Donnerstag, 26.03.2015

De Bruyne kein Thema bei Bayern

KHR: "Hierarchien in Frage stellen"

Bayern Münchens Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge sprach in einem Interview offen über die Transferplanungen des Klubs sowie über die Zukunft von Uli Hoeneß. Rummenigge hofft außerdem weiter auf eine längerfristige Zusammenarbeit mit Trainer Pep Guardiola und nahm zu den Gerüchten um Kevin De Bruyne Stellung.

Karl-Heinz Rummenigge will die Qualität des FC Bayern weiter erhöhen
© getty
Karl-Heinz Rummenigge will die Qualität des FC Bayern weiter erhöhen

Generell seien Transfers hinter den Kulissen immer ein Thema, wie der 59-Jährige gegenüber Sport1 ausführte: "Wir sind immer bemüht, auf jeden Fall was zu machen. Erst mal um die Qualität, die ohne Frage schon vorhanden ist, nochmal ein bisschen zu verbessern und auch - da mache ich keinen Hehl daraus - die Hierarchien in Frage zu stellen."

Zwar verfüge der Klub aktuell was die Breite und auch was die Spitze betrifft über einen guten Kader. Aber, so Rummenigge weiter, "wenn es Spieler auf dem Markt gibt, die für uns von Interesse sind und von denen wir glauben, dass sie die Qualität möglicherweise noch ein Stück verbessern, werden wir uns damit auseinandersetzen."

Ein solcher Spieler könnte Wolfsburgs Kevin De Bruyne sein, der angeblich 2016 ein Thema in München werden soll. "Ob De Bruyne dann ein Spieler wird, der für Bayern München von Interesse ist, das kann ich heute nicht seriös beantworten. Ich habe das ja gelesen. Ich kann das nicht bestätigen. Wir haben diese Gedanken noch nicht, denn du kannst in diesem Geschäft Profi-Fußball nicht eineinhalb oder zwei Jahre im Voraus planen. Das ist unseriös", stellte Rummenigge klar.

Was passiert mit Guardiola?

Lediglich beim eigenen Trainer machen die Münchner eine Ausnahme - Guardiola soll über sein Vertragsende 2016 hinaus gehalten werden: "Ich wünsche mir auch, dass das noch nicht das Ende der Fahnenstange ist. Er ist ein herausragender Trainer, er ist ein genialer Trainer, der auch gut zur Kultur von Bayern München passt, weil er sehr sensibel mit dieser Kultur umgeht. Es wäre schön, wenn er lange bleibt Meine Bereitschaft und meinen Willen zu einer Verlängerung habe ich klar kundgetan."

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Der Spanier werde sich "irgendwann nach der Saison auch äußern. Dann wird er sagen, ob er sich ein weiteres Jahr vorstellen kann. Und wenn nicht, dann werden wir da trotzdem seriös und entspannt mit umgehen müssen. Das ist in diesem Geschäft nun mal so." Ebenfalls ein Thema wird im kommenden Jahr die Präsidentenfrage - und damit verbunden möglicherweise das Comeback von Uli Hoeneß auf der großen Bühne.

"Ich habe Uli Hoeneß vor kurzem diese Frage gestellt. Er hat eigentlich keine Entscheidung gefällt", berichtete Rummenigge: "Er ist glücklich, dass er wieder zurück ist. Das Thema kommt ja frühestens wieder im November 2016, wenn die nächsten Wahlen anstehen. Er hat also ausreichend Zeit, sich bis dahin wieder Gedanken zu machen. Wenn es denn sein muss, wird er dann Gespräche mit Karl Hopfner führen. Ich glaube, wir gehen alle im Klub entspannt damit um. Am entspanntesten geht Uli damit um."

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Adrian Franke

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