Premier League - 16. Spieltag

Drama! Van Persie mit dem Last-Minute-K.o.

Von SPOX
Sonntag, 09.12.2012 | 16:33 Uhr
Robin van Persie traf in der Nachspielzeit zum Sieg für United
© Getty
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United setzt sich dank eines Last-Minute-Treffers in einem hochdramatischen Derby gegen den Lokalrivalen City durch und enteilt damit der Liga. Der FC Everton schießt dank eines Last-Minute-Sieges die Spurs von Platz vier. Mit einer starken Leistung schießt Fernando Torres die Blues zum ersten Sieg seit sieben Ligaspielen. Arsenal profitiert indes von zwei Foulelfmetern.

Manchester City - Manchester United 2:3 (0:2)

Tore: 0:1, 0:2 Rooney (16., 29.), 1:2 Yaya Toure (60.), 2:2 Zabaleta (86.), 2:3 van Persie (90.+3)

Nach dem Debakel in der Champions League und den Giftpfeilen von United im Vorfeld des Derbys war City gewillt, ein Zeichen im Meisterschaftskampf zu setzen. Und so kam der amtierende Meister auch in die Partie: ehrgeizig, wach und dominant. Nach einer Viertelstunde hatten die Citizens erdrückende Feldvorteile und einen Ballbesitzwert von zeitweise über 80 Prozent. Die Red Devils kamen in dieser Phase nicht in die Zweikämpfe und nicht einmal über die Mittellinie. Mario Balotelli verpasste nach gutem Zuspiel von Außenverteidiger Gael Clichy allerdings die große Chance zur Führung.

Auf der Gegenseite ließ sich Wayne Rooney beim ersten Angriff der Gäste dagegen nicht zweimal bitten: United konterte schnell über van Persie und Young, der das Leder links durch das Mittelfeld trieb und Rooney an der Strafraumgrenze bediente. Der zog zur Mitte, ließ Clichy stehen und schob den Ball abgeklärt gegen die Laufrichtung von Hart ins linke Eck. Ein Treffer wie ein Paukenschlag, der City aus dem Tritt brachte.

Fortan leisteten sich die Gastgeber zu viele einfache Ballverluste und spielten nicht mehr stringent nach vorne. Nur wenige Minuten nach dem Gegentreffer der nächste Rückschlag: Vincent Kompany musste verletzt vom Feld.

Vielleicht auch, weil die ordnende Hand des Kapitäns fehlte, stimmte nach knapp einer halben Stunde die Zuordnung in der Abwehr der Citizens nicht. Rafael ging rechts zur Grundlinie und passte scharf nach innen, Rooney schüttelte seine Bewacher ab und netzte per Direktabnahme aus sieben Meter zum 2:0 ein. Nun schien der Faden bei City endgültig gerissen. Außer ein paar ungefährlichen Fernschüssen in den zweiten Stock brachte das Team von Roberto Mancini bis zur Pause nichts mehr zu Stande.

Nach dem Seitenwechsel nahm Roberto Mancini den enttäuschenden Balotelli vom Feld und versuchte, mit der Einwechslung von Carlos Tevez einen neuen Reizpunkt zu setzen. Das sollte sich auch auszahlen.

Zunächst jubelten allerdings die Red Devils: Nach einem Kunstschuss von van Persie an den rechten Innenpfosten versenkte Young den Nachschuss zur vermeintlichen Entscheidung. Der Treffer zählte jedoch nicht, Young soll im Abseits gestanden haben - eine Fehlentscheidung! Stattdessen gelang City auf der Gegenseite der Anschlusstreffer: Zuerst zwei Wahnsinns-Reflexe von de Gea gegen Tevez und den Nachschuss von Silva aus kürzester Distanz. Das Leder landete jedoch wieder bei Tevez, der auf den Elfmeterpunkt passte, wo Yaya Toure überlegt unten links einschob!

