spielt am Kreis.

7.: Was für eine Parade! Wolff spielt einen schönen Pass über das gesamte Feld auf Reichmann, der ganz alleine vor dem Kasten steht. Der Rechtsaußen steigt hoch und wirft, aber Keeper Oliva zeigt eine Glanztat. 3:2 für Deutschland.

14.: Stark von Häfner. Obwohl ein Chilene an seinem Trikot hängt, tankt sich der Rückraumspieler durch und wirft Oliva den Ball durch die Hosenträger. 8:3 führen die Bad Boys, es scheint die erwartet klare Angelegenheit zu werden.

24.: Etwas kleinliche Entscheidungen der lettischen Schiris Licis und Sondors, die Wiencek und Kohlbacher jeweils Zwei-Minuten-Strafen verpassen, sorgen dafür, dass Deutschland fast zwei Minuten in doppelter Unterzahl agieren müssen. Und was machen die Chilenen daraus? Nichts! 0:0 endet diese Phase, weil Wolff drei Mal toll pariert. 12:4 führt die Sigurdsson-Truppe.

30.: Halbzeit in der Kindarena. Das DHB-Team hat die Partie zu 100 Prozent im Griff. Das Ergebnis: 17:6.

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38.: Die Partie hat natürlich längst jegliche Spannung verloren, das DHB-Team ist zu überlegen. Chile wirft vorne den Ball einfach weg, die Bad Boys zünden den Turbo. Kohlbacher schließt den Tempogegenstoß lässig zum 22:9 ab.

43.: Kohlbacher holt den Siebenmeter raus, klarer Fall für Gensheimer. Uns Uwe tritt an und lässt Torhüter Barrientos keine Chance - 25:9.

53.: Wolff hat einmal mehr zugeschlagen. Ceballos läuft den Tempogegenstoß und will dem Kieler den Ball direkt unter die Latte knallen. Doch der reißt den Arm nach oben und lenkt die Kugel über den Kasten. Stark!

60.: Das Spiel ist aus! Deutschland gewinnt ganz locker mit 35:14.

Der Star des Spiels: Andreas Wolff. Wenn Chile die unter dem Strich gute Deckung des DHB-Teams mal knacken konnte, dann war der böse Wolff mit tollen Paraden zur Stelle. Der THW-Keeper parierte in der ersten Halbzeit 10 von 16 Würfen und damit 63 Prozent. Letztlich standen für Wolff 16 Paraden und eine Quote von 53 Prozent zu Buche.

Der Flop des Spiels: Diego Reyes. Der 24-Jährige war mit seiner Rolle im linken Rückraum völlig überfordert und war auch in der Deckung ein Risikofaktor für sein Team. Einige seiner schlechten Pässe führten zu Ballverlusten, zudem zündete Reyes den einen oder anderen vogelwilden Wurf. Seine Quote stand entsprechend bei 20 Prozent (1 von 5), er verwandelte lediglich einen Siebenmeter.

Das fiel auf:

  • Die Chilenen versuchten es immer wieder mit einer extrem offensiven Deckung. Ein, zwei schnelle Pässe genügten der deutschen Mannschaft allerdings meistens, um eine Lücke in der Abwehr zu reißen.
  • Da Deutschland mit seinem Mittelblock um Wiencek und Lemke die Chilenen vor teilweise unlösbare Aufgaben stellte, verloren die Südamerikaner oft leicht den Ball. Das hatte zur Folge, dass die deutsche Mannschaft zu einigen Tempogegenstößen kam.
  • Ein Manko war, dass die DHB-Truppe mit der Chancenverwertung etwas schluderte und die eine oder andere 100-prozentige Möglichkeit liegen ließ. Insgesamt lag die Quote bei 70 Prozent.
  • Simon Ernst übernahm fast immer die Rolle des Spielmachers und machte seine Sache mit nur einem Fehlwurf ordentlich. Er wurde außerdem auf der halbrechten Position als Backup für Häfner eingesetzt.
  • Die Kreisläufer Wiencek und Kohlbacher waren - auch aufgrund der körperlichen Überlegenheit - ein viel größerer Faktor als noch gegen Ungarn, als sie im Angriff abgemeldet waren. Beide zusammen kamen auf 11 Tore.
  • Heinevetter war der einzige DHB-Spieler, der keine Sekunde auf dem Feld verbrachte. Der gegen Ungarn überragende Gensheimer kam nur für die Siebenmeter rein, auch Groetzki und Drux mischten nur wenige Minuten mit. Drux tat sich in der ersten Halbzeit weh, die Verletzung ist aber offenbar nicht schlimmer.
  • Beim Sieg gegen Weißrussland waren Erwin Feuchtmann, Esteban Salinas und Rodrigo Salinas für insgesamt 22 der insgesamt 32 chilenischen Treffer verantwortlich. Umso überraschender war es, dass Coach Mateo Garralda sein Top-Trio in den ersten 15 Minuten komplett auf der Bank schmoren ließ.

Die WM 2017 im Überblick

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