Freitag, 11.11.2016

WM-Qualifikation, 4. Spieltag - Freitagsspiele

Böller-Attacke auf Lewy überschattet Polen-Sieg

Am 4. Spieltag der WM-Qualifikation hat Polen souverän mit 3:0 in Rumänien gewonnen. Robert Lewandowswki wurde in der zweiten Halbzeit von einem Böller niedergestreckt, ehe er einen Doppelpack schnürte. Vize-Europameister Frankreich drehte sein Heimspiel gegen Schweden, England dominiert das britische Duell. Auch Tschechien und Dänemark dürfen jubeln.

Gruppe A

Frankreich - Schweden 2:1 (1:0)

Tore: 0:1 Forsberg (54.), 1:1 Pogba (57.), 2:1 Payet (65.)

  • Frankreich gab im Stade de France über die kompletten 90 Minuten den Ton an. Das spiegelte sich auch in den nackten Zahlen wider. Am Ende verzeichnete die Mannschaft von Didier Deschamps 21 Torschüsse und hatte mit 65,7 Prozent zudem deutlich mehr Ballbesitz als das Gegenüber (34,3).
  • Paul Pogba und Dimitri Payet waren die auffälligsten Spieler auf dem Platz. Der Superstar von Manchester United erzielte nicht nur den Ausgleich, sondern überzeugte auch mit den meisten Ballaktionen aller Akteure (110). Payet schoss den Siegtreffer und bereitete das Tor von Pogba vor. Zudem gab er gemeinsam mit Pogba und Antoine Griezmann die meisten Torschüsse ab (5).
  • Trotz allem ging die Auswärtsmannschaft überraschend in Führung. Bei dem direkten Freistoß-Treffer von Emil Forsberg (54.) sah Hugo Lloris nicht sonderlich gut aus. Obwohl der Ball eine kuriose Flugkurve hatte, blieb der Spurs-Keeper regungslos stehen.
  • Schweden kassierte gegen Les Blues die erste Niederlage in der Qualifikationsgruppe A. Mit sieben Punkten liegen die Skandinavier nun auf dem zweiten Rang. Frankreich führt die Gruppe mit zehn Punkten souverän an.

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Gruppe C

Nordirland - Aserbaidschan 4:0 (2:0)

Tore: 1:0 Lafferty (27.), 2:0 McAuley (40.), 3:0 McLaughlin (66.), 4:0 Davis (83.)

  • Kyle Lafferty traf gleich mit seinem ersten Schuss ins Schwarze und zur nordirischen Führung. Für den Stürmer von Norwich City war es der dritte Treffer in der laufenden WM-Quali.
  • Effektiv: Auch McAuley und McLaughlin netzten jeweils mit ihrem ersten Torschuss. Lediglich bei Davis war erst der zweite Versuch drin.
  • Aserbaidschan hatte zwar deutlich mehr Ballbesitz, war nach vorne jedoch viel zu harmlos. Bei Halbzeit hatten die Gäste noch keinen Schuss auf das Tor der Hausherren abgegeben, nach 90 Minuten war es lediglich ein einziger.
  • Für die Nordiren, die in der Tabelle auf Platz zwei springen, war es erst der zweite Sieg im fünften Duell mit Aserbaidschan.
  • McAuley ist mit 36 Jahren und 341 Tagen der älteste Torschütze der laufenden Qualifikation.

Tschechien - Norwegen 2:1 (1:0)
Tore: 1:0 Krmencik (11.), 2:0 Zmrhal (47.), 2:1 King (86.)

  • Mit Per Skjelbred und Rune Jarstein von Hertha BSC sowie Nürnbergs Even Hovland starteten bei Norwegen gleich drei Deutschland-Legionäre. Bei Tschechien stand Pavel Kaderabek von Hoffenheim in der Startformation.
  • Die Anfangsphase gehörte klar dem Gastgeber. Tschechien begann mit viel Druck und hatte nach fünf Minuten die erste große Gelegenheit. Torwart Jarstein rettete für Norwegen jedoch spektakulär mit dem Kopf. Die nächste Chance führte schließlich zum Erfolg: Nach elf Minuten traf Debütant Michal Krmencik nach einem starken Konter zur verdienten Führung.
  • Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte setzte die Heimmannschaft weiter Akzente, ohne sich jedoch hochkarätige Möglichkeiten zu erspielen. Ganz früh im zweiten Durchgang legten die Tschechen dann aber nach: Jaromir Zmrhal traf in der 47. Minute zum 2:0.
  • Im zweiten Abschnitt verflachte die Partie etwas, keine Mannschaft konnte sich eine Torchance erarbeiten. Zum Ende der Begegnung kamen die Norweger erstmals in die Partie und setzten sich am Strafraum der Tschechen fest. Folglich erzielte Joshua King den Anschlusstreffer. Weitere Bemühungen kamen jedoch zu spät, müde Tschechen konnten die Führung behaupten.

San Marino - Deutschland 0:8 (0:3)
Tore: 0:1 Khedira (7.), 0:2 Gnabry (9.), 0:3 Hector (32.), 0:4 Gnabry (58.), 0:5 Hector (65.), 0:6 Gnabry (76.), 0:7 Stefanelli (82., ET), 0:8 Volland (85.

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Gruppe E

Armenien - Montenegro 3:2 (0:2)

Tore: 0:1 Kojasevic (36.), 0:2 Jovetic (38.), 1:2 Grigoryan (50.), 2:2 Haroyan (74.), 3:2 Ghazaryan (90.+4)

Dänemark - Kasachstan 4:1 (2:1)

Tore: 1:0 Cornelius (15.), 1:1 Suyumbayev (17.), 2:1 Eriksen (36.), 3:1 Ankersen (78.), 4:1 Eriksen (90.+2)

Rumänien - Polen 0:3 (0:1)

Tore: 0:1 Grosicki (11.), 0:2 Lewandowski (82.), 0:3 Lewandowski (90.+1)

  • Das Spiel wurde von einem Skandal überschattet: Bayern-Star Robert Lewandowski ging in der zweiten Halbzeit zu Boden. Bei einer Ecke Rumäniens hielt er sich im Strafraum auf, als unmittelbar neben ihm ein Böller explodierte. Der Pole brach anschließend zusammen und hielt sich den Kopf. Der Stürmer konnte aber anschließend weitermachen und rächte sich auf seine Weise: Nach einem tollen Solo sorgte er für die Entscheidung. Sein erfolgreicher Elfmeter in der Nachspielzeit war anschließend schon sein 42. Länderspieltor.
  • Die Rumänen hatten im ersten Durchgang überhaupt keinen Zugriff aufs Spiel uns mussten froh sein, nicht schon früh deutlich höher hinten zu liegen. In den ersten 45 Minuten gaben sie nur einen Torschuss ab.
  • Kamil Grosicki düpierte bei seinem Führungstreffer die komplette rumänische Hintermannschaft. Schon kurz nach der Mittellinie setzte er zum Solo an und sprintete fünf Spielern davon - auch sein Abschluss genau unter die Latte saß.
  • Die Polen bleiben damit auch im vierten Spiel ungeschlagen und führen die Tabelle mit zehn Punkten souverän an.

Gruppe F

England - Schottland 3:0 (1:0)

Tore: 1:0 Sturridge (24.), 2:0 Lallana (51.), 3:0 Cahill (61.)

  • Die Partie bot über weite Strecken das zu erwartende Bild: England versuchte sich in der Offensive, Schottland stand hinten drin. Doch wirklich kreativ waren die Three Lions vor allem in der ersten Hälfte nicht, das Niveau der Partie zu diesem Zeitpunkt entsprechend überschaubar.
  • Kurios: Sowohl das 1:0 von Sturridge als auch das 2:0 von Lallana wurden per Kopf erzielt. Beide Spieler sind nicht unbedingt für ihre Kopfballstärke bekannt.
  • Kurios, Nummer zwei: Raheem Sterling vollbrachte das Kunststück, eine Sahne-Flanke von Lallana aus zwei Metern über das Tor zu hauen.
  • Damit blieb eine beeindruckende Serie am Leben: Wenn diese beiden Teams auf englischem Boden aufeinander treffen, hat es seit 1873 kein torloses Spiel mehr gegeben.

Slowakei - Litauen 4:0 (3:0)

Tore: 1:0 Nemec (12.), 2:0 Kucka (15.), 3:0 Skrtel (36.), 4:0 Hamsik (86.)

Malta - Slowenien 0:1 (0:0)
Tor: 0:1 Verbic (47.)

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