Fussball

FC Schalke 04 - VfL Wolfsburg 2:1: Caligiuri-Doppelpack rettet schwaches Schalke

Mit einem Doppelpack sicherte Daniel Caligiuri Schalke den Sieg.

Der FC Schalke 04 hat trotz einer über weite Strecken schwachen Vorstellung einen erfolgreichen Rückrundauftakt gefeiert. Gegen den VfL Wolfsburg gewann die Mannschaft von Trainer Domenico Tedesco dank eines Doppelpacks von Daniel Caligiuri mit 2:1 (1:1) - hier geht's zu den Highlights.

Überraschend ersetzte Tedesco den Kapitän und bisherigen Stammkeeper Fährmann im Tor durch Nübel. Außerdem begannen im Vergleich zum 3:1-Sieg in Stuttgart beim Hinrundenabschluss McKennie, Uth und Rudy statt Serdar (Bank), Bentaleb und Konoplyanka (beide nicht im Kader).

Bereits in der 5. Minute durfte sich Tedesco für seinen Keepertausch bestätigt fühlen: Mit einer Glanzparade wehrte Nübel einen Mehmedi-Kopfball aus kurzer Distanz ab. Kurz darauf foulte William im eigenen Strafraum Schöpf, Caligiuri verwandelte den berechtigten Foulelfmeter (8.).

Statt auf das 2:0 zu drängen, zog sich Schalke zurück. Wolfsburg übernahm zunehmend das Kommando, kombinierte teilweise sehr gefällig und erarbeitete sich ein deutliches Ballbesitzübergewicht. Der Ausgleich durch Rexhbecaj (20.) kam nicht überraschend und war verdient. Mit einer Parade gegen Arnold verhinderte Nübel einen Schalker Rückstand (27.). Nach einer spielerisch sehr schwachen ersten Halbzeit verabschiedeten die Schalker Fans ihre Spieler mit Pfiffen in die Kabine.

Tedesco zog zur Pause Stambouli zurück und stellte auf eine Dreierkette um. Auf einmal griff die Mannschaft energisch an: Zunächst rettete Casteels gegen Uth (50.), dann köpfte Rudy an die Latte (50.), ehe McKennie knapp links verzog (52.). Es war jedoch nur eine kurze Drangphase, bald pendelte sich das Spiel im Mittelfeld ein. Relativ aus dem Nichts traf Caligiuri dann aber zum Schalker Sieg (78.).

Die Daten des Spiels FC Schalke 04 gegen VfL Wolfsburg

  • Tore: 1:0 Caligiuri (8./Foulelfmeter), 1:1 Rexhbecaj (20.), 2:1 Caligiuri (78.)
  • Erstmals seit dem 23. November 2013 nahm Fährmann bei einem Schalker Bundesligaspiel wieder auf der Ersatzbank Platz.
  • Seit Tedesco zur Saison 2017/18 das Traineramt übernahm, bekam Schalke in der Bundesliga 16 Elfmeter zugesprochen. Das ist Ligahöchstwert in diesem Zeitraum.
  • 23 Prozent seiner Saisontore erzielte Schalke vom Elfmeterpunkt (fünf von 22) - mehr als jeder andere Verein.
  • Schalke spielte im neunten Bundesligaspiel in Folge nicht zu null - das ist die längste Gegentorserie unter Tedesco.
  • McKennie sah seine fünfte Gelbe Karte der Saison und wird somit das Auswärtsspiel bei Hertha BSC verpassen.

Der Star des Spiels: Daniel Caligiuri (FC Schalke 04)

Mit seinen beiden Treffern sicherte Caligiuri seiner Mannschaft den Sieg: Erst traf er vom Punkt, dann wuchtig von halbrechts. Außerdem bestritt Caligiuri die meisten Zweikämpfe aller Schalker und gewann mehr als die Hälfte davon. Fünf Torschüsse und drei Torschussvorlagen waren jeweils Bestwert auf dem Platz.

Der Flop des Spiels: William (VfL Wolfsburg)

William verschuldete mit seinem unnötigen Foul gegen Schöpf den Elfmeter, der zum zwischenzeitlichen 1:0 für Schalke führte. Es war nicht der einzige Zweikampf, bei dem er zu spät kam. Insgesamt gewann William nur knapp 25 Prozent seiner direkten Duelle.

Der Schiedsrichter: Manuel Gräfe

Zurecht entschied Gräfe beim Zweikampf zwischen William und Schöpf auf Elfmeter für Schalke. Insgesamt zeigte Gräfe eine gute Vorstellung.

Die Reaktionen zum Spiel FC Schalke 04 gegen VfL Wolfsburg

Domenico Tedesco (Trainer Schalke 04): "Ich bin erleichert, dass Ralf Fährmann meine Entscheidung so professionell aufgenommen hat. In der ersten Hälfte haben wir nicht so gespielt, wie wir uns das vorgenommen haben. In der zweiten Hälfte haben wir ein gutes Spiel gemacht."

Bruno Labbadia (Trainer VfL Wolfsburg): "Wir sind gut ins Spiel gekommen und hatten zwei Großchancen, bevor wir diesen doofen Elfmeter bekommen haben. Wir haben uns danach kurz geschüttelt und das Spiel völlig in den Griff bekommen. Was gefehlt hat, war das 2:1. In der zweiten Halbzeit haben wir den Gegner mit einfachen Ballverlusten aufgebaut. Es ist total schade, weil wir hier mehr Möglichkeiten hatten."

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