"Wir haben nicht kapiert, worum's geht"

Donnerstag, 08.05.2014 | 12:13 Uhr
Ende aller Meisterträume. Real Madrid kassiert den späten Ausgleich in Valladolid
© getty
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Innerhalb von vier Tagen verschenkt Real Madrid in der Liga vier Punkte. Während Xabi Alonso mit den Kollegen abrechnet, wird in Barcelona die Auferstehung im Meisterkampf gefeiert.

Ronaldo hatte genug gesehen. Zehn Sekunden vor Ablauf der Nachspielzeit machte sich der Portugiese auf den Weg in die Katakomben. Noch schnell eine abfällige Handbewegung und auf Wiedersehen.

Nur neun Minuten hatte CR7 im Nachholspiel von Real Madrid in Valladolid auf dem Platz gestanden, ehe er wegen muskulären Problemen im Oberschenkel ausgewechselt wurde.

Die restlichen 85 Minuten musste Ronaldo von der Bank aus mitansehen, wie seine Kollegen beim Abstiegskandidaten Valladolid eine 1:0-Führung durch Sergio Ramos' sehenswerten Freistoßtreffer in den letzten fünf Minuten verspielten und damit wohl auch endgültig die Meisterschaft.

Vier verschenkte Punkte

Zwei Spieltage vor Schluss liegt Real mit 84 Punkten vier Zähler hinter Stadtrivale und Champions-League-Finalgegner Atletico und einen Punkt hinter dem FC Barcelona.

Aus eigener Kraft geht da kaum noch was für die Königlichen, während es am letzten Spieltag im Camp Nou zum ultimativen Meister-Showdown zwischen Barca und Atletico kommen könnte.

Dagegen hat Real innerhalb von vier Tagen zweimal wertvolle Punkte verschenkt. Am Sonntag war Madrid nur ein 2:2 gegen ein Europa-League-geschädigtes FC Valencia gelungen. Entsprechend angefressen reagierte Xabi Alonso nach dem 1:1 in Valldolid.

"Das kotzt mich an"

"Ich bin sehr enttäuscht von uns. Wir hatten nicht die nötige Körperspannung, vor allem in der zweiten Halbzeit haben wir nicht kapiert, worum es geht. Das kotzt mich an", schimpfte Alonso.

Dabei lief abgesehen von Ronaldos verletzungsbedingter Auswechslung zunächst alles nach Plan. Real kontrollierte die Partie und ging wieder einmal durch Sergio Ramos in Führung.

"Wir haben das Spiel 70 Minuten lang kontrolliert. Am Ende hat uns aber die mentale Frische gefehlt", sagte Trainer Carlo Ancelotti.

Einfach schlecht

Nach dem historischen Triumph von München ist Real etwas aus dem Rhythmus gekommen; schon gegen Valencia gab es ein völlig überflüssiges Remis.

"Madrid schludert sich durch die Liga. Nach dem Einzug ins CL-Finale spielt die Mannschaft unkonzentriert und einfach schlecht", schrieb die "AS".

Ramos wehrte sich allerdings gegen den Vorwurf, den Titel leichtfertig aus der Hand gegeben zu haben.

"Ich lasse mir jetzt nicht einreden, dass wir viel falsch gemacht haben. Wir spielen eine großartige Saison, haben die Copa del Rey geholt und stehen im Champions-League-Finale nach einem der besten Spiele, die Real Madrid je im Europapokal abgeliefert hat. Wenn in der Liga am Ende eine oder zwei Mannschaften vor uns stehen, müssen wir das eben akzeptieren."

Die Meisterschaftschancen von Real erklärte Ramos indes für "quasi beendet". "So lange wir mathematisch noch eine Chance haben, werden wir nicht aufgeben. Aber man muss schon realistisch sein", so der Innenverteidiger.

"Holt den Titel für Tito"

Neben Atletico darf sich vor allem der FC Barcelona als "Gewinner" fühlen. Die in dieser Saison arg gebeutelten und heftig kritisierten Katalanen haben den Titel plötzlich wieder in eigener Hand.

"Real Madrid schenkt uns die Liga", titelte die Zeitung "Sport". "Eine sehr schwierige Saison könnte ein phänomenales Ende haben für Barca", schrieb "El Mundo Deportivo" und forderte: "Holt den Titel für Tito!"

Gewinnt Barcelona beide restlichen Spiele, wäre der 23. Meistertitel perfekt. Bei einem Sieg im letzten Spiel gegen Atletico hätte Barca den in Spanien entscheidenden direkten Vergleich mit den Rojiblancos gewonnen (Hinspiel 0:0).

Atletico wiederum reichen bereits zwei Unentschieden im Heimspiel gegen Malaga und in Barcelona. Real kann nur noch Meister werden, wenn Atletico maximal einen und Barca maximal vier Punkte holt.

Die Primera Division im Überblick

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