FC Bayern München: Jugendspieler Franck Evina überzeugt in Testspielen

Der Traum der Kante

Freitag, 14.07.2017 | 09:36 Uhr
Franck Evina hat bei den B-Junioren und in der Vorbereitung der Profis einen guten Eindruck hinterlassen
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Der FC Bayern München wartet seit David Alaba auf den Durchbruch eines Spielers aus den eigenen Reihen. In der Vorbereitung auf die neue Saison machte ein B-Junioren-Meister mit bislang vier Toren in zwei Testspielen auf sich aufmerksam: Franck Evina. Steht dem Kameruner wirklich eine solch große Zukunft beim Rekordmeister bevor, wie viele prophezeien?

Uli Hoeneß hat einen Traum. Den Traum von einer revolutionierten Jugendabteilung als fruchtbarem Unterbau des Profibereichs.

"Es kann nicht sein, dass wir Millionen in die Jugendausbildung investieren und den Talenten den Weg mit teuren Stars von außen verbauen", sagte der Präsident des FC Bayern München im Frühjahr zur Sport Bild.

Zwar werde der Rekordmeister weiterhin bei Bedarf in Stars investieren. Aber: "Vorher müssen wir schauen, ob wir dafür nicht in den eigenen Reihen jemanden haben."

Die Vorbereitung ist für Talente aus den eigenen Reihen traditionell die beste Zeit, um sich zu präsentieren. Die Stars steigen erst nach und nach in die Vorbereitung ein, so dass der Kader dann aus dem Unterbau aufgefüllt wird. Eindrücke im Training der Profis oder bei Vorbereitungsspielen können für die jungen Spieler Gold wert sein.

Beim FC Bayern hat sich in den ersten beiden Testspielen der Saison ein Talent besonders in den Vordergrund gespielt: Franck Evina. Auch er hat einen Traum: "Ich will Bundesligaspieler werden."

Franck Evina fällt mit zwei Testspiel-Doppelpacks auf

Für den 17 Jahre alten Mittelstürmer sind es auf diesem Weg die aufregendsten Wochen seiner noch jungen Karriere. Im Juni feierte er mit den B-Junioren des FC Bayern die Deutsche Meisterschaft, kurz darauf durfte Evina zu Beginn der Vorbereitung mit den Profis trainieren und auch spielen.

Beim 4:1-Sieg gegen den BCF Wolfratshausen traf er doppelt, obwohl er in der ohnehin nur zweimal 30 Minuten dauernden Partie erst zur Halbzeit eingewechselt wurde. Den Doppelpack wiederholte er auch im zweiten Test am Sonntag gegen den FSV Erlangen-Bruck (9:1), als er neben Marco Friedl als einziger Münchner 90 Minuten durchspielte.

Und plötzlich war da so viel Aufmerksamkeit. Mats Hummels rettete den Youngster in Herzogenaurach vor den wartenden Journalisten, empfahl ihm weiterzugehen, anstatt sich zu äußern.

Denn im Gegensatz zum Test in Wolfratshausen war die Nachfrage nach dem Youngster nun gestiegen. Spätestens jetzt fragten sich alle: Wer ist dieser junge, bullige Stürmer, der in Abwesenheit von Robert Lewandowski die Tore schießt?

Mats Hummels lobt Evina

Hummels selbst fand lobende Worte für Evina: "Franck ist körperlich schon sehr weit, eine richtige Kante", beschrieb er und fügte an: "Es ist schön, dass die Jungs wie Franck sich hier zeigen können. Einige von denen können bei uns in den nächsten Jahren eine gute Rolle spielen."

Evina kommt gebürtig aus der kamerunischen Hauptstadt Yaounde, wanderte im Alter von sechs Jahren mit seiner Mutter nach Deutschland aus und wuchs in München auf. Das Kicken lernte er beim SV Neuperlach. Bereits in der C-Jugend überzeugten ihn Scouts von einem Wechsel zum FC Bayern.

Dort entwickelte er sich rasant. Schon in seinem ersten B-Junioren-Jahr deutete Evina sein Potential und offensive Variabilität an.

B-Junioren-Meisterschaft erster Juniorentitel seit zehn Jahren

In der vergangenen Saison gelang ihm dann, mittlerweile fest auf der Position des Mittelstürmers, der nächste Schritt. In 25 Saisonspielen erzielte er 21 Treffer und bereitete neun weitere vor.

Dass er auch in wichtigen Spielen abliefern kann, bewies Evina in den Playoffs: Im Halbfinal-Hinspiel gegen Schalke 04 (3:0) traf er einmal selbst und legte einen weiteren Treffer auf, im Endspiel gegen Werder Bremen (2:0) war er an beiden Toren direkt beteiligt.

Evina war somit einer der Protagonisten bei der ersten Deutschen Meisterschaft des FC Bayern im Juniorenbereich seit zehn Jahren.

Deutschland: Evina als Option für die U17-WM?

Da verwundert es, dass Evina bislang kein Junioren-Länderspiel absolviert hat. Das hat jedoch keine sportlichen Gründe, alleine aufgrund seiner Statistiken taucht er gewiss auf dem Radar des DFB auf. Allerdings hat er bislang keinen deutschen Pass. Sobald er diesen besitzt, ist für ihn klar, dass er einer Einladung des DFB folgen würde: "Wenn ich die Wahl zwischen Kamerun und Deutschland hätte, würde ich auf jeden Fall für Deutschland spielen", sagte er gegenüber Goal.

Die große Stärke des 17-Jährigen ist - wie es Hummels bereits anmerkte - sein bulliger Körper. Diesen trainiert Evina gezielt, schließlich muss er etwas kompensieren: "Ich bin nicht der Größte, also muss ich umso stabiler sein", sagt er.

Tatsächlich misst er verhältnismäßig geringe 1,77 Meter. "Seit ich nicht mehr zur Schule gehe, habe ich mit meinem Athletiktrainer ziemlich hart an meiner Physis gearbeitet."

Brecher der alten Schule

Evinas Spielweise in den Testspielen erinnerte an die eines Brechers der alten Schule. Er ging in die gefährlichen Zonen, seine vier Treffer erzielte er allesamt im Strafraum. Er behauptete sich im Zweikampf, setzte seinen Körper gut ein.

Durch seine Präsenz und Tore stand er in der Vorbereitung von allen Bayern-Jünglingen am meisten im Fokus. Plötzlich häuften sich Prognosen über den womöglich schon in dieser Saison bevorstehenden Durchbruch in der Bundesliga. Doch ist dieser in absehbarer Zeit realistisch?

Entwicklung bei den A-Junioren unter Hoeneß

Überstürzen wollen die Münchner jedenfalls nichts. Zunächst soll sich Evina bei den A-Junioren unter Sebastian Hoeneß weiterentwickeln. Bei der anstehenden Asientour ist er nicht an Bord.

Mit seiner Körperlichkeit, seinem Abschluss und seiner Geschwindigkeit hat er gute Voraussetzungen, es eines Tages zum Bundesligaspieler zu schaffen. Allerdings hat Evina beim Spielverständnis und mit dem Ball am Fuß noch Luft nach oben.

Dazu ist selbst bei Evinas Statur der Schritt vom Junioren- in den Seniorenbereich noch einmal gewaltig. Ja, er hat einen guten Körper und weiß diesen einzusetzen. Dennoch muss er erst einmal beweisen, dass er dies auch gegen erfahrene 1,95-Innenverteidiger-Schränke beherrscht. Woche für Woche. So ist der logische nächste Schritt die Erfahrung in der U19, ergänzt durch Einsätze bei der U23.

Verpflichtet der FC Bayern noch einen Lewandowski-Backup?

In der A-Mannschaft dürften Pflichtspieleinsätze noch zu früh kommen. Einerseits ist noch nicht ausgeschlossen, dass die Bayern noch einmal auf dem Transfermarkt tätig werden und einen Backup für Robert Lewandowski verpflichten.

Andererseits sind, sollte kein neuer Stürmer kommen, im Zweifel Thomas Müller oder James Rodriguez wahrscheinlichere Kandidaten, um den Polen zu ersetzen.

Und selbst wenn Evinas Entwicklung weiter so steil bergauf geht, ist der Durchbruch beim FC Bayern schwierig, ohne (mindestens) einen Umweg zu nehmen. Trotz der Ansage von Hoeneß, dass man vielleicht in Zukunft auch mal eine titellose Saison in Kauf nehmen müsse, um mehr Jugendspieler ins Team einbauen zu können.

Spagat zwischen Jugendförderung und Erfolg schwierig

Diesen Spagat zu meistern, wirkt wie eine überlebensgroße Aufgabe, gerade aufgrund der jüngsten Entwicklungen. Im Zuge von Internationalisierung und dem Anspruch, als Weltmarke mit Real Madrid, dem FC Barcelona oder Manchester United Schritt zu halten, ist eine Periode mit durchwachsenen Ergebnissen eigentlich undenkbar.

In den letzten Jahren litten unter anderem Talente wie Pierre-Emile Höjbjerg, Lucas Scholl oder Gianluca Gaudino an diesem Paradigmenwechsel. Freilich bedeutet das nicht, dass es künftig grundsätzlich nicht möglich sein wird, Talente an die erste Elf heranzuführen und zu Leistungsträgern aufzubauen.

Besonders auf einer zentralen Position wie der des Mittelstürmers, auf der die Münchner seit Ewigkeiten auf die Creme de la Creme setzen, ist es jedoch enorm schwer vermittelbar, auf einen kleinen Namen zu setzen.

Schwer definitiv, aber nicht unmöglich. Träumen ist weiterhin erlaubt. Für die Kante Franck Evina. Und natürlich auch für Uli Hoeneß.

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