Peps Rückkehr ins Camp Nou

ICH will gewinnen

Von Für SPOX in Barcelona: Fatih Demireli
Dienstag, 05.05.2015 | 19:40 Uhr
Pep Guardiola kehrt erstmals als Trainer an seine alte Wirkungsstätte zurück
© getty
Advertisement
Boxen
So27 Aug
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
2. Liga
Mo23:00
Die Highlights des Montagsspiels
Primera División
Levante -
Villarreal
Ligue 2
Chateauroux -
Nimes
Premier League
Man City -
Everton
Primera División
Malaga -
Eibar
League Cup
Sheffield Utd -
Leicester
League Cup
Blackburn -
Burnley
League Cup
Cheltenham -
West Ham
Primera División
Real Sociedad -
Villarreal
Ligue 1
PSG -
St. Etienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
Primera División
Betis -
Celta Vigo
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Primera División
Levante -
La Coruna
Primera División
Girona -
Malaga
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Premier League
Newcastle -
West Ham
Premier League
Crystal palace -
Swansea
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Eredivisie
Venlo -
Ajax
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Primera División
Espanyol -
Leganes
Premier League
Zenit -
Rostow
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia
WC Qualification South America
Venezuela -
Colombia
WC Qualification South America
Chile -
Paraguay
WC Qualification South America
Uruguay -
Argentinien
WC Qualification South America
Brasilien -
Ecuador
WC Qualification Europe
Dänemark -
Polen
WC Qualification Europe
Slowakei -
Slowenien
WC Qualification Europe
Tschechien -
Deutschland
WC Qualification Europe
Isreal -
Mazedonien
WC Qualification Europe
Färöer Inseln -
Andorra
WC Qualification Europe
Weißrussland -
Schweden
WC Qualification Europe
Estland -
Zypern
WC Qualification Europe
Griechenland -
Belgien

Der verlorene Sohn ist in der Stadt seines Herzens angekommen. Doch Pep Guardiola will vor dem Gastspiel gegen den FC Barcelona (Mi., 20.45 Uhr im LIVE-TICKER) von Emotionen nichts wissen und peitscht sich selbst an. Auf dem Weg zum Ziel muss er aber ein paar Probleme aus der Welt schaffen.

Die Emotionen sind nicht hochgekocht. Sie fielen ihm nicht in die Arme, sie brachen nicht in Tränen aus, sie stürmten nicht das Podium, um ihre Sehnsucht mitzuteilen. Wobei, eine Ausnahme gab es.

Einer aus dem dunklen Off applaudierte, als Pep Guardiola den Ricard-Maxench-Saal, den Presseraum des Camp Nou, betrat. Als der einheimische Journalist merkte, dass er keine Mitstreiter hat, die seine Emotionen teilen, stellte er seine Freude-Bekundung schnell wieder ein.

Die Champions League geht in die heiße Phase - Jetzt bei Tipico wetten!

Die Pressekonferenz im Vorfeld des Hinspiels zwischen dem FC Barcelona und Bayern München war Pep Guardiolas erster offizieller Auftritt im Camp Nou als Gegner des FC Barcelona.

Er agierte hier als Jugendspieler, als Balljunge, als Trainer der zweiten Mannschaft, als Trainer der ersten Mannschaft. Und jedes Mal hatte er das Logo des Klubs auf der Brust. Heute hat er das Barca-Logo nur im Herzen, das des FC Bayern auf der Brust.

Damit es auch alle hören...

Guardiola startete gar nicht den Versuch, die Rückkehr nach Hause als etwas völlig Normales abzutun. "Ich habe hier 30 Jahre gelebt", sagte der Katalane vor über 300 Journalisten, "es ist schön, hier zu sein."

Er hatte aber keine Tränen in den Augen, wie ihm ein Reporter weißmachen wollte. Die Aufregung war dem Sohn der Region dennoch anzumerken, blieb er anfangs doch etwas häufiger in seinen Sätzen hängen, als es ihm lieb war.

Nicht lange später spulte Pep aber sein Programm herunter und schaltete wieder um auf Bayern-Trainer: auf den Erfolgscoach, der ein Halbfinale in der Champions League erfolgreich meistern will und er gab die klare Message: "ICH will gewinnen." Für den Fall, dass irgendjemand im Saal es nicht richtig gehört hat, wiederholte Pep nochmal mit klarer Gestik: "ICH will gewinnen."

Das Gastspiel in Barcelona ist für Pep aber kein leichtes Unterfangen. Er muss nicht nur seine Mannschaft auf einen Gegner vorbereiten, der aus diversen Gründen derzeit als Favorit gilt und in seiner Zusammensetzung eigentlich nicht zu verteidigen ist. Er muss zudem gegen andere Begleiterscheinungen ankämpfen.

Peps Vorteil ist keiner

Da ist zum einen, der "Vorwurf", dass Pep Barca aus dem Effeff kennt und somit einen großen Vorteil im Duell mit Luis Enrique genießt. Doch der Bayern-Trainer sieht diesen Vorteil nicht, obwohl er viele Spieler aus dem aktuellen Barca-Kader trainiert, entwickelt und zu Weltklassespielern geformt hat und sie heute noch intensiv beobachtet.

"Ich kenne die Spieler, die Spieler kennen mich", sagt Guardiola, fügt aber an: "Ich kann das Talent der Spieler nicht kontrollieren. Was Messi oder Neymar machen, kannst du dir nicht vorstellen. Denkst du, sie gehen nach links, gehen sie nach rechts."

Bei Messi geht Pep sogar einen Schritt weiter: "Wenn er so spielt, wie ich es erwarte, kann man ich nicht stoppen." Viele andere Trainer hätten es versucht und seien dabei gescheitert. Jetzt muss es Pep versuchen.

Da ist aber auch eben immer noch das ewige Thema Emotion, die Rückkehr, das Wiedersehen. "Das emotional schwierigste Spiel meiner Karriere", sagte er kürzlich über das Aufeinandertreffen.

Frau und Kind an Bord

Die ganze Sache wird nicht einfacher, wenn Ehefrau Cristina und die drei Kinder, die den Bayern-Tross begleitet haben, und auch ein Großteil der Verwandtschaft, die im Umland Barcelonas lebt, im Stadion sein wird. Normalität ist etwas anderes.

Guardiola wird nicht nachgesagt, von Emotionen umhüllt zu werden, aber durchaus, dass er verbissen und akribisch handeln kann. Manchmal gar eine Spur zu viel. Er wird den Beweis antreten wollen, dass der Sohn der Region ein Großer ist. Und auch in Deutschland gibt es Kritiker zu überzeugen, die einen Champions-League-Titel erwarten.

"Ich habe mich nicht ablenken lassen", sagt Pep über die Therapie gegen die Begleiterscheinungen rund um dieses Spiel und die Spieler bezeugen es. "Er wird auf starke Emotionen treffen, aber wir haben volle Konzentration auf das Halbfinale erlebt. Nichts anderes zählt", sagt Xabi Alonso.

Spielweise? Wie immer

Bleibt nur noch die Frage, wie die Bayern in Barcelona auftreten. Wie 2013, als sie herzerfrischend offensiv spielten und 3:0 gewannen? Die Münchener bejahen das - trotz der Ausfälle von Arjen Robben, Franck Ribery und David Alaba und trotz der Sichtbeeinträchtigung eines Robert Lewandowski, der das Abschlusstraining im Camp Nou vollständig absolvierte und am Mittwochabend mit einer Maske auflaufen wird.

"Ich würde meine Glaubwürdigkeit verlieren, wenn ich meinen Spielern plötzlich etwas anderes sage", sagt Pep über einen möglichen Wechsel der Vorgehensweise. 'Ballbesitz' heißt die Devise. Nur so kann Pep Guardiola im Grunde eine Strategie entwickeln, ein Spiel zu gewinnen. Und genau darum, wie Pep bekanntlich wiederholt zum Ausdruck brachte, geht es. "Ich will gewinnen."

Alle Infos zum FC Bayern

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung