Fussball

Ter Stegen, Süle, Gündogan und Draxler: DFB-Stars in der zweiten Reihe und ihre Perspektive

Auf der Suche nach dem Stammplatz (v.l.): Marc-Andre ter Stegen, Ilkay Gündogan, Niklas Süle, Julian Draxler.
© getty

 

Julian Draxler: Gleich doppelt aus der Startelf verdrängt

Seit der EM 2016 hatte Draxler bis zum Turnier in Russland immer gespielt, wenn er fit war. Meistens von Beginn an, oft über 90 Minuten, beim Confed Cup sogar als Kapitän. Bei der WM stolperte er jedoch nach durchwachsenen Leistungen aus dem Team: Gegen Mexiko noch 90 Minuten, gegen Schweden eine Halbzeit, gegen Südkorea nur auf der Bank. Verdrängt hatte ihn der wiedererstarkte Marco Reus.

Der 24-Jährige ist nicht weit weg von der ersten Elf, aber die 90 Minuten auf der Bank gegen Frankreich waren kein gutes Zeichen für ihn. Die neuen Rollen von Reus und Timo Werner, so sie denn bleiben, würden es ihm noch schwerer machen, sich wieder ins Team zu kämpfen: Sieht Löw Werner nun eher auf dem offensiven linken Flügel, ist Draxler außen vor - und zentral in der Spitze ist nicht wirklich sein Spiel, auch hier passt Reus etwas besser. Müller ist auf rechts weiter gesetzt. Einen Spielmacher gibt es nicht.

Draxler muss sich also vor allem über den Verein anbieten. Nur: In der Startruppe von PSG ist er wie schon letztes Jahr eher zweite Wahl. Bisher wurde er in der Liga von Thomas Tuchel dreimal eingewechselt, jeweils für den Argentinier Angel di Maria. Ihn zu verdrängen wird eine richtige Herkulesaufgabe.

Einen Wechsel - auch der FC Bayern wurde gehandelt - lehnte er ab. "Ich habe keinen Grund dafür gesehen, die Flucht zu ergreifen", sagte er zu Sport1.

Sich selbst sieht er als "eine Mischung aus linkem Flügel und Zehner". Im 4-1-4-1 wie gegen Frankreich müsste er an Werner vorbei, bei einem 3-5-2 wäre er für den Flügel wohl zu offensiv. Mit dem genesenen Reus oder Julian Brandt ist die Konkurrenz größer geworden. Eine Möglichkeit könnte der Platz neben Kroos sein: "Ich habe letzte Saison in Paris auch oft auf der Acht gespielt."

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