Fussball

Khedira: "Wir waren schon tot..."

SID
Sami Khedira wurde in der Halbzeitpause ausgewechselt, als Real noch zurück lag
© getty

Sami Khedira hat mit Real Madrid seinen ersten internationalen Titel gefeiert und stand gegen Atletico Madrid sogar in der Startformation. Im Interview lässt der Nationalspieler den Wahnsinn von Lissabon Revue passieren.

Frage: "Sami Khedira, Sie wirkten bei der Feier nach dem Champions-League-Sieg mit Real Madrid fast unbeteiligt. Ist Ihnen da noch einmal Ihre lange Leidenszeit nach dem Kreuzbandriss durch den Kopf gegangen?"

Sami Khedira: "Auf jeden Fall. Ich glaube, es war nicht selbstverständlich, dass ich auf dem Platz stehen durfte. Deswegen musste ich das erstmal verarbeiten. Aber innen drin ist eine riesengroße Freude. Wir waren schon tot, Sergio Ramos hat uns (mit seinem Tor zum 1:1, d.Red.) wieder einmal gerettet."

Frage: "Lag Ihre gedämpfte Freude auch am Tor zum 0:1, das Sie mitverschuldet haben?"

Khedira: "Das war ein 50:50-Ball. Es schreit einer 'Torwart', ich schaue zurück, Iker kommt raus, deswegen war ich eigentlich relativ sicher, dass Iker rangeht. Aber er blieb auf halbem Weg stehen. Es ging alles relativ schnell, das war ein unglückliches Tor."

Frage: "Sie haben den Henkelpott dann erst sehr spät und als letzter Spieler aus der Startelf zu fassen gekriegt. Wie hat er sich denn angefühlt?"

Khedira: "Nicht ganz so schwer, aber das ist die größte Trophäe im Klubfußball, ein unglaubliches Gefühl. Das erfüllt einen mit Stolz."

Frage: "Am Montag geht es für Sie schon weiter im WM-Trainingslager der Nationalmannschaft. Gibt dieser Titel Ihnen da noch einmal einen Schub?"

Khedira: "Jetzt haben wir erstmal ein, zwei Tage zum Feiern, ab Montag, Dienstag beginnt dann die neue Arbeit. Aber ich glaube, wir haben immer das Problem, dass wir immer auf neue Ziele schauen. Man sollte mal den Moment genießen und dann neu angreifen."

Frage: "Wie fit fühlen Sie sich denn mit Blick auf diese neuen Ziele bei der WM?"

Khedira: "Ich glaube, wenn ich nicht bereit gewesen wäre, dann hätte ich nicht von Beginn an gespielt. Das ist ein großes Zeichen des Vertrauens vom Trainer gewesen, dass ich das auch ohne Spielrhythmus durfte. Das ist das Einzige, was jetzt noch fehlt. Aber vor der WM haben wir noch zwei, drei Spiele und ich glaube, die werden mir auch reichen. Ich kann alle beruhigen."

Alle Infos zum Champions-League-Finale

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung