Blitzlichter aus Europa

Patzer, Poeten und pinke Plastikschweine

Von Oliver Birkner / Dominik Stenzel / Adrian Fink
Montag, 17.10.2016 | 18:23 Uhr
Gianluigi Buffon steht bei Juventus Turin im Tor
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In Italien ist von Kuschelstimmung nichts zu spüren, denn eine Autobiografie wird zum Politikum. Das lässt selbst den unfehlbaren Superman der Alten Dame nicht kalt. Während die Engländer in Sachen Fanprotesten in die Trickkiste greifen, blutet spanischen FIFA-Zockern das Herz. Die Blitzlichter der Woche.

Serie A

Von Oliver Birkner

Poet des Spieltags: Freilich stellt sich allem voran die Frage, ob ein 23-Jähriger überhaupt eine Autobiografie kritzeln (lassen) muss. "Immer weiter" von Capitano Mauro Icardi ist nicht unbedingt Walt Whitmans "O Captain! My Captain", aber nun einmal auf dem Markt, und damit müssen alle Interisti leben. Viele schlechter als besser. Einige Passagen über die Konfrontation zwischen Profis und dem harten Fankern nach dem 1:3 bei Sassuolo Anfang 2015 brachte die Nordkurve in schäumende Rage. Damals flogen die Spieler-Trikots prompt auf den Rasen zurück und Icardi enthüllt, er hätte sein Dress eigentlich einem Jungen schenken wollen, als ein "Ultra-Bastard" es dem Kleinen entriss und zurückschleuderte. Es folgten wüste Beschimpfungen und die Chefetage fürchtete im Anschluss mögliche Attacken vor dem Privatdomizil des Argentiniers. Kein Problem. "Die wissen offenbar nicht, dass ich in einem Viertel mit der höchsten Kriminalitätsrate Südamerikas aufgewachsen bin. Ich hole 100 Delinquenten aus Argentinien, die jeden auf der Stelle abmurksen." Poet Icardi muss seine Hundertschaft nun womöglich herbeizitieren. Die Nordkurve ließ verlauten, die Episode mit dem Kind sei eine schamlose Lüge und Icardi für sie kein Capitano mehr. "Leg die Binde ab, du Clown und Stück Scheiße" suggerierte man dezent und auf einem anderen Plakat: "Wir sind hier, wann kommen deine argentinischen Kumpel an?" Vize-Präsident Javier Zanetti kündigte eine Strafe an (jemand der Inter-Verantwortlichen hätte zuvor durchaus mal einen Blick ins Manuskript riskieren dürfen), denn "die Fans müsse jeder Spieler respektieren". Welche genau, ließ er offen. Während die Nordkurve brodelte, erhielt der Stürmer selbst nach seinem verschossenen Elfmeter gegen Cagliari von der Mehrheit des San Siro unterstützende Aufmunterung. Zum abschließenden Zirkus wanderte das Inter-Wonderland in eine Heimpleite gegen Cagliari, wobei Coach Frank de Boers taktische Maßnahmen erstaunlich Icardis implodierender Prosa ähnelten. Mit Spannung dürfen dieser Woche in Malpensa die Flüge aus Buenos Aires erwartet werden.

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Kuscheln des Spieltags: Vielleicht könnte Icardi ein paar seiner Jungs an Serse Cosmi abstellen. Der Coach von Trapani, das letzten Sommer knapp am Aufstieg in die Serie A scheiterte, holte neulich zum Rundumschlag gegen protestierende Tifosi aus. "Die können mich mal und sollen ja nicht wieder mit Kuschelkurs kommen, wenn es wieder läuft." Keine Sorge, Serse, kuscheln ist nicht. Einige Tage später wurde in der Nacht sein Auto in Brand gesteckt und Trapani ist derzeit ohnehin Tabellenletzter der Serie B.

Altro? Auf den Rängen hatte es offenbar jemand geahnt. "Manchmal ist Superman auch bloß Clark Kent - Gigi du bleibst stets unser Superheld", war auf einem Transparent zu lesen. Nach einer halben Stunde im Duell Juventus gegen Udinese versuchte sich der Tscheche Jakub Jankto an einem haltbaren Fernschuss und Gianluigi Buffon wirkte tatsächlich tollpatschig wie sein Alter Ego Kent. Er ließ das Kryptonit zum Rückstand passieren und verzeichnete nach seinem Fauxpas gegen Spanien den zweiten schweren Fehler binnen einer Woche. "Gigi wollte uns damit bloß aufwecken", entschärfte Juve-Coach Max Allegri anschließend. Auch Superman muss gelegentlich mal durchpusten. Der Capitano fand später doch noch Telefonzelle und Uniform und rettete Juve mit zwei Paraden den 2:1-Erfolg.

Serie A: Fehlgeleitete Poeten, ein Rundumschlag und patzende Legenden

Premier League: Jede Menge pinke Plastikschweine, brennende Schuhe und Ji-Sung Park

Primera Division: Messis neuer Rekord, FIFA-Konter und langweilige Spanier

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