Fortan wurde es noch einmal richtig spannend. City erspielte sich vor allem über den sehr aktiven Tevez einige gute Chancen zum Ausgleich und dominierte wie schon zu Beginn der Partie. Zunächst scheiterte Silva aus spitzem Winkel noch am glänzend reagierenden de Gea. Vier Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit sorgte Zabaleta jedoch für Jubelstürme im weiten Rund. Eine Ecke von Tevez wurde nur unzureichend geklärt, an der Strafraumgrenze zog der Außenverteidiger mit Vollspann ab und es schlug unten links ein.

Es sollte allerdings nicht der Schlusspunkt eines hochdramatischen Derbys sein. Wie schon in der ersten Hälfte gaben die Gäste aus dem Nichts die Antwort auf Citys Powerplay. In Minute 90+3 traf Robin van Persie mit einem Freistoß aus 20 Metern den Innenpfosten des Torwartecks, von dem die Pille ins Netz sprang! Besonders bitter für die Citizens: Hätte Nasri den Hammer des Niederländers nicht abgefälscht, hätte Joe Hart das Ding wohl gehabt! Darauf konnte City nicht mehr antworten.

Rio Ferdinand wurde beim Jubeln von einer Münze getroffen und erlitt eine Platzwunde im Gesicht.

United bringt dem Lokalrivalen damit die erste Heimniederlage seit 37 Ligaspielen und fast genau zwei Jahren bei. Damit bauen die Red Devils ihren Vorsprung auf sechs Zähler aus.

FC Everton - Tottenham Hotspur 2:1 (0:0)

Tore: 0:1 Dempsey (76.), 1:1 Pienaar (90.), 2:1 Jelavic (90.+2)

In Liverpool empfing am Sonntag der Sechste der Liga den Vierten. Beide konnten mit einem Sieg wichtige Punkte im Kampf um die internationalen Plätze sammeln. Lange sah es danach aus, dass Everton in Führung geht, doch Clint Demspsey traf in der 76. Minute für Tottenham und stellte den Spielverlauf auf den Kopf. In den buchstäblich letzten Sekunden des Spiels drehte Everton aber noch das dramatische Spiel und überholte in der Tabelle somit den direkten Kontrahenten aus Tottenham, die ohne den verletzten Gareth Bale angereist waren.

Tottenham konnte sich zum Ende der ersten Hälfte bei Schiedsrichter Friend bedanken, dass Everton nicht schon in der ersten Hälfte in Führung ging. Zweimal wollte das Liverpooler Publikum einen Handelfmeter, doch die Pfeife von Schiedrichter Friend blieb zuerst zu Recht, weil Dempsey den Ball mit der Brust stoppte, danach zu Unrecht stumm: William Gallas spielte den Ball klar mit der Hand.

Evertons Happy End sollte jedoch in der Nachspielzeit folgen: Zuerst verwandelte Steven Pienaar eine Coleman-Flanke gegen seinen Ex-Verein zum Ausgleich und zwei Minuten danach brachte Nikica Jelavic den Goodison Park zum Überkochen, weil er Everton zum Sieg und zugleich auf Rang vier schoss.

Sunderland AFC - FC Chelsea 1:3 (0:2)

Tore: 0:1, 0:2 Torres (11., 45./FE), 0:3 Mata (49.), 1:3 Johnson (66.)

Fernando Torres bringt den FC Chelsea wieder auf Kurs! Nach zuletzt sieben sieglosen Spielen in der Liga und dem Ausscheiden in der Champions League fuhren die Blues beim Kellerkind Sunderland mal wieder einen souveränen Dreier ein. El Nino war dabei der Mann des Spiels.

Schon nach elf Minuten erlöste der Spanier seinen schwer in der Kritik stehenden Coach Rafael Benitez, als er eine scharfe Hereingabe von Eden Hazard am langen Pfosten einnetzte. Kurz danach mussten die Gäste den ersten personellen Aderlass beklagen: Der 21-Jährige Oriol Romeu musste bereits verletzt vom Feld, für ihn kam Oscar auf den Rasen.

Dadurch kamen die Blues aus dem Tritt und die Hausherren drückten auf den Ausgleich. Sessegnon (28.) und Gardner (33., 42.) ließen allerdings beste Möglichkeiten liegen. Kurz vor dem Pausenpfiff wohl die spielentscheidende Szene: Larsson brachte Ramires im Sechzehner zu Fall - klare Sache: Elfer für die Blues. Torres übernahm Verantwortung und versenkte die Kugel zum psychologisch wichtigen Zeitpunkt eiskalt.

Nach dem Seitenwechsel hatte Sunderland nicht wirklich Zeit, um sich zu sammeln. Nur drei Minuten nach Wiederanpfiff drosch Torres das Leder an die Latte und Mata staubte zur Entscheidung ab.

Nun war die Luft aus dem Spiel raus. Zwar kamen die Gastgeber durch Johnson noch zum verdienten Anschlusstreffer, es wurde jedoch nicht mehr spannend. In den Schlussminuten vergab Torres noch die Chance zum Dreierpack und auch der eingewechselte Lampard verpasste es, Chelseas Torekonto noch hochzuschrauben.

Sunderland bleibt damit auf einem Abstiegsplatz, Chelsea dagegen kann im Duell um Platz drei mit Tottenham vorlegen.

FC Arsenal - West Bromwich Albion 2:0 (1:0)

Tore: 1:0, 2:0 Arteta (26./FE, 64./FE)

Nach drei Niederlagen in den letzten vier Pflichtspielen stand der FC Arsenal unter gehörigem Druck. Trainer Arsene Wenger musste zudem mit personellen Engpässen kämpfen. Neben Innenverteidiger Laurent Koscielny fiel auch Rechtsaußen Theo Walcott (Wade) aus. Lukas Podolski saß wegen Oberschenkelproblemen nur auf der Bank.

Trotz der jüngsten Misserfolge begann Arsenal gleich spielbestimmend. Gervinho hatte die erste Gelegenheit, verfehlte das Tor mit einer Direktabnahme aber knapp (5.). Mikel Arteta schnupperte mit einem 20-Meter-Schlenzer wenig später ebenfalls an der Führung der Hausherren (11.).

Die Gäste tauchten erstmals in der 23. Minute gefährlich vor dem Arsenal-Tor auf. Nach einem geblockten Schuss von Youssuf Mulumbu nahm Chris Brunt Maß, schob den Ball aber hauchdünn am Tor vorbei.

Dann war wieder Arsenal an der Reihe: Santi Cazorla kam nach einer Attacke von Steven Reid im Strafraum zu Fall und Schiedsrichter Mike Jones zeigte auf den Punkt. Arteta verwandelte sicher zur verdienten Arsenal-Führung.

Das 1:0 gab den Hausherren deutlich mehr Selbstvertrauen. Jack Wilshere hätte erhöhen müssen, doch der englische Nationalspieler verfehlte das Tor aus nur zwei Metern nach Vorarbeit von Gervinho (37.).

Arsenal bestimmte auch die zweite Hälfte, tat sich aber weiter schwer im Abschluss. Und wieder half West Brom nach. Brunt foulte Alexander Oxlade-Chamberlain im Strafraum, und Arteta verwandelte seinen zweiten Strafstoß zum 2:0.

Angeführt vom starken Wilshere zeigten die Gunners in der verbleibenden Spielzeit Ansätze ihres typischen Kombinationsfußballs, versäumten es aber, das Resultat deutlicher zu gestalten.

Eine große Einschussmöglichkeit vergab Podolski, der kurz vor Schluss für Cazorla eingewechselt worden war. Der Ex-Kölner schoss aus fünf Metern nach Vorarbeit von Wilshere übers Tor (90.).

Durch den sechsten Saisonsieg hält Arsenal mit jetzt 24 Punkten Kontakt zu den Champions-League-Plätzen. West Brom kassierte zwar die dritte Niederlage in Folge, liegt mit 26 Zählern aber weiter überraschend gut im Rennen.

Premier League: Der 16. Spieltag im Überblick

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