Leipzigs Neuzugang Naby Keita

Bulle aus dem Labor

Von Robert Arndt
Mittwoch, 29.06.2016 | 13:43 Uhr
Naby Keita wechselte für 15 Millionen Euro von Salzburg zu RB Leipzig
© getty
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Kein Breel Embolo, dafür aber einen Naby Keita. Heimlich, still und leise hat RB Leipzig seinen Königstransfer abgewickelt und sich erneut beim Schwesterverein in Salzburg bedient. Mit Keita kommt ein typischer Bullen-Spieler nach Sachsen, der noch große Ziele hat.

Wer zu Beginn der vergangenen Saison einen Blick in das Stadionheft von Red Bull Salzburg warf, staunte nicht schlecht. Grund war das dort abgedruckte Interview mit Naby Keita, der eine gute erste Saison in Österreich gespielt hatte, aber bei weitem nicht überragend war.

"Ich wünsche mir Gesundheit, dass ich der beste afrikanische Fußballer der Welt werde und dass ich mal für Barcelona spiele", antwortete der damals 20-Jährige aus Guinea auf die Frage, was seine Wünsche für die Zukunft seien. An Selbstbewusstsein mangelte es dem jungen Mann, der sich ansonsten doch sehr bescheiden gibt, bereits damals nicht.

Im Gegenteil: Jene Sätze im Red Bulletin, dem Stadionmagazin der Salzburger, bestätigte Keita mit starken Auftritten in der Champions League-Qualifikation gegen Malmö FF. An ihm lag es nicht, dass in der Abwehr desolate Salzburger mit 0:3 wieder einmal den Kürzeren ziehen müssen. Dabei kristallisierte sich aber mehr und mehr heraus: Keita ist der unumstrittene Chef im Mittelfeld.

Der Bullen-Prototyp

Auch neben dem Platz akklimatisierte sich Keita schnell. Franz "Franky" Schiemer, der mit Keita noch in Salzburg zusammenspielte, bestätigt diese Eindrücke im Gespräch im SPOX: "Er ist ein so offener Mensch, wissbegierig und offen für neue Kulturen. Naby kann man einfach nur gern haben."

Keita ist quasi der Prototyp dafür, wie ein zentraler Mittelfeldspieler im Bullen-System funktionieren soll. Er zeigt sich nimmermüde, presst sofort auf den Gegner, ist stark in der Balleroberung, schnell im Umschalten und hat ein enormes Tempo mit dem Ball. Die Entwicklung und gewonnene Abgeklärtheit, die sich Keita in den zwei Jahren in Salzburg angeeignet hat, ist beeindruckend.

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"Er hat von Anfang an Fuß gefasst bei uns. Naby ist so handlungsschnell und so ballfest. Dazu konnte er sich an unser Tempo schnell gewöhnen. Er ist ein außergewöhnlicher Spieler in Österreich gewesen", berichtet Schiemer.

Genau diese Eigenschaften sollen nun das Leipziger Mittelfeld ankurbeln: "Er passt mit seiner Dynamik, seinen herausragenden technischen und taktischen Fähigkeiten sowie seinem Charakter ideal zu uns und unserer jungen Mannschaft", so Sportdirektor Ralf Rangnick, der Keita 2014 aus der Ligue 2 vom FC Istres für schlappe zwei Millionen Euro an die Salzach lotste.

Chef in der Zentrale

Laut Informationen der Leipziger Volkszeitung sollen nun, zwei Jahre später, 15 Millionen Euro innerhalb des Konzerns Red Bull von Leipzig nach Salzburg gewandert sein. Grund dafür ist der Durchbruch von Keita in der vergangenen Saison. Mit den Schlüsseln im Mittelfeld der Bullen ausgestattet, blühte der Guineer auf und hatte bereits nach der Hinrunde in 18 Spielen acht Treffer und insgesamt 14 Torbeteiligungen im Statistikbogen stehen.

2016 erlebte sein steiler Aufstieg einen leichten Dämpfer. Zu Beginn der Rückrunde erkrankte der Afrikaner an Malaria und wirkte nach der Infektion nicht mehr vollends fit, was seinem laufintensiven und physischen Spiel natürlich schadete. Die Spielerkollegen und Trainer hatte er dennoch überzeugt und wurde zum Spieler der Saison gewählt. Auch in seiner Heimat Guinea wurde er Fußballer des Jahres.

Keita führte Salzburg zusammen mit Fanliebling und Torjäger Jonathan Soriano zur dritten Meisterschaft und zum zweiten Double in Serie. In insgesamt 81 Pflichtspielen für die Österreicher erzielte der 21-Jährige 20 Tore und war an weiteren elf beteiligt.

Schlüsselspieler

Nun also der Wechsel in eine europäische Top-Liga. Selbst die finanziellen Schwergewichte des europäischen Fußballs wie der FC Arsenal oder Tottenham Hotspur zeigten Interesse am 1,72-Meter-Mann. Den Zuschlag erhielt jedoch RB Leipzig, das anders als bei den Fällen Sadio Mane, Kevin Kampl oder Martin Hinteregger mit dem Pfund Bundesliga wuchern konnte.

Keita wird eine wichtige Rolle in der ersten Saison im Oberhaus zukommen. Ein Spielertyp wie er fehlte den Sachsen noch in der Aufstiegssaison. Am nächsten kam dem vielleicht noch Diego Demme, dessen Tauglichkeit für die Bundesliga allerdings fraglich ist.

Keita wird die Verzahnung im Leipziger Spiel sein, der Motor des Spiels. Der Guineer ist kein klassischer Spielmacher, sondern eher ein sogenannter Box-to-Box-Spieler. Wahrscheinlich erscheint, Stand jetzt, ein Mittelfeld mit Ilsanker auf der Sechs und Keita und Kaiser auf den Halbpositionen.

Die nächste Stufe?

Eine Menge Verantwortung wird also dem jungen Keita auferlegt. Man wird abwarten müssen, inwieweit er die Erwartungen umsetzen kann, denn in der Bundesliga wird die Gangart eine andere sein als in Österreich, wo Keita deutlich schwächere Gegner vorfand und seine Mannschaft den Gegnern meist haushoch überlegen war.

Keita wird sicher eine gewisse Anlaufzeit benötigen, wie es auch schon in Salzburg der Fall war. Doch die Philosophie der Leipziger baut auf dem Vertrauen und die Entwicklung solch hoffnungsvoller Spieler auf.

Schiemer hat hingegen keine Zweifel, dass Keita auch in der deutschen Bundesliga eine gute Rolle spielen wird: "Er hat die Gabe, Situationen zu erkennen und zu lösen. Das Tempo in der Bundesliga wird für ihn kein Problem sein. Er ist auch noch so jung und steht erst am Anfang. Er wird sicher noch besser werden."

Die Bundesliga und im Speziellen RB Leipzig dürfen sich also auf einen jungen und aufregenden Spieler mehr freuen, dessen Entwicklung mit gerade mal 21 Lenzen noch lange nicht beendet ist. In Leipzig findet er ideale Voraussetzungen und vor allem die Möglichkeit, konstant und viel auf hohem Niveau zu spielen.

Denn wie bereits im Sommer 2015 im Stadionheft angekündigt: Naby Keita möchte hinaus in die ganz große Fußball-Welt. Leipzig und die Bundesliga sind der nächste Schritt auf der Karriereleiter. Der Traum vom FC Barcelona und dem Titel "Afrikas Fußballer des Jahres" scheint ein Stückchen greifbarer.

Naby Keita im Steckbrief

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