Wetklo: "Man braucht Typen wie ich es war"

Von Interview: Jan-Luc Treumann
Donnerstag, 20.10.2016 | 13:11 Uhr
Christian Wetklo ist aktuell Torwarttrainer bei der U23 von Schalke 04
Advertisement
PDC World Championship
Do14.12.
Wahnsinn im Ally Pally:
Die Darts-WM auf DAZN
Bundesliga
DiJetzt
M05 - BVB: Die Highlights des Stöger-Debüts
Super Liga
Partizan -
Roter Stern
FIFA Club World Cup
Al Jazira -
Real Madrid
Eredivisie
Groningen -
PSV
Coupe de la Ligue
Rennes -
Marseille
Coppa Italia
AC Mailand -
Hellas Verona
Eredivisie
Feyenoord -
Heerenveen
Premiership
Hibernian -
Rangers
Premier League
West Ham -
Arsenal
Coupe de la Ligue
Straßburg -
PSG
Premier League
Liverpool -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Everton (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Man United -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Man City (DELAYED)
Premier League
Tottenham -
Brighton (DELAYED)
Copa Sudamericana
Flamengo -
Independiente
Indian Super League
Pune -
Bengaluru
Coppa Italia
Lazio -
Cittadella
A-League
FC Sydney -
Melbourne City
Indian Super League
Kerala -
NorthEast Utd
Ligue 1
St. Etienne -
Monaco
Championship
Sheffield Wed -
Wolverhampton
Primera División
Sevilla -
Levante
Premier League
Leicester -
Crystal Palace
Premiership
Aberdeen -
Hibernian
Serie A
Inter Mailand -
Udinese
Premier League
Arsenal -
Newcastle
Championship
Sunderland -
Fulham
Primera División
Bilbao -
Real Sociedad
Ligue 1
Rennes -
PSG
Serie A
FC Turin -
Neapel
Premier League
Man City -
Tottenham
Primera División
Eibar -
Valencia
Championship
Cardiff -
Hull
Ligue 1
Caen -
Guingamp
Ligue 1
Dijon -
Lille
Ligue 1
Montpellier -
Metz
Ligue 1
Straßburg -
Toulouse
Ligue 1
Troyes -
Amiens
Premier League
Chelsea -
Southampton (Delayed)
Primera División
Atletico Madrid -
Alaves
Serie A
AS Rom -
Cagliari
Premier League
Stoke -
West Ham (Delayed)
Premier League
Brighton -
Burnley (DELAYED)
Premier League
Watford -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
Girona -
Getafe
Eredivisie
Sparta -
Feyenoord
Serie A
Hellas Verona -
AC Mailand
Eredivisie
Alkmaar -
Ajax
First Division A
Brügge -
Anderlecht
Ligue 1
Nantes -
Angers
Serie A
Bologna -
Juventus
Serie A
Crotone -
Chievo Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
Sampdoria -
Sassuolo
Premier League
West Bromwich -
Man United
Primera División
Celta Vigo -
Villarreal
Ligue 1
Nizza -
Bordeaux
Premier League
Bournemouth -
Liverpool
Serie A
Benevento -
SPAL
Primera División
Las Palmas -
Espanyol
Primeira Liga
Sporting -
Portimonense
Primera División
Barcelona -
La Coruna
Serie A
Atalanta -
Lazio
Ligue 1
Lyon -
Marseille
Premier League
Everton -
Swansea
Primera División
Malaga -
Real Betis
Primeira Liga
Porto -
Maritimo
League Cup
Arsenal -
West Ham
League Cup
Leicester -
Man City
Coppa Italia
Neapel -
Udinese
Primera División
Levante -
Leganes
Coppa Italia
AS Rom -
FC Turin
Primera División
Getafe -
Las Palmas
First Division A
Mechelen -
Brügge
Coppa Italia
Juventus -
Genua
League Cup
Chelsea -
Bournemouth
Ligue 1
Amiens -
Nantes
Ligue 1
Angers -
Dijon
Ligue 1
Bordeaux -
Montpellier
Ligue 1
Guingamp -
St. Etienne
Ligue 1
Lille -
Nizza
Ligue 1
Marseille -
Troyes
Ligue 1
Metz -
Straßburg
Ligue 1
Monaco -
Rennes
Ligue 1
PSG -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Lyon
League Cup
Bristol City -
Man United
Primera División
Real Sociedad -
Sevilla
Indian Super League
Bengaluru -
Jamshedpur
Primera División
Eibar -
Girona
Primera División
Alaves -
Malaga
Indian Super League
Chennai -
Kerala
Serie A
Chievo Verona -
Bologna
Primera División
Real Betis -
Bilbao
Premier League
Arsenal -
Liverpool
Serie A
Cagliari -
Florenz
Primera División
Espanyol -
Atletico Madrid
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
Serie A
Lazio -
Crotone
Primera División
Real Madrid -
Barcelona
Premier League
Everton -
Chelsea
Premiership
Kilmarnock -
Rangers
Serie A
Genua -
Benevento
Serie A
Neapel -
Sampdoria
Serie A
Sassuolo -
Inter Mailand
Serie A
SPAL -
FC Turin
Serie A
Udinese -
Hellas Verona
Premier League
Man City -
Bournemouth
Championship
Sheffield Wed -
Middlesbrough
Primera División
Valencia -
Villarreal
Serie A
AC Mailand -
Atalanta
Premier League
Burnley -
Tottenham
Championship
Aston Villa -
Sheffield Utd
Eredivisie
PSV -
Vitesse
Premier League
Leicester -
Man United
Serie A
Juventus -
AS Rom
Premier League
Brighton -
Watford (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
Stoke -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Huddersfield (DELAYED)
Eredivisie
Ajax -
Willem II
Premier League
Tottenham -
Southampton
Premier League
Boxing Day -
Die Konferenz
Championship
Birmingham -
Norwich
Championship
Burton Albion -
Leeds
Premier League
Liverpool -
Swansea
Premier League
Man United -
Burnley (DELAYED)
First Division A
Anderlecht -
Gent
Championship
Brentford -
Aston Villa
Premier League
West Bromwich -
Everton (DELAYED)
Premier League
Huddersfield -
Stoke (DELAYED)
Premier League
Watford -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Chelsea -
Brighton (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
West Ham (DELAYED)

