Portugal - Spanien 3:3: Dreierpack! Cristiano Ronaldo rettet dem Europameister ein Remis

Freitag, 15.06.2018 | 21:52 Uhr
Cristiano Ronaldo traf dreimal gegen Spanien.
© getty
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Cristiano Ronaldo hat Portugal am ersten Spieltag der WM-Gruppe B in einem spektakulären Spiel einen Punkt gegen Spanien gerettet. Der Weltfußballer erzielte einen Dreierpack und führte den Europameister gegen die Spanier zu einem 3:3 (2:1).

Die frühe Führung durch einen verwandelten Foulelfmeter von Cristiano Ronaldo spielte Portugal in die Karten. So konnte sich der Europameister zurückziehen, gut geordnet verteidigen und immer wieder gefährlich über den schnellen Ronaldo kontern. Spanien brauchte eine Viertelstunde, um ins Spiel zu kommen.

Dann fanden die Spanier ihre Passsicherheit und spielten sich häufig mit starkem Direktspiel zwischen die Linien. Fortan entwickelte sich ein unterhaltsames Spiel. Kurz nach einem schwach zu Ende gespielten Konter der Portugiesen (Guedes versprang Ronaldos Zuspiel) glich Diego Costa aus, nur wenige Minuten später traf Isco die Latte.

Spanien entwickelte ein immer größeres Übergewicht. Portugal kam kaum noch an den Ball. Ronaldos erneutes Führungstor kurz vor der Pause kam entsprechend aus dem Nichts. Dabei profitierte er von einem üblem Fehler von Spaniens Torhüter David De Gea, der den eigentlich sehr zentralen Schuss durch die Finger rutschen ließ.

Im zweiten Durchgang drehte Spanien die Partie innerhalb von drei Minuten: erst durch Costa aus kürzester Distanz nach einer einstudierten Freistoßvariante, dann durch ein Traumtor von Rechtsverteidiger Nacho. Portugal versuchte in der letzten halben Stunde, mehr nach vorne zu spielen. Dadurch öffneten sich Räume, die Spanien allerdings nicht konsequent nutzte. Kurz vor Schluss traf Cristiano Ronaldo mit einem direkt verwandelten Freistoß doch noch zum Unentschieden.

Die Daten des Spiels Portugal - Spanien

Tore: 1:0 Cristiano Ronaldo (4./Foulelfmeter), 1:1 Diego Costa (24.), 2:1 Cristiano Ronaldo (44.), 2:2 Diego Costa (55.), 2:3 Nacho (58.), 3:3 Cristiano Ronaldo (88.)

  • Cristiano Ronaldo ist der erste Spieler in der Geschichte, der in acht aufeinanderfolgenden großen Turnieren mindestens ein Tor erzielte. Darüber hinaus ist Ronaldo der vierte Spieler, der in vier unterschiedlichen WM-Turnieren traf (nach Pele, Miroslav Klose und Uwe Seeler).
  • Diego Costa hat mit seinen beiden ersten Torschüssen bei einer Weltmeisterschaft seine ersten beiden Tore erzielt.
  • Cristiano Ronaldos Tor zum 3:3 war sein erster direkter Freistoß bei einer WM oder EM im 45. Versuch.

Der Star des Spiels: Cristiano Ronaldo (Portugal)

Was für eine Vorstellung! Trug die portugiesische Offensive im Alleingang. Zog immer wieder bei Kontern zum Sprint an und hatte in einer Gegenstoß-Situation Pech, dass Guedes seine Vorlage so schwach verarbeitete. Selbst machte er es besser, erzielte drei Tore und sorgte damit im Alleingang für den Punktgewinn des Europameisters.

Der Flop des Spiels: David De Gea (Spanien)

In einer Phase, in der Spanien die Portugiesen an die Wand spielte, brachte sein dicker Patzer den Gegner zurück ins Spiel.

Der Schiedsrichter: Gianluca Rocchi (Italien)

Bereits in der 3. Minute gefordert. Der Foulelfmeter war in dieser Situation auf jeden Fall die korrekte Entscheidung, wenngleich Ronaldo den Kontakt mit Nacho bewusst suchte. Doch er war eben da. Diego Costas Ellbogeneinsatz gegen Pepe vor dem Ausgleichstreffer hätte er durchaus abpfeifen können. Das tat er auch in Absprache mit dem VAR nicht - eine sehr fragwürdige Entscheidung. Darüber hinaus souverän und mit der richtigen Linie in den persönlichen Strafen.

Reaktionen der Trainer von Portugal und Spanien

Fernando Santos (Trainer Portugal): "Wir haben Spanien erlaubt, unseren Spielaufbau zu stören. Wir müssen näher am Mann verteidigen. Die Mannschaft hat sich aber wacker geschlagen, gearbeitet und war immer auf der Suche nach einem guten Ergebnis. Aber es gibt eine Menge zu korrigieren."

Fernando Hierro (Trainer Spanien): "Wir haben alle Widrigkeiten überwunden, und das Team hat an sich geglaubt, gekämpft, nicht aufgehört zu glauben. Das ist wichtig bei allem, was passiert ist. Ich denke, wir haben einen wichtigen Schritt gemacht, es ist gut, dass wir so zurückgekommen sind."

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