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Bundesliga - 23. Spieltag

Fisch oder Fleisch?

Samstag, 28.02.2015 | 11:01 Uhr
Der FC Bayern gewann gegen den 1. FC Köln sein elftes Heimspiel in dieser Saison
© Getty
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Der FC Bayern München spart nicht mit Selbstkritik tut sich schwer, das 4:1 gegen den 1. FC Köln zum 115. Geburtstag einzuordnen. Sportvorstand Matthias Sammer fordert erneut Konstanz ein und würde die Attraktivität im Bayern-Spiel gerne eintauschen.

Arjen Robben ist der Torjägerkanone noch ein bisschen nähergekommen. Am Freitagabend traf er gegen Köln zum 17. Mal in dieser Saison, der Vorsprung auf den zweitplatzierten Alex Meier ist auf drei Tore angewachsen.

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Und weil der Frankfurter derzeit weit weg ist von seiner Form der Hinrunde, ist Robben die Trophäe praktisch nicht mehr zu nehmen. Es sei denn, Bas Dost lässt sich bis Ende Mai von niemandem mehr einfangen und schießt weiterhin alles kurz und klein.

Gedanken an diesen Individualpreis verschwendet Robben jedoch nicht. "Ich hätte Lewy zwar gekillt, wenn er im Abseits gestanden wäre, aber es ist total egal, wer bei uns die Tore schießt. Hauptsache, wir schießen genug, um unsere Spiele zu gewinnen", sagte Robben über das 4:1, das Lewandowski nach Robben-Chip mit der Brust erzielte. Der Ball wäre auch ohne Lewandowskis Touch ins Tor gegangen.

Robben sauer auf sich selbst

Eine andere Szene beschäftigte Robben weitaus mehr. Seinen kläglichen Passversuch zu Franck Ribery beim Stand von 2:1, als die Flügelzange des FC Bayern Hand in Hand auf Kölns Keeper Timo Horn stürmte.

"So einen Pass kann man nicht spielen. Ich war richtig sauer. Sauer auf mich. Deswegen habe ich nach meinem Tor auch etwas aggressiver gejubelt. Das musste raus, weil ich so sauer auf mich war", sagte der Niederländer.

Dem Perfektionisten Arjen Robben missfiel nicht nur sein fahrlässiger Pass, sondern auch die Spielweise der Bayern nach der frühen 2:0-Führung.

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"Wir haben super angefangen, aber es danach nicht gut gemacht. Wir haben Köln zurück ins Spiel gelassen und dann hat Manuel Neuer diesen einen Ball gehalten. Das war eine Wahnsinns-Parade, den Sieg haben wir Manu zu verdanken", stellte Robben klar.

"Komisches Spiel"

So richtig wussten die Bayern nicht, was sie mit dem am Ende dann doch souveränen Sieg anstellen sollten. Robben sprach von einem "komischen Spiel", Holger Badstuber bemängelte, dass die Münchner vor allem in den ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit wenig souverän agiert hätten.

Die Leistung gegen Köln war einerseits ein Fingerzeig in die richtige Richtung. Mit viel Tempo und sehr variablem Angriffsspiel fegten die Bayern über einen zu Beginn fürchterlich verängstigten FC hinweg. Nach den zwei schnellen Treffern durfte unter den Zuschauern wie schon gegen den HSV gefachsimpelt werden, ob denn die Kölner ein zweistelliges Opfer werden könnten.

Doch nach einer Stunde schnupperte der FC stark am 2:2, weil die Münchner einfache Bälle in der Vorwärtsbewegung verloren und dann ein ums andere Mal ausgekontert wurden.

Sammers richtiger Riecher

Matthias Sammer sah sich nach dem Spiel in seiner Meinung bestätigt.

"Ich kann mich auf mein Auge und mein Näschen verlassen. Mir gefallen einige Dinge nicht und dann muss man sich auch trauen, die Dinge anzusprechen. Wir haben wieder zu viele Chancen zugelassen. Gegen andere Mannschaften kann es da ein böses Erwachen geben", sagte der Sportvorstand.

In den anstehenden K.o.-Spielen gegen Braunschweig im DFB-Pokal und besonders im Rückspiel des Champions-League-Achtelfinals gegen Schachtjor Donezk müsse man die Schlendrian-Phasen unbedingt vermeiden.

Noch kein Maschinenmodus

Sammer stellte die Effizienz dabei klar über die Attraktivität. Siege dürften gerne auf Kosten der Eleganz gehen.

"Mir geht's es um zwei Dinge in unserem Spiel: Konstanz und Kontrolle. Ich muss nicht nach zehn Minuten 2:0 führen, das ist manchmal kontraprodutkiv. Die Gegner müssen hier herkommen und von der ersten Sekunde an das Gefühl haben, dass hier überhaupt nichts zu holen ist. Köln hatte ein anderes Gefühl, obwohl sie so schnell 0:2 zurücklagen", sagte Sammer.

Den "Maschinenmodus", den Sammer vor dem Spiel einforderte und anschließend in anderer Ausdrucksform bekräftigte, haben die Spieler gegen Köln jedenfalls noch nicht angeworfen.

Bayern - Köln: Daten zum Spiel

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