Christian Wetklo erlebte eine Karriere mit Höhen und Tiefen. Schon vor Ende seiner Laufbahn begann er mit der Arbeit als Jugendtrainer. Im Interview spricht der ehemalige Torwart über seine Anfänge als Trainer, glattgebügelte Profis sowie seine Trainer Thomas Tuchel und Roberto di Matteo.

SPOX: Herr Wetklo, Sie sind im Sommer 2014 zum FC Schalke 04 zurückgekehrt und seit der Vorsaison Torwarttrainer der U23. Wie sieht aktuell Ihre Aufgabenverteilung aus?

Christian Wetklo: Ich bin mittlerweile mehr Trainer als Spieler. Vergangene Saison war das etwas schwieriger: Unter der Woche habe ich die jungen Torhüter trainiert und wollte sie weiterbringen. Am Wochenende hat der Trainer dann aber häufig mich ins Tor gestellt. Das war keine einfache Situation für uns alle. Jetzt bin ich aber nur noch für den Härtefall eingeplant.

SPOX: Sie haben schon 2011 während Ihrer Spielerkarriere angefangen, als Jugendtrainer zu arbeiten. Wie ist das genau entstanden?

Wetklo: Das war ein ziemlicher Zufall. Beim TSV Wackernheim, dem Jugendverein meiner Kinder, hat der E-Jugendtrainer plötzlich aufgehört. Ein Bekannter von mir war dort Co-Trainer und hat mich dann gefragt, ob ich ihn nicht unterstützen könne. Ich habe zunächst verneint, weil ich dachte, dass diese Aufgabe mit meinem doch recht engen Terminkalender nicht vereinbar wäre.

SPOX: Wie kam es zur Meinungsänderung?

Wetklo: Zwei Wochen später fand ein Hallenturnier statt. Mein Bekannter war verhindert und hat gefragt, ob ich aushelfen würde. Das habe ich gemacht. Er hat mir dann die Aufstellung gegeben, von drei Spielen haben wir aber drei verloren. Da hat mich der Ehrgeiz gepackt, das konnte ich nicht auf mir sitzen lassen. Beim nächsten Turnier war ich wieder dabei, habe ich die Aufstellung diesmal selbst gemacht und am Ende sind wir Erster geworden sind. So ging das los.

SPOX: Dass Sie ein sehr ehrgeiziger und emotionaler Typ sind, hat man während Ihrer 14 Jahre beim 1. FSV Mainz 05 oft sehen können. Wie häufig sind Sie da an diesem beschaulichen Standort angeeckt?

Wetklo: Einige Leute haben das gemocht, manchen war meine Art einfach zu viel. Mein Siegeswille war schon als kleiner Junge groß. Ob im Schulsport oder beim Spielen mit meinen Eltern, ich habe das Verlieren gehasst. Unter dem Strich habe ich aber häufig gute Erfahrungen damit gemacht, offen und ehrlich zu sein. Es war oftmals gern gesehen, wenn ich emotionaler wurde. Das gibt es in der Form heute ja kaum noch.

SPOX: Ihre Kinder lassen Sie also nicht auch mal gewinnen?

Wetklo: Ich wüsste nicht warum. (lacht) Das wäre in meinen Augen auch der falsche Weg. Kinder müssen lernen, auch mit Niederlagen umzugehen beziehungsweise ihren Ehrgeiz zu schulen. Je schwerer eine Aufgabe war, desto mehr musste ich mich anstrengen und bin dadurch letztlich besser geworden. Genau dies versuche ich meinen Kindern zu vermitteln.

SPOX: Sie haben angedeutet, dass es im Fußball immer weniger Typen gibt. Stattdessen wirken viele Profis oft aalglatt. Wie beurteilen Sie das?

Wetklo: Man muss in der Außendarstellung heutzutage schon vorsichtig sein. Im Jugendbereich werden die Spieler so geschult, dass es gar nicht mehr möglich ist, aufzubegehren oder kritische Themen anzusprechen. Wer nicht angepasst ist, hat ein Problem. Man braucht aber Typen wie ich es war, davon bin ich überzeugt. Gerade, wenn es sportlich mal nicht so gut läuft.

SPOX: Diese Typen-Diskussion ist sehr ambivalent. Einerseits heißt es, sie würden fehlen, auf der anderen Seite werden die flachen Hierarchien gelobt.

Wetklo: Die Spieler, die aus den Nachwuchsakademien kommen, sind sehr gut ausgebildet. Etwas Elementares fehlt ihnen aber: Sie müssen auch dazwischen funken und sich wehren können. Aber es scheint so, als würden viele Trainer mit dieser Art von Spielern nicht klarkommen und sie deshalb nicht wollen. Wenn die Spieler auf diese Weise erzogen werden, braucht man sich also nicht zu wundern, wenn es immer weniger von ihnen gibt.

Erlebe die Bundesliga-Highlights auf DAZN. Hol Dir jetzt Deinen Gratismonat

SPOX: Sie dagegen haben selbst den Mut aufgebracht, 2011 als bekennender Schalke-Fan provokativ vor der Dortmunder Südtribüne zu jubeln.

Wetklo: Ich habe das damals ganz entspannt gesehen. Das war ein sehr emotionales Spiel. Ich habe einen Elfmeter gehalten, kurz vor Schluss machen wir in diesem Hexenkessel das 1:1. In der zweiten Halbzeit wurde ich die ganze Zeit mit Gegenständen beworfen. Da mussten die Emotionen dann eben raus. Ich würde es aber keinem empfehlen. (lacht)

Seite 1: Wetklo über Trainerarbeit, Erziehung und Jungstars

Seite 2: Wetklo über Tuchel, Schalke und di Matteo

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung