Sportlich über alle Zweifel erhaben, aber…

Mittwoch, 31.05.2017 | 10:47 Uhr
Lucien Favre könnte der nächste Trainer von Borussia Dortmund werden
Advertisement
FIFA Club World Cup
Live
Al Jazira -
Pachuca
Premier League
Live
Arsenal -
Newcastle
Championship
Live
Sunderland -
Fulham
Primera División
Live
Bilbao -
Real Sociedad
Ligue 1
Live
Rennes -
PSG
FIFA Club World Cup
Live
Real Madrid -
Gremio
Serie A
Live
FC Turin -
Neapel
Premier League
Man City -
Tottenham
Primera División
Eibar -
Valencia
Championship
Cardiff -
Hull
Ligue 1
Caen -
Guingamp
Ligue 1
Dijon -
Lille
Ligue 1
Montpellier -
Metz
Ligue 1
Straßburg -
Toulouse
Ligue 1
Troyes -
Amiens
Premier League
Chelsea -
Southampton (Delayed)
Primera División
Atletico Madrid -
Alaves
Serie A
AS Rom -
Cagliari
Premier League
Stoke -
West Ham (Delayed)
Premier League
Brighton -
Burnley (DELAYED)
Premier League
Watford -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
Girona -
Getafe
Eredivisie
Sparta -
Feyenoord
Serie A
Hellas Verona -
AC Mailand
Eredivisie
Alkmaar -
Ajax
First Division A
Brügge -
Anderlecht
Ligue 1
Nantes -
Angers
Serie A
Bologna -
Juventus
Serie A
Crotone -
Chievo Verona
Serie A
Florenz -
CFC Genua
Serie A
Sampdoria -
Sassuolo
Premier League
West Bromwich -
Man United
Primera División
Celta Vigo -
Villarreal
Ligue 1
Nizza -
Bordeaux
Premier League
Bournemouth -
Liverpool
Serie A
Benevento -
SPAL
Primera División
Las Palmas -
Espanyol
Primeira Liga
Sporting -
Portimonense
Primera División
FC Barcelona -
La Coruna
Serie A
Atalanta -
Lazio
Ligue 1
Lyon -
Marseille
Premier League
Everton -
Swansea
Primera División
Malaga -
Real Betis
Primeira Liga
FC Porto -
Maritimo
League Cup
Arsenal -
West Ham
League Cup
Leicester -
Man City
Coppa Italia
Neapel -
Udinese
Primera División
Levante -
Leganes
Coppa Italia
AS Rom -
FC Turin
Primera División
Getafe -
Las Palmas
First Division A
Mechelen -
Brügge
Coppa Italia
Juventus -
CFC Genua
League Cup
Chelsea -
Bournemouth
Ligue 1
Amiens -
Nantes
Ligue 1
Angers -
Dijon
Ligue 1
Bordeaux -
Montpellier
Ligue 1
Guingamp -
St. Etienne
Ligue 1
Lille -
Nizza
Ligue 1
Marseille -
Troyes
Ligue 1
Metz -
Straßburg
Ligue 1
Monaco -
Rennes
Ligue 1
PSG -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Lyon
League Cup
Bristol City -
Man United
Primera División
Real Sociedad -
FC Sevilla
Indian Super League
Bengaluru -
Jamshedpur
Primera División
Eibar -
Girona
Primera División
Alaves -
Malaga
Indian Super League
Chennai -
Kerala
Serie A
Chievo Verona -
Bologna
Primera División
Real Betis -
Bilbao
Premier League
Arsenal -
Liverpool
Serie A
Cagliari -
Florenz
Primera División
Espanyol -
Atletico Madrid
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
Serie A
Lazio -
Crotone
Primera División
Real Madrid -
FC Barcelona
Premier League
Everton -
Chelsea
Premiership
Kilmarnock -
Rangers
Serie A
CFC Genua -
Benevento
Serie A
Neapel -
Sampdoria
Serie A
Sassuolo -
Inter Mailand
Serie A
SPAL -
FC Turin
Serie A
Udinese -
Hellas Verona
Premier League
Man City -
Bournemouth
Championship
Sheffield Wed -
Middlesbrough
Primera División
Valencia -
Villarreal
Serie A
AC Mailand -
Atalanta
Premier League
Burnley -
Tottenham
Primera División
La Coruna -
Celta Vigo
Championship
Aston Villa -
Sheffield Utd
Eredivisie
PSV -
Vitesse
Premier League
Leicester -
Man United
Serie A
Juventus -
AS Rom
Premier League
Brighton -
Watford (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
Stoke -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Huddersfield (DELAYED)
Eredivisie
Ajax -
Willem II
Premier League
Tottenham -
Southampton
Premier League
Boxing Day -
Die Konferenz
Championship
Birmingham -
Norwich
Championship
Burton Albion -
Leeds
Premier League
Liverpool -
Swansea
Premier League
Man United -
Burnley (DELAYED)
First Division A
Anderlecht -
Gent
Championship
Brentford -
Aston Villa
Premier League
West Bromwich -
Everton (DELAYED)
Premier League
Huddersfield -
Stoke (DELAYED)
Premier League
Watford -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Chelsea -
Brighton (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Man City
Premiership
Hearts – Hibernian
Indian Super League
Jamshedpur -
Chennai
Indian Super League
Mumbai -
Delhi
Serie A
Crotone -
Neapel
Championship
Cardiff -
Preston

