Mit einem Knall an die Spitze

Rinat Achmetow liebt den Luxus und den Fußball

SID
Dienstag, 27.03.2012 | 13:24 Uhr
300 Millionen für ein neues Stadion: Peanuts für Rinat Achmetov
© Getty
Advertisement
Bundesliga
MiJetzt
Alle Highlights der englischen Woche
Scottish Premiership
Sa13:00
Rangers - Celtic: Das 409. Old Firm steht an!
Primera División
Villarreal -
Espanyol
Primera División
Celta Vigo -
Getafe
Primera División
Levante -
Real Sociedad
Copa Libertadores
River Plate -
Jorge Wilstermann
Copa Libertadores
Lanus -
San Lorenzo
Ligue 1
Nizza -
Angers
Ligue 1
Lille -
Monaco
J1 League
Kashima -
Gamba Osaka
J1 League
Kobe -
Kawasaki
Primera División
Atletico Madrid -
Sevilla
Premiership
Rangers -
Celtic
Premier League
West Ham -
Tottenham
Serie A
AS Rom -
Udinese
Premier League
Man City -
Crystal Palace
Championship
Derby -
Birmingham
Primera División
Alaves -
Real Madrid
Ligue 1
Montpellier -
PSG
Serie A
SPAL -
Neapel
Premier League
Leicester -
Liverpool
Primera División
Malaga -
Bilbao
Championship
Aston Villa -
Nottingham
Ligue 1
Bordeaux -
Guingamp
Ligue 1
Caen -
Amiens
Ligue 1
Lyon -
Dijon
Ligue 1
Metz -
Troyes
Premier League
Stoke -
Chelsea (Delayed)
Primera División
Girona -
Barcelona
Serie A
Juventus -
FC Turin
Premier League
Everton -
Bournemouth (Delayed)
Premier League
Swansea -
Watford (Delayed)
Premier League
Burnley -
Huddersfield (Delayed)
Premier League
Southampton -
Man United (Delayed)
Serie A
Flamengo -
Avaí
Primera División
Espanyol -
La Coruna
Eredivisie
Utrecht -
PSV
Serie A
Sampdoria -
AC Mailand
Premiership
Motherwell -
Aberdeen
Championship
Sheffield Wed -
Sheffield Utd
Eredivisie
Ajax -
Vitesse
Ligue 1
Saint-Etienne -
Rennes
Serie A
Cagliari -
Chievo Verona
Serie A
Crotone -
Benevento
Serie A
Hellas Verona -
Lazio
Serie A
Inter Mailand -
Genua
Premier League
Rostow -
Lok Moskau
Primera División
Getafe -
Villarreal
Ligue 1
Straßburg -
Nantes
Premier League
Brighton -
Newcastle
First Division A
Charleroi -
Club Brugge
Serie A
Sassuolo -
Bologna
Primera División
Las Palmas -
Leganes
Primera División
Eibar -
Celta Vigo
1. HNL
Hajduk -
Lokomotiva
Super Liga
Rad -
Partizan
Primera División
Real Sociedad -
Valencia
Serie A
Florenz -
Atalanta
Ligue 1
Marseille -
Toulouse
Ligue 2
Clermont -
Lens
Premier League
Arsenal -
West Brom
Primera División
Real Betis -
Levante
Copa do Brasil
Cruzeiro -
Flamengo
Ligue 1
Monaco -
Montpellier
Premiership
Hamilton -
Rangers
Championship
QPR -
Fulham
Primera División
Celta Vigo -
Girona
J1 League
Niigata -
Kobe
J1 League
Kawasaki -
Cerezo Cosaka
Primera División
Deportivo -
Getafe
Premier League
Huddersfield -
Tottenham
Premier League
Man Utd -
Crystal Palace
Championship
Ipswich -
Bristol City
Ligue 1
PSG -
Bordeaux
Serie A
Udinese -
Sampdoria
Premier League
Chelsea -
Man City
Primera División
Levante -
Alaves
Championship
Reading -
Norwich
Ligue 1
Amiens -
Lille
Ligue 1
Dijon -
Straßburg
Ligue 1
Guingamp -
Toulouse
Ligue 1
Nantes -
Metz
Ligue 1
Rennes -
Caen
Premier League
Stoke -
Southampton (Delayed)
Primera División
Leganes -
Atletico Madrid
Serie A
Genua -
Bologna
Premier League
Bournemouth -
Leicester (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Swansea (DELAYED)
Premier League
West Brom -
Watford (DELAYED)
Serie A
Palmeiras -
Santos
Serie A
Neapel -
Cagliari
Premier League
Arsenal -
Brighton
Championship
Sheffield Wed -
Leeds
Ligue 1
Troyes -
St. Etienne
Serie A
Benevento -
Inter Mailand
Serie A
Chievo Verona -
Florenz
Serie A
Lazio -
Sassuolo
Serie A
SPAL -
Crotone
Serie A
FC Turin -
Hellas Verona
Primera División
Barcelona -
Las Palmas
Ligue 1
Angers -
Lyon
Primera División
Real Madrid -
Espanyol
Ligue 1
Nizza -
Marseille

Rinat Achmetow mag den Luxus. Eine Wohnung am Londoner Hyde Park muss es da schon sein. Toller Ausblick, exquisite Lage, alles vom Feinsten. Der Preis von 156 Millionen Euro kann jemanden, der fast das Achtzigfache als stille Reserve in der Hinterhand hat, nicht schocken. Rinat Achmetow mag auch Fußball. Er ist Präsident von Schachtjor Donezk.

Regelmäßiger Gast in der Champions League, UEFA-Cup-Sieger 2009, alles vom Feinsten. Auch hier dreht der Mäzen den Hrywnja nicht zweimal um.

Mit einem Vermögen von rund zwölf Milliarden Euro liegt Achmetow in der Forbes-Rangliste der weltweit reichsten Personen auf Platz 39. Die meiste Kohle aller Ukrainer hat der 45 Jahre alte Oligarch aus der Bergbauregion Donbass sowieso auf dem Konto. Da lässt man schon mal ein topmodernes Stadion für über 300 Millionen Euro bauen oder stellt sich die Offensive seiner Mannschaft nach einem ebenso kostspieligen wie erfolgreichen Motto zusammen: Darf es ein Brasilianer mehr sein? Wer hat, der hat.

Vom Hütchenspieler zum milliardenschweren Geschäftsmann

Warum und woher Achmetow hat, ist eine andere Frage. Um seine Vergangenheit ranken sich viele Gerüchte. Als Hütchenspieler soll er einst angefangen haben. Andere erzählen von Zuhälterei und Schwarzmarkthandel. Man weiß es nicht genau und will auch nicht darüber reden. Immerhin kommt der leidenschaftliche Scheitelträger inzwischen als seriöser Unternehmer daher und führt ein Imperium, dessen Portfolio von Stahlgeschäften bis in die Telekommunikation reicht.

Schachtjor-Präsident ist Achmetow seit knapp 17 Jahren. Von seinem Vorgänger war dem Vernehmen nach nur noch ein linker Arm mit einer Rolex am Handgelenk übrig geblieben. Alexander Bragin, auch bekannt als der "Pate von Donezk" und so etwas wie Achmetows Mentor, hatte sich offenbar die falschen Leute zum Feind gemacht.

Man sprengte ihn auf der VIP-Tribüne des Stadions mitsamt seiner Bodyguards in die Luft. Bragins rechte Hand war bei dem Anschlag entgegen sonstiger Gewohnheiten nicht in der Arena: Sicherheitschef Achmetow nahm andere Termine wahr.

Auch Scala und Schuster versuchten sich in Donezk

Mit dem Aufstieg an die Spitze von Schachtjor wuchsen Achmetows Reichtum und Macht. Der Klub sollte das Aushängeschild der Stadt werden. Zunächst ging es aber nur schleppend voran. Der Italiener Nevio Scala, früher bei Borussia Dortmund, durfte sich als Trainer in Donezk versuchen.

Kurz darauf auch Bernd Schuster. 2004 kam dann der Rumäne Mircea Lucescu, mit ihm Kontinuität und Erfolg. Fünf der vergangenen sieben Meistertitel gingen an Schachtjor. Im Finale des UEFA-Cups bezwang man vor knapp drei Jahren Werder Bremen.

Jeder seiner Spieler erhielt von Achmetow damals eine Prämie in Höhe von 400.000 Euro. Für den Geldgeber wohl nicht mehr als eine kleine Aufmerksamkeit. Rund eine halbe Milliarde Euro soll er inzwischen in den Verein gepumpt haben. Für Spieler, Stadion, Trainingszentrum, Jugendakademie. Ein kleines Luxusreich.

Im kommenden Sommer stehen für die Stadt und den Mäzen die bisherigen Höhepunkte an. Fünf EM-Spiele finden in der Donbass Arena statt. Mit Frankreich und England. Auch die Ukraine bestreitet zwei ihrer Vorrundenpartien tief im Osten des Landes. Für Achmetow werden das Feiertage: Meine Wohnung in London, mein Fußballklub, mein EM-Stadion. Achmetow mag den Luxus.

Der Spielplan der EM 2012

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung