Montag, 28.11.2016

Toni Kroos über die DFB-Stürmer-Diskussion

Kroos: Stürmerdiskussion beim DFB zu einfach

Seit Monaten herrscht in der deutschen Nationalmannschaft eine Diskussion, ob ein klassischer Mittelstürmer vonnöten sei. Toni Kroos findet dies zu einfach und glaubt, dass die Nationalmannschaft auch ohne Neuner gut aufgestellt sei.

Für Toni Kroos benötigt die deutsche Nationalmannschaft unter Joachim Löw nur bedingt einen klassischen Mittelstürmer: "Unter Jogi Löw hat sich die Art, mit der wir Fußball spielen, verändert. In meinen Augen übrigens zum Positiven", sagte er dem kicker.

Deshalb sei ein Stürmer wie Miroslav Klose oder Mario Gomez nicht unbedingt vonnöten.

Das hat auch mit der Entwicklung des Spielstils zu tun: "Wir könnten ja in allen U-Mannschaften bis hoch zur Nationalmannschaft mit diesem Stürmer antreten. Aber da brauchst du einen Spieler mit hoher Qualität." Diese Qualität sei in erster Linie unabhängig von der Position.

Dennoch sieht auch Kroos die Argumente für einen Spieler, der vor dem Tor eiskalt zuschlagen kann: "Dass wir am Ende einen brauchen, der das Tor macht, das ist keine Frage."

Die Diskussion nach der EM in Frankreich, als Deutschland wegen zu weniger Tore in der Kritik stand, ist ihm zu einfach: "Tatsache ist, dass wir während der EM ein paar Tore zu wenig gemacht haben. Aber Tatsache ist auch, dass wir mit Thomas Müller, der nicht getroffen hat, oder Marco Reus - der verletzt war - Spieler haben, die das können. Dass plötzlich der Mittelstürmer fehlt, nur weil wir in einem Spiel kein Tor machen - das ist mir zu einfach; auch wenn ein Mario Gomez in der Form, die er hatte, sicher hätte wichtig sein können."

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