Nach der offiziellen Trennung zwischen Borussia Dortmund und Thomas Tuchel brodelt die Gerüchteküche um die möglichen Nachfolger auf der Trainerposition. Ein Name, der sich seit Wochen konstant als Topkandidat hält, ist der des ehemaligen Gladbach-Trainers Lucien Favre. Sportlich ist der Schweizer zweifelsohne über alle Zweifel erhaben. Allerdings ginge für den BVB mit der Verpflichtung auch ein Risiko einher.

"Er ist ein großartiger Trainer und dem Verein, bei dem er irgendwann wieder anfangen wird, muss man leider gratulieren."

Max Eberl muss es wissen. Der Sportdirektor hat mit Lucien Favre bei Borussia Mönchengladbach einiges durchgemacht. Er kennt den Schweizer mit all seinen Stärken und all seinen Schwächen.

Die Aussage Eberls aus dem Januar 2016 ist ein Ritterschlag für den jahrelangen Gladbacher Erfolgstrainer. Nicht wenige Verantwortliche hätten diesem nämlich die Art und Weise nachgetragen, wie die gemeinsame Zusammenarbeit endete. Mit einem Rücktritt, dem der Verein eigentlich nicht zugestimmt, sondern sein Veto eingelegt und den der Trainer dennoch ohne Rücksicht durchgesetzt hatte.

Doch Eberl wusste genau, was er Favre zu verdanken hatte und lobte diesen wenige Monate nach dem überraschenden Rücktritt noch immer in höchsten Tönen.

Bald könnten Eberl und Favre in der Bundesliga wieder aufeinander treffen. Dann allerdings als Kontrahenten.

Lucien Favre gilt als Wunschtrainer bei Borussia Dortmund

Der Schweizer galt bereits seit Wochen als Wunschkandidat auf den Trainerposten bei Borussia Dortmund. Noch lange bevor die Trennung des Vereins von Thomas Tuchel offiziell war.

Am Dienstag machte der BVB das Ende der Ära Tuchel nach zwei erfolgreichen Jahren schließlich amtlich. Noch im gleichen Atemzug häuften sich verschiedene Meldungen, die sich teils widersprachen. Französischen Medien zufolge habe Dortmund kaum Chancen. Währenddessen vermeldete der kicker eine weitgehende Einigung mit Favre über die Nachfolge. Lediglich die Verhandlungen mit dessen aktuellem Arbeitgeber OGC Nizza stünden demnach noch bevor.

"Weil Favres Vertrag dort noch bis 2019 läuft, kommt Dortmund nicht umhin, für ihn eine Ablöse zu zahlen. Die Rede ist von bis zu fünf Millionen Euro", berichtete das Fachmagazin.

Fünf Millionen Euro sind in Zeiten von Spielertransfers im deutlich zweistelligen Bereich keine Unsumme, erst recht nicht für die sportlich wohl wichtigste Position in einem Fußballverein. Wenn der absolute Wunschkandidat für dieses Geld zu haben ist, wäre eine Ablöse von fünf Millionen Euro geradezu ein Schnäppchen.

