Neun Monate Dauerdruck

Von Daniel Börlein
Montag, 15.10.2007 | 21:04 Uhr
© Getty
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München - Neun Monate sind neun Monate, klar. Nicht mehr und nicht weniger. Allerdings gibt es so Situationen, in denen neun Monate irgendwie doch viel länger sind, als neun Monate eben eigentlich sind.

Dann zum Beispiel, wenn man für diesen Zeitraum auf etwas verzichten muss, das einem ans Herz gewachsen ist. Oder dann, wenn Nachwuchs ins Haus steht und man es gar nicht mehr erwarten kann, Mama oder Papa zu werden.

Oder dann, wenn man sich in Top-Form befindet, diese Top-Form aber auch in neun Monaten noch da sein soll.

So geht es nun Jogi Löw und seinen Mannen. Das DFB-Team hat sich frühzeitig und als erste Mannschaft für die EM-Endrunde im kommenden Jahr qualifiziert. Jetzt gilt es, die bisherige Verfassung zu konservieren, um 2008 in Österreich und der Schweiz an die gezeigten Leistungen anknüpfen und um den Titel mitspielen zu können.

Löw hungrig wie Klinsmann

In erster Linie ist dafür der Bundestrainer verantwortlich und der lebt auch unmittelbar nach der gelungenen Qualifikation die nötige Einstellung vor und lässt keinen Spannungsabfall erkennen: "Die nächsten Tage zählt nur das Spiel gegen die Tschechen", so Löw.

Von seinen Spielern erwartet der 47-Jährige dies "selbstverständlich" auch. Löw duldet keine Nachlässigkeiten und will auch die letzten drei Partien gegen Tschechien, Zypern und Wales erfolgreich absolvieren. "Wir wollen in den nächsten drei Spielen nicht nur zwei Punkte holen."

Ähnlich wie Jürgen Klinsmann, der nach der bitteren WM-Halbfinalniederlage gegen Italien unbedingt noch das abschließende Spiel gegen Portugal gewinnen wollte, fordert Löw vor der Begegnung gegen die Tschechen: "Wir wollen die Konzentration hochhalten und das Spiel gewinnen. Wir wollen Platz eins verteidigen."

"Wettbewerb auf allen Positionen"

Um Nachlässigkeiten seiner Spieler vorzubeugen, setzt Löw seine Akteure unter Druck: "Keiner kann sich sicher sein, keiner darf sich zurücklehnen." Und: "Der Wettbewerb ist auf allen Positionen entbrannt. Das wird sich noch ein bisschen zuspitzen im nächsten Jahr, wenn es definitiv um die EM-Plätze geht."

Die Spieler aus der zweiten Reihe haben die verletzungsbedingten Ausfälle einiger etablierter Akteure genutzt und sich ins Blickfeld des Bundestrainers gespielt. Manager Oliver Bierhoff spricht von derzeit 35 Spielern rund um die Nationalelf.

Eine Stammelf hat Löw zwar vielleicht im Kopf, zunächst wird allerdings weiter getestet. In den Partien gegen Tschechien, Zypern und Wales wird Löw weiteren Spielern die Möglichkeit geben, sich zu empfehlen oder nach Verletzungen auch in der Nationalelf wieder Fuß zu fassen. "Möglicherweise wird man den einen oder anderen Spieler schon im November wieder dazu nehmen, der durch Verletzungen zurückgeworfen wurde, aber jetzt in der Bundesliga ganz ordentlich gespielt hat."

Vor allem Jermaine Jones, Tim Borowski, Gerald Asamoah oder auch Mike Hanke dürfen sich also wohl schon bald wieder auf eine Einladung zum DFB-Team freuen.

Druck auf Stammkräfte

Durch das Vertrauen in seine zweite Reihe hält Löw auch bei seinen Stammkräften die Spannung hoch. Denn mittlerweile, das haben die letzten Partien gezeigt, ist keiner im deutschen Team mehr unersetzbar.

Ein Marcell Jansen übt Druck auf Philipp Lahm aus, ein Mario Gomez auf Lukas Podolski oder ein Simon Rolfes auf die Mittelfeldstrategen Frings und Schneider. "Der Wettbewerb ist größer geworden. Für die Mannschaft ist das ein Vorteil, da er gewährleistet, dass keiner nachlassen darf", sagt Löw.

Von Durchschnaufen nach der gelungenen Qualifikation ist also keine Rede. Vielmehr will der Bundestrainer seinen erfolgreich eingeschlagenen Weg konsequent weiter gehen. Noch neun Monate lang. Am besten auch noch länger.

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