Fussball

"Scheiße, wir steigen auf!"

Von Simon Ommer
Wie fügt sich das Puzzle zusammen? Vier Teams jagen Überraschungsspitzenreiter Union Berlin

Mit dem Sieg gegen Nürnberg hat sich Union Berlin an die Spitze der zweiten Liga gekämpft - die Eisernen wollen nun erstmals ins Oberhaus. Der VfB Stuttgart steht in der Krise und hinkt aktuell hinter den Erwartungen zurück, bei Hannover 96 gibt es eine neue Doppelspitze. Eintracht Braunschweig ist zurück im Rennen um einen der begehrten Plätze. Schafft ein Aufsteiger den Durchmarsch? SPOX blickt auf das Aufstiegsrennen in der 2. Liga.

Dynamo Dresden (5. Platz, 41 Punkte, 39:29 Tore)

Restprogramm: Heidenheim (H), Braunschweig (A), Düsseldorf (H), Fürth (A), Bochum (A), 1860 München (H), Karlsruhe (A), Bielefeld (H)

Dynamo ist on fire! Die Mannschaft von Uwe Neuhaus hat sich in den letzten Wochen mehr und mehr ins Rampenlicht gespielt und ist zumindest auf Tuchfühlung zu den Aufstiegsrängen. Zehn Punkte aus den letzten vier Spielen sind eine starke Bilanz.

Der Rückstand auf das Spitzen-Quartett beträgt zwar noch fünf Punkte, aber das Restprogramm ist durchaus machbar. Der Aufstieg wäre dennoch eine Sensation, wenn man bedenkt, dass Dresden erst 2016 die Rückkehr in die zweite Liga geschafft hat.

Doch was macht den Klub aus dem Osten derzeit so stark? Stichwort Entwicklung: "Wir haben uns im Laufe der Saison in vielen Bereichen verbessert", stellt Trainer Neuhaus fest. Blickt man auf die Tabelle, wird schnell klar, was der Übungsleiter meint. Zu Beginn und in der Mitte der Saison rangierte Dynamo stets im Tabellenmittelfeld, seit der Rückrunde macht man peu a peu Boden gut.

Darüber hinaus ist auch die Spielweise für einen Aufsteiger außergewöhnlich. Dynamo hat meistens deutliche Vorteile im Ballbesitz. Gegen Sandhausen hatte man zu über 70 Prozent der ersten Halbzeit den Ball in den eigenen Reihen.

Viel spricht jedoch nicht für Dresden. Der Rückstand auf die Topteams ist nicht unmöglich, trotzdem fast nicht wettzumachen. Dynamos Kader ist zwar sehr ausgeglichen, das Quartett an der Spitze hat womöglich jedoch mehr Qualität. Aber: Mit den euphorischen Fans im Rücken kann die Mannschaft auf der Erfolgswelle getragen werden.

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