Nach Kritik an Saudi-Arabien-Reise

Rummenigge bezieht Stellung

SID
Mittwoch, 21.01.2015 | 14:40 Uhr
Karl-Heinz Rumenigge hat sich zu der Kritik bezüglich der Saudi-Arabien-Reise geäußert
© getty
Advertisement
Bundesliga
SaJetzt
Alle Samstags-Highlights: HSV-FCB, BVB, VfB & RBL
Ligue 1
Live
Amiens -
Bordeaux
Ligue 1
Live
Angers -
Toulouse
Ligue 1
Live
Metz -
Dijon
Ligue 1
Live
Nantes -
Guingamp
Ligue 1
Live
Rennes -
Lille
Premier League
Live
Man City -
Burnley (DELAYED)
Primera División
Live
Barcelona -
Malaga
Serie A
Live
Neapel -
Inter Mailand
Primeira Liga
Live
Porto -
Pacos Ferreira
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
PSV – Heracles
Serie A
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Ipswich -
Norwich
CSL
Guangzhou Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Florenz
Serie A
AC Mailand -
Genua
Serie A
SPAL -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Super Liga
Roter Stern Belgrad -
Lucani
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Serie A
Sao Paulo -
Flamengo
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter Mailand -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolverhampton
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nizza
Championship
Leeds -
Sheffield Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man United -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Serie A
Milan -
Juventus
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Primera División
Atletico Madrid -
Villarreal
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Serie A
AS Rom -
Bologna
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke (Delayed)
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham (Delayed)
Super Liga
Cacak -
Partizan
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
PSV
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
First Division A
Brügge -
Sint-Truiden
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo Verona
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
St. Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Serie A
Ponte Preta -
Corinthians
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Serie A
FC Turin -
Cagliari
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
La Coruna
Copa Libertadores
Lanus -
River Plate
Championship
Preston -
Aston Villa
Copa Libertadores
Grêmio -
Barcelona
Copa Sudamericana
Flamengo -
Fluminense
A-League
Melbourne City -
Sydney
Ligue 1
Rennes -
Bordeaux Begles
Primera División
Real Betis -
Getafe

Nachdem die Kritik an der Saudi-Arabien-Reise des FC Bayern München angehalten hatte, war der deutsche Rekordmeister am Mittwoch um Schadenbegrenzung bemüht. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge räumte zumindest Fehler ein.

"Der FC Bayern München als Verein verurteilt jede Form von grausamer Bestrafung, die nicht im Einklang mit den Menschenrechten steht, wie im aktuellen Fall mit dem islamkritischen Blogger Raif Badawi. Es wäre besser gewesen, das im Rahmen unseres Spieles in Saudi-Arabien deutlich anzusprechen", teilte Rummenigge am Mittwochnachmittag mit.

Allerdings wies Rummenigge in der Erklärung darauf hin, dass deutsche Spitzenpolitiker demnächst auch nach Saudi-Arabien reisen würden.

"Die Politik hat grundsätzlich in diesen Fragen die Richtlinienkompetenz. Wir sind ein Fußballverein und keine politischen Entscheidungsträger, aber natürlich tragen am Ende alle, also auch wir, dafür Verantwortung, dass Menschenrechte eingehalten werden", betonte der Bayern-Boss.

Er wolle deshalb "erneut klarstellen: Gerade unser Klub hat sich immer gegen jegliche Diskriminierung, gegen Gewalt und gegen Rassismus bekannt. Und wir machten und machen uns stets für Toleranz stark."

Unterstützung erhielt er von Ligaverbands-Präsident Reinhard Rauball, der im Interview der Bild-Zeitung sagte: "Man wird die Einhaltung der Menschenrechte nicht dadurch erreichen, indem man bestimmte Länder ignoriert und nicht mehr besucht. Der Fußball hat eine globale Strahlkraft, die er auch in Saudi-Arabien im Sinne unserer Werte nutzen sollte." Fakt sei: "Der FC Bayern ist weltweit bekannt für sein soziales Engagement. Pauschale Verurteilungen sind daher unangebracht."

Zwanziger: Kommerz schlägt Ethik

Für sein Testspiel in Riad gegen Al-Hilal (4:1) zum Ende des Trainingslagers in Katar musste der FC Bayern am Dienstag zunächst vor allem aus der Politik heftige Kritik einstecken. Ex-DFB-Präsident Theo Zwanziger legte am Mittwoch in der "FAZ" nach. Bei den Bayern schlage "Kommerz Ethik". Man stelle sich im Zweifel "auf die Seite des Geldbeutels. Das ist schade, aber überrascht mich nicht."

Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde in München und Oberbayern, hätte sich gewünscht, dass der FC Bayern im Vorfeld des Trips klar Stellung bezieht. "Im Falle dieser Reise hätte man vorab auf die grausamen Menschenrechtsverletzungen in Saudi-Arabien mit treffsicheren Statements hinweisen können", sagte sie der "SZ".

Knobloch eröffnet pikanterweise am Montag zusammen mit Rummenigge eine Sonderausstellung mit dem Thema "Kicker, Kämpfer und Legenden - Juden im deutschen Fußball und beim FC Bayern München". Darin geht es auch um den früheren Präsidenten Kurt Landauer, der jüdischen Glaubens war und 2013 posthum zum Ehrenpräsident ernannt wurde.

"Ich frage mich, wie dieser Kurt Landauer heute das Verhalten seines FC Bayern sehen würde, sich in wichtigen ethischen Prozessen der Meinungsbildung völlig zu entziehen", setzte Zwanziger hinzu.

Grüne: Bayern ignoriert Vorbildcharakter

Bayerns Bundesliga-Erzrivale Borussia Dortmund wollte sich nicht konkret zum Fall äußern, schilderte der "FAZ" aber den eigenen Standpunkt: "Borussia Dortmund sind ethische und soziale Standards wichtig. Wir haben schon vor Jahren beschlossen, dass wir grundsätzlich kein Spiel in einem Land absolvieren werden, das breite Schichten der Bevölkerung diskriminiert, ihnen das Stadionerlebnis verbietet und sich einem Dialog über das Thema Menschenrechte kategorisch verweigert."

Wolfgang Niersbach, Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) teilte ebenso allgemein mit, dass man "ohne Wenn und Aber" gegen jede Form von Ausgrenzung und Diskriminierung und für die Wahrung der Menschenrechte eintrete.

Aus der Politik legte indes der wirtschaftspolitische Sprecher der Grünen Dieter Janecek nach: "Mein Eindruck ist, dass der FC Bayern seinen Vorbildcharakter nicht wahrnimmt". Ein weltweit so anerkannter Verein könne sich beim Thema Menschenrechte "nicht einfach wegducken", sagte er dem Münchner Merkur.

Der Kader vom FC Bayern München in der Übersicht

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung