Lass das mal den Papy machen

Von Tim Schöfer
Freitag, 05.02.2016 | 13:09 Uhr
Papy Djilobodji grätscht das nächste halbe Jahr die Gegner von Werder Bremen ab
© getty
Advertisement
NFL
Sa21.01.
US-Kommentar gesucht? DAZN lässt dir die Wahl!
Primera División
Espanyol -
FC Sevilla
Premier League
Brighton -
Chelsea
Championship
Aston Villa -
Barnsley
Primera División
Atletico Madrid -
Girona
Ligue 1
Nantes -
Bordeaux
Premier League
Man City -
Newcastle
Primera División
Villarreal -
Levante
Championship
Sheffield Wed -
Cardiff
Ligue 1
Amiens -
Guingamp
Ligue 1
Montpellier -
Toulouse
Ligue 1
Rennes -
Angers
Ligue 1
Straßburg -
Dijon
Ligue 1
Troyes -
Lille
Premier League
Arsenal -
Crystal Palace (DELAYED)
Primera División
Las Palmas -
Valencia
Premier League
West Ham -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Burnley -
Man United (DELAYED)
Premier League
Stoke -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
Leicester -
Watford (DELAYED)
Premier League
Everton -
West Bromwich (DELAYED)
A-League
Melbourne City -
Adelaide Utd
Primera División
Alaves -
Leganes
Serie A
Atalanta -
Neapel
Eredivisie
Ajax -
Feyenoord
Ligue 1
Nizza -
St. Etienne
Serie A
Bologna -
Benevento
Serie A
Lazio -
Chievo Verona
Serie A
Hellas Verona -
Crotone
Serie A
Sampdoria -
Florenz
Serie A
Udinese -
SPAL
Serie A
Sassuolo -
FC Turin
Primera División
Real Madrid -
La Coruna
Eredivisie
Heracles -
PSV
Ligue 1
Monaco -
Metz
Premier League
Southampton -
Tottenham
First Division A
Genk -
Anderlecht
Serie A
Cagliari -
AC Mailand
Primera División
Real Sociedad -
Celta Vigo
Primera División
Real Betis -
FC Barcelona
Serie A
Inter Mailand -
AS Rom
Ligue 1
Lyon -
PSG
Serie A
Juventus -
CFC Genua
Premier League
Swansea -
Liverpool
Primera División
Eibar -
Malaga
Coupe de France
Nantes -
Auxerre
League Cup
Bristol City -
Man City
Premiership
Partick Thistle -
Celtic
Coupe de France
Epinal -
Marseille
Copa del Rey
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Coupe de France
PSG -
Guingamp
Serie A
Lazio -
Udinese
Copa del Rey
Alaves -
Valencia
Serie A
Sampdoria -
AS Rom
League Cup
Arsenal -
Chelsea
Coupe de France
Monaco -
Lyon
Copa del Rey
Real Madrid -
Leganes
Indian Super League
Kalkutta -
Chennai
First Division A
Brügge – Oostende
Coupe de France
Straßburg -
Lille
Copa del Rey
FC Barcelona -
Espanyol
A-League
Melbourne Victory -
FC Sydney
Ligue 1
Dijon -
Rennes
Primera División
Bilbao -
Eibar
Primera División
La Coruna -
Levante
Championship
Bristol City -
QPR
Primera División
Valencia -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Montpellier
Serie A
Sassuolo -
Atalanta
Primera División
Malaga -
Girona
Ligue 1
Angers -
Amiens
Ligue 1
Guingamp -
Nantes
Ligue 1
Metz -
Nizza
Ligue 1
St. Etienne -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Troyes
Primera División
Villarreal -
Real Sociedad
Serie A
Chievo Verona -
Juventus
Primera División
Leganes -
Espanyol
Eredivisie
Utrecht -
Ajax
Eredivisie
Feyenoord -
Den Haag
Ligue 1
Lille -
Strassburg
Serie A
Turin – Benevento
Serie A
Neapel – Bologna
Serie A
Crotone -
Cagliari
Serie A
Florenz -
Hellas Verona
Serie A
CFC Genua -
Udinese
Premiership
Ross County -
Rangers
Primera División
Atletico Madrid -
Las Palmas
Ligue 1
Bordeaux – Lyon
First Division A
Lüttich – Anderlecht
Primera División
FC Sevilla -
Getafe
Primera División
FC Barcelona -
Alaves
Serie A
AS Rom -
Sampdoria
Ligue 1
Marseille -
Monaco
Primera División
Celta Vigo -
Real Betis
Primeira Liga
Belenenses -
Benfica
Coppa Italia
Atalanta -
Juventus
Premier League
Huddersfield -
Liverpool
Coupe de la Ligue
Rennes -
PSG
Premier League
West Ham -
Crystal Palace (Delayed)
Premier League
Swansea -
Arsenal (Delayed)
Coppa Italia
AC Mailand – Lazio
Premier League
Tottenham -
Man United
Coupe de la Ligue
Monaco -
Montpellier
Primeira Liga
Sporting -
Guimaraes
Premier League
Man City -
West Brom (Delayed)
Premier League
Everton -
Leicester (Delayed)
Premier League
Stoke -
Watford (Delayed)
Premier League
Southampton -
Brighton (Delayed)
Premier League
Chelsea -
Bournemouth (Delayed)
Premier League
Newcastle -
Burnley (Delayed)
Indian Super League
Mumbai City – Jamshedpur

