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Real krönt sich zum Klub-Weltmeister

Von Daniel Reimann
Samstag, 20.12.2014 | 21:49 Uhr
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Real Madrid hat das Finale der Klub-WM gegen San Lorenzo mit 2:0 (1:0) gewonnen. Die Königlichen treten damit die Nachfolge des letztjährigen Klub-Weltmeisters Bayern München an.

Vor 45.240 Zuschauern im Stade de Marrakech erzielte Sergio Ramos auf Vorlage von Toni Kroos die Führung für Real (37.). Nach der Pause legte Gareth Bale zum 2:0 nach.

Für die Königlichen ist es der erste Triumph bei der Klub-WM. Beim letzten Champions-League-Sieg der Königlichen im Jahr 2002 wurde das Turnier nicht ausgetragen.

SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Real beginnt im gewohnten 4-3-3 mit dem Dreieck Kroos/Isco/James im Mittelfeld und vorne Bale, Benzema und Ronaldo.

San Lorenzo versucht sich im 4-4-2, vorne sollen Veron und Cauteruccio für Gefahr sorgen. In der Viererkette spielt Ex-Milan-Star Yepes.

1.: Kroos klaut sich gleich mal den Ball vor dem gegnerischen Sechzehner nachdem Mercier gepennt hat. Er legt den Ball zu Ronaldo, der aus 15 Metern linker Position abzieht. Sein Ball geht aber unten rechts vorbei. Benzema kam auch nicht mehr dran.

28.: Benzema versucht es mal aus gut 21 Metern halblinker Position. Torrico schnappt sich den Flachschuss erst im Nachfassen.

37., 1:0, Ramos: Kroos tritt eine Ecke von der linken Seite rein, Ramos setzt sich im Kopfball durch und wuchtet den Ball rechts ins Netz. Die Führung für die Königlichen und das zweite Tor im Wettbewerb für den Verteidiger.

50., 2:0, Bale: Was für ein Bock von Torrico: Nach einem Pass von Isco schließt Bale ziemlich schwach aus 14 Metern halbrechter Position ab. Doch den Kullerball lässt der Keeper unter sich durchrutschen und ermöglicht so wohl die Vorentscheidung.

53.: Ein bisschen durch Zufall kommt Kalinski an den Ball und zieht mal ab aus 17 Metern halbrechter Position. Die Kugel geht jedoch einen Meter über den Kasten.

64.: Bale geht ins Dribbling, zieht rechts Richtung Grundlinie und flankt schließlich in die Mitte. Die Flanke verunglückt allerdings etwas und landet auf der Latte, dann im Toraus.

66.: Premiere in Marrakesch: Mas schießt für San Lorenzo aus gut 13 Metern linker Position aufs Tor und Casillas muss folglich seinen ersten Schuss des Tages parieren.

84.: Casillas muss nun doch mal wieder einen Schuss halten. Kalinski zieht ab aus 20 Metern zentraler Position, doch Iker ist zur Stelle, taucht rechtzeitig ab ins untere linke Eck.

87.: Mercier bekommt auch nochmal Geleitschutz von den Königlichen und hält folglich drauf aus gut 24 Metern zentraler Position. Casillas faustet den Ball sicher weg.

Fazit: Vollkommen verdienter Sieg für klar überlegene Madrilenen. San Lorenzo wirkte zu keinem Zeitpunkt wie ein potenzieller Klub-Weltmeister.

Der Star des Spiels: Toni Kroos. Einmal mehr der Motor von Real Madrids Spiel. Gewohnt ballsicher, mit guter Übersicht und guter Antizipation. Zur Halbzeit hatte er jeden seiner 44 Pässe an den Mann gebracht, nach 71 Minuten bereits 100 Ballaktionen zu verzeichnen. Dazu mit der Torvorbereitung vor dem 1:0.

Der Flop des Spiels: Sebastian Torrico. San Lorenzos Keeper wirkte oft unsicher, ließ Bälle prallen und machte bei beiden Toren keine gute Figur. Bei Kroos' Ecke hätte er rausgehen können, schließlich kam sie in hohem Bogen zentral in den Fünfer. Beim zweiten Gegentor lässt er Bales harmloses Schüsschen ganz übel durchrutschen. Ein gebrauchter Tag.

Der Schiedsrichter: Walter Lopez. Der Referee ließ sich leider auf die ständigen Diskussionen der Spieler ein und gab einen unnötig emotionalen Part ab. Wirkte selbst hektisch und trug nicht gerade zur Beruhigung der Gemüter bei. Machte aber sonst eine ordentliche Figur und keine größeren Fehler.

Das fiel auf:

  • San Lorenzo zog sich vom Anpfiff weg zurück und versuchte erst gar nicht, aus der Außenseiterrolle zu schlüpfen und das Kommando zu übernehmen. So hatte Real bis zum Angriffsdrittel weitestgehend freie Hand, um den Strafraum herum wurde es jedoch umso enger.
  • Die Königlichen zogen ein schnelles Kombinationsspiel mit vielen Positionswechseln in der Offensivreihe auf, um Lücken in den gegnerischen Verbund zu reißen. Allerdings fiel es Ronaldo und Bale ungewöhnlich schwer, sich Großchancen herauszuarbeiten. Das aggressive Spiel gegen den Ballführenden machte Real zu schaffen.
  • Insgesamt war es ein sehr hektisches Spiel mit unsäglich vielen Unterbrechungen. Besonders die Argentinier reklamierten und übten sich in Theatralik. Auch die Königlichen ließen sich zu zahlreichen Nickligkeiten und Diskussionen hinreißen, die den Spielfluss gewaltig störten.
  • Auch im zweiten Durchgang blieb es bei königlicher Dominanz. Die langen Ballbesitzzeiten und Passstafetten waren für San Lorenzo ermüdend, zudem fehlte es den ihnen in der zweiten Hälfte an Biss und Galligkeit. Die Argentinier entwickelten wenn überhaupt durch Einzelaktionen Torgefahr, waren aber insgesamt zu harmlos.

Real Madrid - San Lorenzo: Alle Fakten

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