Ist Favre der Richtige?

Stellt sich nur die Frage: Ist Lucien Favre der absolute Wunschkandidat für den Trainerposten beim BVB? Und wenn ja, auch zu Recht?

Aus sportlicher Sicht passt der Schweizer ins Anforderungsprofil des BVB. Seine Trainer-Vita liest sich beeindruckend. In der Schweiz arbeitete er sich von erfolgreichen Stationen als Jugendtrainer über den Pokalsieg mit Genf bis hin zu einem Pokalsieg und zwei Meisterschaften beim FC Zürich, den Titel als Schweizer Trainer des Jahres gab es zweimal obendrauf.

Anschließend wies er auch in der Bundesliga seine Fähigkeiten nach. Zuerst führte er die graue Maus Hertha BSC auf Rang vier, später rettete er Borussia Mönchengladbach vor dem eigentlich sicheren Abstieg und entwickelte ein Spitzenteam - mit der Krönung der Champions-League-Teilnahme.

Und als er zur vergangenen Saison schließlich den OGC Nizza übernahm, führte er diesen auf Rang drei in der französischen Ligue 1.

Doch nicht nur die nackten Zahlen sind es, die Favre ins Beuteschema des BVB befördern.

Pressing, Gegenpressing, Umschaltspiel, Tempo

Vor allem der Fußball, für den der 59-Jährige steht, passt wie die Faust aufs Auge zum Standort Dortmund. Und zur spielerischen Weiterentwicklung des Kaders, die Tuchel in den letzten Jahren vorangetrieben hat.

Favres Mannschaften überzeugen durch ein starkes Pressing und Gegenpressing sowie durch kluges Umschaltspiel in hohem Tempo. Der damalige FC-Bayern-Trainer Pep Guardiola sagte einst über Gladbach unter Favre: "Sie sind die beste Kontermannschaft der Welt."

Außerdem bringt der Fußball-Philosoph eine hohe taktische Flexibilität mit. Er ist in der Lage, sein Team auf die spezifischen Anforderungen des jeweiligen Gegners anzupassen. Alleine in dieser Saison spielte Nizza wahlweise ein 4-3-3, ein 3-5-2, ein 3-4-3 oder ein 4-2-3-1, manchmal mit fließenden Übergängen innerhalb einer Partie.

Der fehlende Plan B war einer der wenigen Kritikpunkte, die aus dem BVB-Lager einst gegen den verehrten Trainergott Jürgen Klopp vorgebracht wurden. Ein Kritikpunkt, der bei Taktiktüftler Tuchel nie aufkam.

Favre kann mit jungen Spielern arbeiten

Darüber hinaus hat Favre in der Vergangenheit gezeigt, dass er in der Lage ist, junge Spieler und deren Stärken zu fördern. Eine wichtige Anforderung beim entwicklungsfähigen Kader der Borussen.

"Er hat mich geschliffen. Lucien Favre ist für mich Gold wert gewesen", sagte Christoph Kramer. Er war einer derjenigen, der unter dem Schweizer einen entscheidenden Schritt - sogar zum Nationalspieler - machte.

Bei seiner aktuellen Station in Nizza hat Favre unter anderem den Youngsters Malang Sarr und Vincent Koziello vertraut und sie zu wichtigen Stützen entwickelt.

Doch auch andere Beispiele sprechen für die Förderqualitäten. Das prominenteste: Marco Reus.

Unter Favre entwickelte sich das Talent zum Star. Im Offensivverbund mit Patrick Herrmann, Juan Arango, vor allem aber mit Sturmpartner Mike Hanke glänzte Reus als hängende Spitze, erzielte in der Saison 2011/2012 18 Tore und bereitete elf weitere vor.

Im Anschluss an die Durchbruch-Spielzeit wechselte Reus für 18 Millionen Euro zum BVB. Dort könnte er nun wieder auf seinen einstigen Förderer treffen.

Seite 1: Favre als der logische Wunschkandidat für den BVB

Seite 2: Potentielle Probleme im Umgang mit dem Verein und den Fans

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung