Samstag, 30.01.2016
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Primera Division, 22. Spieltag

Barca siegt im Sechs-Punkte-Kracher

Am 22. Spieltag der Primera Division gewinnt der FC Barcelona das Spitzenduell gegen Atletico Madrid mit 2:1 (2:1). Lionel Messi (30.) und Luis Suarez (39.) drehten einen Rückstand durch Koke (9.). Die Rojiblancos sahen zwei Platzverweise.

Vor 94.990 Zuschauern im Camp Nou erzielte Koke (9.) die frühe Führung für die Gäste aus Madrid, Lionel Messi (30.) glich aus, Luis Suarez (38.) drehte das Spiel noch vor der Pause. Filipe Luis sah die Rote Karte nach einem harten Foul an Messi.

Diego Godin folgte seinem Teamkameraden nach dem Wiederanpfiff Richtung Dusche, nachdem er die zweite Gelbe Karte sah. Augusto Fernandez musste wenig später verletzt vom Platz gefahren werden. Der FC Barcelona ist mit vier Treffern an 40 Prozent der Gegentreffer für Atletico (zehn) in dieser LaLiga-Saison verantwortlich.

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Der FC Barcelona enteilt mit einem Spiel in der Rückhand auf drei Punkte. Atletico kann den zweiten Tabellenplatz aber an diesem Spieltag noch nicht an Verfolger Real Madrid verlieren.

Der Spielfim:

Vor dem Anpfiff: Der FC Barcelona kann nach dem 3:1 über Bilbao wieder auf wichtige Personalien zurückgreifen. So steht die Gala-Elf mit Jordi Alba, Sergio Busquets und Andres Iniesta für Thomas Vermaelen, Jeremy Mathieu und Sergi Roberto.

Atletico baut angesichts der formschwachen Stürmer um. Augusto Fernandez rutscht für Luciano Vietto in die erste Elf, damit baut man nach der 2:3-Niederlage im Pokal gegen Celta Vigo wieder auf eine klare 4-4-2-Grundordnung um.

3.: Saul mit dem ersten Versuch aus gut 20 Metern. Bravo muss sich weit strecken, um den Distanzschuss aus dem Winkel zu fischen. Es sollten jetzt alle wach sein.

9., 0:1, Koke: Atletico spielt sich über rechts zur Flanke. Sauls Ball segelt an Alves vorbei, Koke steht völlig alleine am Elfmeterpunkt und sorgt für die frühe Führung.

29.: Suarez startet über links Richtung Grundlinie und erhält nahe des Fünfers den Ball. Oblak kann aber dank spitzem Winkel abwehren.

30., 1:1, Messi: Aber da ist ja noch dieser Argentinier. Neymar spielt auf Alba, der legt zurück, Messi trifft direkt mit dem ersten Kontakt.

38., 2:1, Suarez: Barcelona kann nicht nur flache Doppelpässe. Alves spielt einen genialen Ball über alle Gegner hinweg, Suarez läuft perfekt ein und tunnelt den herauskommenden Oblak.

44., Rote Karte, Filipe Luis: Filipe Luis geht mit gestrecktem Bein in den Zweikampf und trifft Messi auf dem Knie. Es gibt sofort eine Rudelbildung, Luis Enrique ist außer sich. Der Atletico-Verteidiger sieht die Rote Karte, sein Opfer kann weitermachen.

55.: Tolles Solo von Carrasco, der in der eigenen Hälfte startet und bis in den gegnerischen Strafraum zieht. Dort trennt ihn Pique mit einer Grätsche vom Ball. Im Anschluss an die folgende Ecke flankt wieder Carrasco auf Griezmann. Bravo entschärft mit viel, viel Glück.

65., Gelb-Rote Karte, Diego Godin: Das nennt sich inzwischen wohl Herausforderung. Godin rauscht heftig in Suarez rein und sieht die zweite Gelbe Karte. An der Grundlinie eigentlich ein unnötiges Foul, der Gefoulte fliegt meterhoch durch die Luft.

80.: Barca kommt jetzt immer mehr über die rechte Seite, die seit dem Platzverweis für Filipe Luis gefährlich offen ist. Erst versucht sich Arda Turan gegen seinen Ex-Klub, dann kommt Alves zum Abschluss. Beide links vorbei.

Fazit: Verdienter Sieg des FC Barcelona, der einige Zeit brauchte, um gegen ein gut beginnendes Atletico zu seinem Spiel zu finden. Die Karten gaben den endgültigen Ausschlag zugunsten Barcas.

Der Star des Spiels: Lionel Messi war mit seiner Dribbelstärke einmal mehr entscheidend gegen das gut organisierte Atletico. Der Argentinier sorgte für Lücken, wo eigentlich keine waren, beschäftigte mehrere Gegner auf einmal, holte mehr oder weniger freiwillig die Rote Karte heraus und erzielte den Ausgleich.

Der Flop des Spiels: Filipe Luis schwächte sein Team mit dem Platzverweis in der ersten Hälfte entscheidend. Seine Aktion verringerte die Chancen der Rojiblancos deutlich, dabei war Atletico eigentlich trotz derzeitigem Rückstand auf keinem schlechten Weg.

Der Schiedsrichter: Alberto Undiano Mallenco wählte eine durchaus strenge Linie und unterband damit lange grobe Fouls. Nach einer halben Stunde wurde Atletico aber ruppiger, die Karten gingen allesamt in Ordnung. So auch die Platzverweise gegen Filipe Luis und Godin.

Das fiel auf:

  • Barcelona wählte einmal mehr das bekannte 4-3-3 mit Rochaden auf den Flügeln, flexiblen Achtern und dem Supersturm vorne.
  • Atletico begann gegen die eingespielten Abläufe der Katalanen in einem hohen Angriffspressing und setzte den Gastgeber so direkt unter Druck. Die Außenverteidiger waren das ausgemachte Ziel, Innenverteidiger und Torhüter wurden leitend angelaufen.
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  • Einer der beiden Stürmer oder ein Mittelfeldspieler der Rojiblancos orientierte sich sehr eng an Busquets. So wurde die Verbindung zum Mittelfeld gekappt, Rakitic und Iniesta fielen weit zurück. Deren Ballzirkulation blieb so lange Phasen tief.
  • Nach Balleroberung versuchten die schnellen Griezmann und Carrasco die Räume hinter Barcas Außenverteidigern zu bespielen. Das hatten zuletzt Bilbao und Malaga schon gut vorgemacht.
  • Wie immer spielte Atletico allerdings auch tiefere Phasen in einem klaren 4-4-2. Das brachte Barcelona mehr Ruhe, einen besseren Aufbau und einfachere Verbindungen zwischen Spielaufbau und Chancenerarbeitung über beide Flügel.
  • Diego Simeone hatte seine Männer einmal mehr bis in die Haarspitzen motiviert. Vielleicht etwas zu sehr, schwächten sich wichtige Defensivspieler doch schnell mit gelben Karten. Die Platzverweise verhinderten vielleicht ein besseres Ergebnis.

FC Barcelona - Atletico Madrid: Statistik zum Spiel

Ben Barthmann

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Ben Barthmann(Redaktion)

Ben Barthmann, Jahrgang 1995, ist seit 2013 bei SPOX. Aufgewachsen in München studiert er nebenbei Sportmanagement, ist DFB-Lizenzinhaber und schreibt nicht nur über Fußball, sondern steht selbst als Trainer auf dem Platz. Obwohl das Augenmerk auf den Rasenplätzen dieser Welt liegt, hat er auch ein Herz für UFC, Darts, Tennis und die WWE.

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