Löw: "Kein Stürmer gesetzt"

SID
Montag, 23.05.2016 | 13:11 Uhr
Joachim Löw will sich bei der Besetzung des Angriffs nicht in die Karten schauen lassen
© getty
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Drei Wochen vor dem ersten EM-Gruppenspiel gegen die Ukraine ist bei Weltmeister Deutschland die Besetzung des Angriffs völlig offen. "Gesetzt ist im Moment kein Stürmer", sagte Bundestrainer Joachim Löw bei einer von der Bild-Zeitung organisierten Fragerunde von Kinder-Reportern in Berlin.

Einen Tag vor der Abreise des DFB-Teams von Frankfurt/Main ins Trainingslager nach Ascona betonte Löw noch einmal, dass er durch die Rückkehr von Stoßstürmer Mario Gomez (30) viele Möglichkeiten habe: "Wir haben ja eigentlich mehrere Sturmkandidaten. Mario Gomez hat gerade in der Türkei 26 Tore erzielt und ist Torschützenkönig geworden. Dann Thomas Müller. Manchmal spielt der bei uns auch rechts, manchmal spielt er hinter der Spitze. Und Mario Götze."

Löw betonte auch noch einmal, dass er an die EM-Teilnahme seines lange verletzten Kapitäns Bastian Schweinsteigers (31) glaubt: "Ich hoffe natürlich, dass es Bastian schafft. Er hat mir erzählt, dass er jetzt schon wieder Lauftraining ohne Probleme macht. Sein Knie ist soweit wieder gut. Jetzt muss man mal sehen, ob und wie er im Trainingslager auch mit der Mannschaft trainieren kann. Wenn er hundertprozentig fit ist, wird Bastian selbstverständlich auch unser Kapitän sein."

Sollte Schweinsteiger nach seiner Knieverletzung nicht rechtzeitig zur Verfügung stehen, stünden laut Löw einige Alternativen zur Verfügung: "Ich mache mir über die Kapitänsfrage keine Sorgen. Wir haben einen guten Spielerrat mit Manuel Neuer, Mats Hummels, mit Thomas Müller, mit Sami Khedira und Jerome Boateng, das alles sind Spieler, die Verantwortung übernehmen."

Löw äußerte sich auch noch einmal zur Terrornacht von Paris im vergangenen November und deren Auswirkungen auf das anstehende Turnier: "Mit einem Angstgefühl fahre ich nicht nach Frankreich. Ich habe schon nach dem Anschlag im November in Paris ein paar Tage gebraucht, um alles zu begreifen. Jetzt gehen wir mit einem guten Gefühl nach Frankreich. Wir werden als Team gut gesichert sein. Die französische Polizei wird die bestmögliche Sicherheit gewährleisten. Nicht nur für uns, sondern auch für die Fans."

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