Fussball

Medien: UEFA bestraft PSG und City

Von Adrian Bohrdt
Manchester City droht eine harte Strafe durch die UEFA
© getty

Die UEFA setzt das Financial Fair Play weiter durch, jetzt geht es übereinstimmenden Medienberichten zufolge unter anderem Manchester City und Paris St. Germain an den Kragen. Beide Klubs profitieren von Investorengeldern und sollen gegen die Auflagen des Financial Fair Plays verstoßen haben. City will sich allerdings offenbar wehren.

Nach Informationen des "Telegraph" muss City eine Strafe von rund 60 Millionen Euro zahlen, die höchste Strafe in der Geschichte des Fußballs. Darüber hinaus dürfe der Klub in der kommenden Champions-League-Saison nur 21 statt 25 Spieler für den Kader nominieren. Ob Manchester noch weitere Strafen drohen, ist nicht bekannt. Einen kompletten Ausschluss aus dem europäischen Wettbewerb müssen Manchester und Paris aber angeblich nicht fürchten.

Wie die "BBC" berichtet, könnten die Vereine den von der zuständigen Untersuchungskommission der Finanzkontrollkammer für Klubs (FKKK) verschickten Vergleichen bis Freitag zustimmen. Nach Informationen des "Telegraph" sollen sich die Citizens aber als einziger von insgesamt neun sanktionierten Klubs weigern, die Strafe zu akzeptieren. Dass kein deutscher Klub betroffen ist, gilt als sicher.

Zurückhaltung bei den Vereinen

Die Vereine reagierten zurückhaltend. "Wir müssen schauen, ob die Strafen bestätigt werden", sagte PSG-Trainer Laurent Blanc: "Paris wird in jedem Fall auch nächstes Jahr eine starke Mannschaft haben. Wir müssten dann alles genau beachten, clever und sorgfältig sein. Aber wir haben bereits viele gute Spieler." City-Teammanager Manuel Pellegrini wollte sich zu den Berichten nicht äußern.

Grund ist das Urteil des Club Financial Control Body (CFCB), dass Citys Vertrag mit Sponsor Etihad, der dem Klub über 42 Millionen Euro im Jahr einbringt, nicht in den notwendigen finanziellen Ausgleich mit einbezogen werden darf. Damit hätte City zwischen 2011 und 2013 anstatt der vom Verband zugelassenen Verluste von 45,2 Millionen Euro insgesamt Rote Zahlen in Höhe von 181,2 Millionen Euro geschrieben.

Allerdings betonten Klubverantwortliche zuletzt, dass man, unter Berücksichtigung einiger Außnahmen, auf dem Weg zu Schwarzen Zahlen sei. Weder der Verein, noch die UEFA äußerten sich am Dienstagvormittag zu den Gerüchten. Von insgesamt neun Klubs, denen eine Strafe droht, soll City der einzige sein, der über einen Einspruch nachdenkt.

Medien: PSG stimmt vier Strafen zu

PSG, dessen Vertrag mit der Qatar Tourism Authority über 203 Millionen Euro im Jahr ebenfalls nicht mit in die Bewertung des CFCB einfließen darf, hat sich dagegen nach Informationen der "L'Equipe" bereits mit der UEFA auf vier Sanktionen verständigt und der Bestrafung zugestimmt. Somit muss auch Paris eine Strafe von 60 Millionen Euro über drei Jahre zahlen und darf nur 21 Spieler für die Champions League nominieren.

Acht dieser Spieler müssen lokal ausgebildet worden sein. Darüber hinaus darf PSG das Gehaltsgefüge von insgesamt 240 Millionen Euro im Jahr, europaweit das höchste, nicht weiter anheben. Außerdem werden auch die Transfermöglichkeiten limitiert: So ist es dem Klub zwar erlaubt, einen Spieler für 60 Millionen Euro zu kaufen, aber nicht zwei Spieler für 30 Millionen oder drei Spieler für 20 Millionen Euro.

Ein Ausschluss aus der Champions League droht derweil wohl keinem der beiden Klubs. UEFA-Präsident Michel Platini hatte kürzlich erklärt, dass er gegen generelle Disqualifikationen sei, gleichzeitig aber betont: "Ich bin auch nicht gegen Bestrafungen. Wenn Vereine gegen die Regeln verstoßen, müssen sie die Konsequenzen tragen."

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