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Bundesliga - 20. Spieltag

Robben stürzt Stevens Mauer

Samstag, 07.02.2015 | 17:20 Uhr
Arjen Robben brachte den FC Bayern München mit seinem 12. Saisontor in Führung
© Getty
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Der FC Bayern München hat am 20. Spieltag in die Erfolgsspur zurückgefunden. Gegen einen sehr defensiv aufgestellten VfB Stuttgart gewann das Team von Pep Guardiola mit 2:0 (1:0) und konnte den ersten Dreier der Rückrunde einstreichen.

Arjen Robben brachte den FC Bayern München in einer bis dahin ereignislosen ersten Hälfte vor 60.000 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena mit seinem 12. Saisontor 1:0 in Führung (41.). Kurz nach dem Seitenwechsel erhöhte David Alaba mit einem tollen Freistoß auf 2:0 (50.).

Während Bayern den ersten Sieg nach der Winterpause feiert, wartet Stuttgart nach Niederlagen gegen Gladbach und jetzt Bayern sowie dem Unentschieden gegen Köln weiter auf den ersten Erfolg in 2015. Insgesamt wartet der VfB nun seit 554 Minuten auf einen Treffer vor eigenem Publikum und ist in der Tabelle auf den letzten Platz abgerutscht.

Bayerns erster Rückrundensieg im RE-LIVE

Gleichzeitig stellt der FCB einen weiteren Bundesliga-Rekord auf: Der Rekordmeister gewinnt zum 59. Mal gegen den VfB. Gegen kein anderes Team hat eine Mannschaft so viele Siege eingefahren.

Die Reaktionen:

Huub Stevens (Trainer Stuttgart): "Ich kann mit der Einstellung der Spieler zufrieden sein. Wir müssen auf diese Art und Weise weitermachen."

Pep Guardiola (Trainer Bayern): "Die Qualität von Arjen Robben und David Alaba war der große Unterschied. Es war schwer, unser Spiel nicht top. Als Vorbereitung auf Hamburg und Donezk war das Ergebnis wichtig, aber wir müssen uns verbessern, um unser Niveau zu erreichen. Ich habe aber viel Vertrauen in die Mannschaft."

Arjen Robben (Bayern): "Ich freue mich, dass ich getroffen habe - aber nicht nur für mich, sondern mehr für die Mannschaft. Nach unserem Rückrundenstart war es Zeit für drei Punkte."

SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Stuttgart-Coach Stevens bringt im Vergleich zum torlosen Remis beim 1. FC Köln zwei Neue: Sararer und Harnik machen Sakai und Ibisevic Platz.

Auch Bayerns Trainer Guardiola nimmt zwei Veränderungen gegenüber dem 1:1 gegen Schalke vor. Dante verteidigt zentral in der Dreierkette anstelle von Boateng und Lewandowski beginnt im Sturm, Müller nimmt sitzt dafür zunächst nur auf der Bank.

Beide Teams starten zum ersten Mal in der Saison mit dieser Startformation.

15.: Beide Teams finden offensiv bisher kaum statt. Ein Leitner-Freistoß aus 20 Metern halblinker Position geht ein gutes Stück über das Tor - die beste Chance bis jetzt.

28.: Stuttgart kontert über links und Sakai. Der Japaner geht an Benatia vorbei, legt sich den Ball auf den stärkeren rechten Fuß und zirkelt das Leder von der Sechzehnerkante Richtung auf die lange Ecke - Außenpfosten! Da wäre Neuer nicht mehr hingekommen.

41., 0:1, Robben: Bayern bestraft die erste Nachlässigkeit in der VfB-Abwehrmauer sofort. Robben bindet rechts zwei Verteidiger, spielt Doppelpass mit Weiser und hat plötzlich im Strafraum. Der Niederländer knallt den Ball aus 15 Metern mit vollem Risiko in die lange Ecke.

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50., 0:2, Alaba: Was für ein Traumtor! Alaba zieht einen Freistoß aus 25 Metern leicht halbrechter Position mit dem Spann über die Mauer direkt in den rechten Knick.

71.: Lewandowski läuft nach einer Alonso-Ecke von links ein und nimmt die Kugel am Elfmeterpunkt volley - weit drüber.

82.: Wieder Lewandowski. Diesmal bedient Bernat den Polen nach einer tollen Kombination auf der linken Seite. Frei vor Ulreich versagen Lewandowski aber die Nerven.

Fazit: Verdienter Sieg der Bayern. Stuttgart stand stark in der Defensive und ließ fast nichts zu, hatte nach dem Rückstand im Angriff aber nichts entgegenzusetzen.

Der Star des Spiels: David Alaba. Hatte satte 113 Ballaktionen, spielte über 100 Pässe und trieb über seine linke Seite stetig an. Bewarb sich mit seinem Freistoß für das Tor des Monats Februar.

Der Flop des Spiels: Christian Gentner. Kam beim Treffer von Robben zunächst nicht in den Zweikampf und leitete dann unglücklich zum Niederländer weiter. Führte zwar die mit Abstand meisten Zweikämpfe der Stuttgarter, gewann davon aber nur knapp über 35 Prozent.

Der Schiedsrichter: Florian Meyer. Zeigte eine bis auf wenige Ausnahmen gute Leistung. Romeu in der 49. Minute Gelb zu zeigen, war zu hart. Im Umgang mit den Spielern und Guardiola, der erneut häufiger seine Coachingzone verließ, immer respektvoll.

Das fiel auf:

  • Kein Interesse am Ballbesitz und kein Risiko: Stevens Taktik gegen die Bayern war ebenso einfach wie effektiv. Sein 4-1-4-1 formierte sich beim Spielaufbau der Gäste zu einem massiven Abwehrblock, bei dem sich auch die Außenspieler Hlousek und Klein immer wieder weit zurückfallen ließen.
  • Stuttgart hatte so fünf, teilweise sogar sechs Mann auf einer Linie und fast immer neun Feldspieler hinter dem Ball. Einzig Ibisievic bemühte sich, den Ballvortrag der Bayern schon in der gegnerischen Hälfte zu attackieren.
  • Robben hatte einen wahnsinnig schweren Stand. Hlousek und Sakai standen dem Niederländer meist schon auf den Füßen, bevor dieser den Ball angenommen hatte. Weil Gentner zusätzlich immer wieder rausrückte, hatte es Robben fast immer mit zwei, manchmal sogar mit drei Gegenspielern zu tun.
  • Dass Stevens Mauer-Taktik die Bayern zwar hemmte, dabei aber trotzdem nichts Zählbares heraussprang, war einmal mehr der individuellen Klasse des Rekordmeisters zu verdanken. Robbens Hammer und Alabas Weltklasse-Freistoß warfen Stuttgarts Matchplan über den Haufen.
  • Nach Alabas Treffer zum 2:0 musste Stuttgart aufmachen und spielte den Bayern damit perfekt in die Karten. Guardiolas Team ließ hinten nichts anbrennen, den Gegner laufen und konterte immer wieder gefährlich.

Stuttgart - Bayern: Die Statistik zum Spiel

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