Vor sechs Jahren zog Papy Djilobodji von Senegal nach Frankreich, um seinen großen Traum vom Profifußball zu verwirklichen. Der erste Schritt misslang, doch es folgte ein rasanter Aufstieg. Im Sommer wagte der 27-Jährige den großen Sprung zum FC Chelsea. Bei den Blues bisher ohne Perspektive, ist Djilobodji bei Werder Bremen sofort Leistungsträger. In London will er aber noch eine Rechnung begleichen.

Mit guter Laune, breitem Lächeln und einem freundlichen "Guten Morgen" begrüßte Papy Djilobodji einen Tag nach dem 3:3 gegen die Hertha aus Berlin die Journalisten. Während der Senegalese die sportlichen wie privaten Fragen souverän beantwortete, kristallisierte sich schnell heraus: Der 27-Jährige fühlt sich in Bremen bereits nach zwei Wochen angekommen.

"Die Menschen sind freundlich, hier werde ich mich wohlfühlen", sagt Djilobodji über seine neue Heimat. Er liebe es, "neue Städte oder Länder zu entdecken", verriet er zudem im Interview mit der Bild. In die Wohlfühloase Bremen will der 27-Jährige bald auch seine Familie holen. "Haben Sie ein Haus für mich?", fragte der sympathische Neuzugang scherzhaft die Journalistenrunde.

Die Familie ist Djilobodji sehr wichtig. "Meine Familie gibt mir Energie. Es war ein gutes Gefühl, sie zu sehen." Den ersten freien Tag nach seinem Wechsel hatte der Neubremer für einen Flug in die Heimat genutzt, um seine erkrankte Mutter zu besuchen.

Er wirkt bodenständig, hat dabei eine von Grund auf positive Lebenseinstellung und strahlt pure Freude aus. "Ich habe das Glück, meine Leidenschaft zu leben und einen Beruf zu haben, der mir Spaß macht. Ich möchte zeigen, dass das Leben schön sein kann."

Kapitän Clemens Fritz bestätigt den ersten Eindruck, den der Neuzugang hinterlässt: "Papy hat sich vom ersten Tag an hier voll eingebracht. Er ist für uns ein absoluter Gewinn, auch charakterlich." Ein Glücksgriff.

"Er wird es sofort packen"

In Bremen soll Djilobodji nicht nur den abgewanderten Assani Lukimya, hinter Jannik Vestergaard und Alejandro Galvez dritte Wahl, ersetzen, sondern direkt mithelfen, die Klasse zu halten.

"Wir holen niemanden, um ihn auf die Bank zu setzen. Wir wollen keinen Mitläufer, wir wollen eine Verstärkung", erklärte Werder-Coach Viktor Skripnik, der umgehend auf seinen neuen Innenverteidiger setzte. "Ich bin sicher, dass er es sofort in der Bundesliga packt", zeigte sich Thomas Eichin zuversichtlich.

Und der Werder-Geschäftsführer lag mit seiner Prophezeiung goldrichtig, Djilobodji überzeugte auf Anhieb und war in den ersten beiden Spielen bereits eine wichtige Stütze für die Bremer Defensive. Der Senegalese ist enorm zweikampfstark (Laut Opta 86 Prozent gewonnen) und vor allem in der Luft beinahe unbezwingbar (92 Prozent, Opta). Dazu ist der Innenverteidiger "beidfüßig, hat ein gutes Aufbauspiel und ist technisch stark", lobt Eichin. Die Passquote von 78 Prozent (Opta) bekräftigt diese Einschätzung.

Ein überzeugender Einstand in die Bundesliga - und ein durchaus überraschender. Denn nach seinem Sprung nach Europa im Jahr 2009, tat sich der damals 21-Jährige durchaus schwer.

Durchbruch erst im zweiten Anlauf

"Papy", der mit vollem Namen El Hadji Papiss Mison Djilobodji heißt, wollte seinen Traum vom Profifußball leben und suchte sein Glück bei einer der Topadressen Frankreichs. Doch der OSC Lille war eine Nummer zu groß und so zog es den Senegalesen direkt weiter in den Pariser Vorort Moissy-Cramayel.

Beim Viertligisten UD Senart-Moissy startete Djilobodji im Juli 2009 einen neuen Versuch. Es war der Beginn eines rasanten Aufstiegs.

Im ersten Halbjahr überzeugte der Senegalese so sehr, dass der Zweitligist FC Nantes anklopfte und den Verteidiger, der das Fußballspielen beim ASC Saloum in seiner Heimatstadt Kaolack gelernt hatte, bereits im Winter 2010 für eine halbe Million Euro verpflichtete.

In der Ligue 2 etablierte sich Djilobodji auf Anhieb und schaffte mit Nantes in der Saison 2012/13 als Tabellendritter schließlich den Aufstieg. Dreieinhalb Jahre nach seinem Wechsel war er damit in der höchsten französischen Spielklasse angekommen.

On Top wurde der Senegalese im Sommer 2013 erstmals in die Nationalmannschaft berufen. Bisher stehen 14 Länderspiele zu Buche. Ein Frühstarter ist Djilobodji freilich nicht. Doch für ihn sei es "die perfekte Karriere".

In den nächsten beiden Jahren setzte sich Djilobodji (59 Einsätze) mit den Les Canaris in der Ligue 1 fest, ehe es den Abwehrchef weiterzog.

Eine Minute in einem halben Jahr

In England waren mehrere Klubs auf den zweikampfstarken 1,93-Meter-Hühnen aufmerksam geworden, das Rennen machte schlussendlich der FC Chelsea, der letzten Sommer stattliche 3,5 Millionen Euro in den Westen Frankreichs überwies.

Bei den taumelnden Blues bekam Djilobodji allerdings kein Bein auf den Boden. Erst am Deadline Day verpflichtet, spielte der Innenverteidiger genau eine Minute, nachdem er im League Cup gegen den Drittligisten FC Walsall (4:1) in der Nachspielzeit für Radamel Falcao eingewechselt worden war.

Warum es in London nicht klappte, kann er sich nach wie vor nicht erklären: "So richtig weiß ich es nicht, die Trainer haben es entschieden." Djilobodji jedenfalls zog die richtige Schlussfolgerung und verließ den CFC nach einem halben Jahr bereits wieder, um an anderer Stelle weiter an seinem Traum zu basteln.

Nun also Bundesliga. Werder lieh den Verteidiger zunächst für ein halbes Jahr aus. Und das Geschäft scheint sich für die Bremer und Djilobodji sofort bezahlt zu machen: Nach Lukimya, der für geschätzte zwei Millionen Euro zum chinesischen Erstligisten Liaoning FC transferiert wurde, fragte nach zwei Wochen niemand mehr. Einziger Haken: "Chelsea will ihn auf gar keinen Fall verkaufen", bestätigt Eichin, dass sich Werder keine Kaufoption sichern konnte.

"Denen will ich es zeigen"

Bei den Blues hat der Innenverteidiger noch einen Vertrag bis 2019 - dass er im Sommer dorthin, wo er in seinem ersten halben Jahr nur eine Minute spielen durfte, zurückkehren muss, ist für Djilobodji kein Problem. Ganz im Gegenteil: "Das ist meine Ambition", macht er es sich zum Ziel, sich in London durchzusetzen. "Es gab viele, die sagten, dass ich nicht das Niveau für Chelsea hätte. Denen will ich zeigen, dass ich es doch schaffen kann."

Den Verantwortlichen an der Weser macht er dennoch Hoffnung, im Sommer über eine neue Liaison zu verhandeln. "Ich kenne mich", erklärt Djilobodji im kicker, "mit der Bank wäre ich nicht zufrieden."

Bis dahin gilt seine Konzentration aber voll und ganz dem Bundesligisten. "Werder ist eine Chance für mich, und die will ich ergreifen." Nach den ersten beiden Spielen ist er auf dem besten Weg. Und mit dem Versprechen, dass "Werder nicht absteigt", hat der Senegalese die Bremer Herzen bereits gewonnen, in der Mannschaft wirkt er bereits bestens integriert.

Und wer weiß, vielleicht hat Bremen auch sein Herz bereits erobert. Nach dem wichtigen Punktgewinn gegen die Hertha, bei dem Werder schon wie der sichere Verlierer aussah, ließ der Senegalese über Twitter seiner Freude freien Lauf: "Großartiger Kampfgeist Jungs!! Wir haben nie aufgegeben und auf dem Platz alles gegeben." Dazu ein Lob für "die unglaublichen Fans". Daneben prangten vier grüne Herzen.

Papy Djilobodji im Steckbrief

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung