Fussball

Ter Stegen, Süle, Gündogan und Draxler: DFB-Stars in der zweiten Reihe und ihre Perspektive

Auf der Suche nach dem Stammplatz (v.l.): Marc-Andre ter Stegen, Ilkay Gündogan, Niklas Süle, Julian Draxler.
© getty

 

Niklas Süle: Die gleiche Konkurrenz wie beim FC Bayern München

"Ich finde, alle drei sind auf einem Niveau, da gibt es keine Unterschiede", erklärte Bayern-Trainer Niko Kovac über seine drei Innenverteidiger. Auch auf sein Drängen hin wurde Jerome Boateng nicht zu PSG abgegeben, stattdessen will er zwischen Boateng, Mats Hummels und Süle - "drei Weltklasse-Spieler" - rotieren lassen. Was er bisher auch konsequent tat.

In der Nationalmannschaft treffen die drei Innenverteidiger erneut aufeinander - aber der DFB-Kalender bietet nun einmal sehr viel weniger Möglichkeit zur Rotation. Was es schwer macht für den 23-Jährigen, den die Bild im August schon als neuen Abwehrchef bei den Bayern proklamiert hatte.

Bei der WM spielte Süle nur gegen Südkorea, als Boateng gesperrt fehlte. Jetzt, zum viel gerühmten Neuanfang, hätte Löw ein Zeichen setzen und Süle das Vertrauen schenken können. Dass er trotzdem auf Boateng (30) und Hummels (29) setzte, könnte ein kleiner Fingerzeig für Süle sein: Er muss sich bei Löw weiterhin gedulden. Der setzt lieber auf geballte Erfahrung.

Würde Süle bei den Bayern einen der beiden Kontrahenten dauerhaft auf die Bank verdrängen, hätte er auch gegenüber Löw bessere Karten. Bei einer durchgezogenen Rotation ist das kaum möglich.

Immerhin: Boateng und Hummels sind nicht immer verletzungsfrei, also wird Süle seine Einsätze bekommen - erst recht, wenn Antonio Rüdiger und Matthias Ginter außen verteidigen. Ein wirklicher Stammplatz winkt allerdings erst in zwei Jahren. Nach der EM könnte zumindest einer aus dem Duo Boateng/Hummels aufhören.

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