Sonntag, 01.12.2013

HBL, 16. Spieltag: Roundup

Löwen-Sieg in Melsungen

Am 16. Spieltag setzen sich die Rhein-Neckar Löwen dank dem überragenden Andy Schmid in Melsungen durch. Bereits am Samstag patzte Hamburg, das gegen Lemgo nicht über ein Remis hinauskam.

Andy Schmid war beim Sieg der Löwen in Melsungen der überragende Spieler
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Andy Schmid war beim Sieg der Löwen in Melsungen der überragende Spieler

MT Melsungen - Rhein-Neckar Löwen 27:30 BOXSCORE

45 Minuten lang lieferte Melsungen den Löwen in der Rothenbach-Halle in Kassel einen harten Fight. Dann drehten die Gäste bei einem 18:19-Rückstand auf und entschieden die Partie zu ihren Gunsten. Die Hauptgründe: Löwen-Spielmacher Andy Schmid, der mit zehn Toren der überragende Mann der Partie war, nahm das Heft in der entscheidenden Phase in die Hand und machte den Unterscheid aus. Zudem leistete sich Melsungen ein paar Fehler zu viel.

"Ich bin glücklich, dass wir gewonnen haben. Möglicherweise ist Melsungen ein wenig die Puste ausgegangen und wir hatten vielleicht auch in der ein oder anderen Szene ein wenig mehr Glück", sagte Schmid bei "Sport1". So fiel es auch nicht ins Gewicht, dass die Löwen in den letzten 14 Minuten auf Kim Ekdahl Du Rietz verzichten mussten. Der Schwede erhielt seine dritte Zwei-Minuten-Strafe und sah Rot.

Bester Werfer bei Melsungen, das nach wie vor einen hervorragenden sechsten Platz belegt, war Michael Müller mit sieben Toren. Für die Löwen war es wettbewerbsübergreifend der sechste Sieg in Folge. Damit bleiben die Badener in der Spitzengruppe der Liga.

GWD Minden - Frisch Auf Göppingen 31:28 BOXSCORE

HSV Hamburg - TBV Lemgo 35:35 BOXSCORE

Während die Hamburger oft verkrampften, spielte das Team von Trainer Niels Pfannenschmidt in der Hansestadt groß auf und kamen am Ende zum verdienten Punktgewinn. Kentin Mahe hätte den Ausflug für die Lemgoer noch vermiesen können, der Hamburger traf jedoch mit dem letzten Wurf der Partie nur den Pfosten.

Angeführt wurden die Gäste vom herausragenden Benjamin Herth, der insgesamt gleich 13 Tore warf und somit für die höchste Trefferausbeute des TBV in der laufenden Saison sorgen konnte. Herth war es auch, der elf Sekunden vor dem Ende den verdienten Ausgleich für die Lemgoer erzielen konnte.

Die Gäste hatten die meiste Zeit des Spiels die Führung inne, diese erst sieben Minuten vor dem Ende verspielt und damit die Ansage ihres Coaches, sie wollten "ohne Druck nach Hamburg fahren, locker aufspielen und unseren Auftritt in der o2 World mit Spaß absolvieren" beeindruckend in die Tat umgesetzt. Bester Werfer der Hamburger, die den TBV-Angriff um Herth nie in den Griff bekamen, war Domagoj Duvnjak mit neun Treffern, Hans Lindberg steuerte sieben Tore zum Punkverlust hinzu.

Der HSV Hamburg schloss damit zwar nach Punkten zwar zu den Rhein Neckar Löwen auf, bleibt aber aufgrund des Torverhältnis hinter den Süddeutschen. Lemgo kann sich dagegen mit Abstand zu den Abstiegsrängen wieder auf die einstelligen Tabellenregionen konzentrieren.

HBW Balingen-Weilstetten - SG Flensburg-Handewitt 24:32 BOXSCORE

Nach dem wichtigen Heimsieg gegen den THW Kiel galt es für Flensburg, diesen Erfolg in Balingen zu bestätigen und die gerade errungene Tabellenführung zu verteidigen. Das gelang dem Team von Ljubomir Vranjes relativ souverän. Die Gastgeber agierten wie gewohnt im Angriff oft mit einem siebten Feldspieler anstelle des Torwarts, kassierten dadurch aber eine Reihe schneller Gegentore.

HBW-Trainer Rolf Brack, der den Club nach der Saison verlässt und Schweizer Nationalcoach wird, probierte im Angriff viel aus und so schaffte es Balingen mit einem gut aufgelegten Torwart Nikolas Katsigiannis den Rückstand zur Pause mit 13:16 einigermaßen erträglich zu gestalten. In einer hart geführten Partie - teilweise hatten beide Teams jeweils zwei Spieler mit Zeistrafe draußen sitzen - verlor Flensburg zu Beginn des zweiten Durchgangs etwas den Faden.

Erst als Steffen Weinhold, mit sieben Treffern bester Torschütze der Partie, das Spiel an sich riss, konnte Flensburg sich wieder absetzen und das Spiel nach Hause bringen.

THW Kiel - TuS-N Lübbecke 37:30 BOXSCORE

Die Gäste waren stark ersatzgeschwächt mit nur zehn Spielern an die Förde gereist, beim THW konnten Filip Jicha und Aron Palmarsson, die vor dem Spiel fraglich gewesen waren, mitwirken. Schnell stellte sich heraus, dass es für Lübbecke hier an diesem Tag nichts zu bestellen geben würde. Angeführt vom gut aufgelegten Jicha, der sieben seiner acht Tore vor der Pause erzielte, setzte sich der THW schnell ab und führte zur Halbzeit bereits mit 22:16, hätte aber durchaus höher vorn liegen können.

Im zweiten Durchgang kehrte zunächst der Schlendrian ins THW-Spiel ein, den trieb Alfred Gislason seinem Team in einer Auszeit aber schnell wieder aus. Danach stand dem deutlichen Sieg der Zebras nichts mehr im Wege. Neben Jicha zeichnete sich Dominik Klein im Angriff mit sechs Toren aus.

Bergischer HC 06 - Füchse Berlin 25:36 BOXSCORE

Die Gäste aus Berlin legten im Auftaktspiel des 16. Spieltags den Grundstein zum Sieg schon in den ersten Spielminuten. Nach drei Minuten stand es bereits 4:0 für die Füchse, Konstantin Walerjewitsch Igropulo und Jesper Nielsen trafen jeweils zweimal - eine Führung, die sie bis zur Pause behaupteten.

Im zweiten Durchgang baute Berlin seine Führung Tor um Tor aus, der Bergische HC hatte dem international erfahrenen Gegner nicht wirklich etwas entgegenzusetzen und kassierte am Ende eine auch in dieser Höhe verdiente Niederlage.

Die Torschützenkönige der letzten 10 Jahre
Saison 2005/2006: Gudjon Valur Sigurdsson (VfL Gummersbach), 264 Tore (69 Siebenmeter)
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Saison 2005/2006: Gudjon Valur Sigurdsson (VfL Gummersbach), 264 Tore (69 Siebenmeter)
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Saison 2006/2007: Kyung-Shin Yoon (HSV Hamburg), 236 Tore (88 Siebenmeter)
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Saison 2006/2007: Kyung-Shin Yoon (HSV Hamburg), 236 Tore (88 Siebenmeter)
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Saison 2007/2008: Konrad Wilczynski (Füchse Berlin), 237 Tore (128 Siebenmeter)
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Saison 2007/2008: Konrad Wilczynski (Füchse Berlin), 237 Tore (128 Siebenmeter)
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Saison 2008/2009: Savas Karipidis (MT Melsungen), 282 Tore (116 Siebenmeter)
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Saison 2008/2009: Savas Karipidis (MT Melsungen), 282 Tore (116 Siebenmeter)
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Saison 2009/2010: Hans Lindberg (HSV Hamburg), 257 Tore (135 Siebenmeter)
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Saison 2009/2010: Hans Lindberg (HSV Hamburg), 257 Tore (135 Siebenmeter)
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Saison 2010/2011: Anders Eggert (SG Flensburg-Handewitt), 248 Tore (132 Siebenmeter)
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Saison 2010/2011: Anders Eggert (SG Flensburg-Handewitt), 248 Tore (132 Siebenmeter)
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Saison 2011/2012: Uwe Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen), 247 Tore (84 Siebenmeter)
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Saison 2011/2012: Uwe Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen), 247 Tore (84 Siebenmeter)
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Saison 2012/2013: Hans Lindberg (HSV Hamburg), 235 Tore (99 Siebenmeter)
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Saison 2012/2013: Hans Lindberg (HSV Hamburg), 235 Tore (99 Siebenmeter)
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Saison 2013/2014: Marko Vujin (THW Kiel), 248 Tore (66 Siebenmeter)
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Saison 2013/2014: Marko Vujin (THW Kiel), 248 Tore (66 Siebenmeter)
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Saison 2014/2015: Robert Weber (SC Magdeburg), 271 Tore (99 Siebenmeter)
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Saison 2014/2015: Robert Weber (SC Magdeburg), 271 Tore (99 Siebenmeter)
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Die Füchse zeigten offensiv eine geschlossene Mannschaftsleistung, aus der Fredrik Petersen mit sechs Treffern herausstach, insgesamt erzielten acht Spieler mehr als drei Tore. Bei den Gastgebern überzeugte Alexander Oelze ebenfalls mit acht Treffern. Der Tabellendritte Berlin erwartet nun im Spitzenspiel den THW Kiel, während der Bergische HC beim TuS N-Lübbecke seinen Platz im Mittelfeld der Tabelle sichern will.

HSG Wetzlar - Emsdetten 24:19 BOXSCORE

Bei der Rückkehr des ehemaligen Welthandballers Ivano Balic hat Wetzlar einen mühsamen Heimsieg gegen den Aufsteiger verbucht. Die Hessen gewannen trotz zweitweisen Rückstandes und verbesserten sich vorerst auf den elften Rang. Der kroatische Spielmacher Balic war nach einer Rückenverletzung wieder ins Team gerückt, er blieb jedoch ohne Torerfolg. Überragender Wetzlarer war Kevin Schmidt mit zehn Treffern.

VfL Gummersbach - TSV Hannover-Burgdorf 21:25 BOXSCORE

Eisenach - SC Magdeburg 23:31 BOXSCORE

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