Griechische Medien: "Sie haben Angst vor uns"

SID
Mittwoch, 20.06.2012 | 17:52 Uhr
Giorgos Karagounis (l.) und Giorgos Tzavelas feiern den Einzug ins Viertelfinale
© Getty
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Der neue Ministerpräsident Antonis Samaras hat sein Kommen als Glücksbringer angesagt, die Mannschaft beschwört den Geist von 2004 und die Medien spotten über Gegner Deutschland.

Vor dem EM-Viertelfinale am Freitag in Danzig gegen die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ziehen die Griechen jede vermeintliche Trumpfkarte.

"Sie haben Angst vor uns", titelte die Zeitung "Sportday" und meinte damit natürlich die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw. Dagegen betonten die Hellenen auf einer Pressekonferenz im Trainingsquartier in Legionowo einmal mehr das unerschütterliche Selbstvertrauen in die eigene Stärke.

Gleicher Geist wie 2004

"Der Geist ist der gleiche wie 2004. Wie vor acht Jahren haben wir eine große Leidenschaft", sagte Mittelfeldspieler Konstantinos Katsouranis einen Tag vor seinem 33. Geburtstag.

Katsouranis weiß, wovon er spricht. Er war auch Mitglied jener Mannschaft, die 2004 in Portugal unter Trainer Otto Rehhagel sensationell den EM-Titel gewonnen hatte.

Obwohl die Griechen gegen das DFB-Team in acht Begegnungen noch nie gewonnen haben und als klarer Außenseiter gelten, wittern sie ihre Chance. "Wir werden wohl kaum auf den Platz gehen und uns geschlagen geben", sagte Katsouranis. Mitspieler Dimitrios Salpingidis betonte: "Wir wollen weiter kommen. Es wird eine Mannschaft voller Kämpfer auf dem Platz stehen."

Samaras trifft Merkel

Fragen zur politischen Brisanz der Partie beantworteten die Spieler erneut nicht. "Solche Fragen kann vielleicht unser neuer Ministerpräsident beantworten", sagte Katsouranis.

Ministerpräsident Samaras, der am Mittwoch in Athen vereidigt wurde, wird mit großer Sicherheit als eine seiner ersten Amtshandlungen am Freitag zum Spiel nach Danzig fliegen.

Dort wird er auch auf Bundeskanzlerin Angela Merkel treffen, die bei den Griechen wegen des Spardiktats in der Euro-Krise nicht gern gesehen ist.

"Für uns Spieler ist es aber kein politisches Duell, sondern ein Fußball-Spiel", erklärte Katsouranis und fügte hinzu: "Wir wollen das sportlich ausfechten."

Der Spielplan der EM 2012

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