Fandel sieht Referee-Leistungen kritisch

"Drei minus" für Schiedsrichter

SID
Sonntag, 19.01.2014 | 10:36 Uhr
Seit 2010 ist Fandel Vorsitzender der DFB-Schiedsrichter-Kommission
© getty
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Herbert Fandel, Vorsitzender des Schiedsrichter-Ausschusses beim Deutschen Fußball-Bund (DFB), hat den Unparteiischen für die Hinserie ein durchwachsenes Zeugnis ausgestellt und die Leistungen lediglich mit einer "Drei minus" benotet.

"Es ist noch Luft nach oben, es bringt nichts, alles schönzureden", sagte Fandel in der "Bild am Sonntag".

Als "großes Unglück" bezeichnete der 49-Jährige die Anerkennung des "Phantomtores" von Stefan Kießling beim Gastspiel von Bayer Leverkusen bei 1899 Hoffenheim (2:1) durch Schiedsrichter Felix Brych.

"Wir können uns diesen Fehler alle kaum erklären", äußerte Fandel, nahm aber den jüngst für die WM in Brasilien nominierten Brych in Schutz: "Felix ist ein moderner Schiedsrichter, der vor allem international erstklassige Leistungen gezeigt hat."

Am Rande des erstmals durchgeführten sechstägigen Trainingslagers der Referees auf Mallorca sprach sich Fandel zudem gegen die Dreifachbestrafung bei einer Notbremse und die Gelb-Regelung bei ausgelassenem Torjubel aus.

"Das ist Emotion pur, dem Torschützen gehen natürlich kurz die Gäule durch", sagte der Schiri-Boss: "Und wenn er sich sein Trikot auszieht, brauche ich meiner Meinung nach dafür keine Gelbe Karte geben."

Kompliment an Klopp

Lob hatte Fandel ("Ein hervorragender Trainer") für Coach Jürgen Klopp vom Ex-Meister Borussia Dortmund parat, der aufgrund seiner emotionalen Art immer mal wieder bei den Unparteiischen aneckt. Allerdings mahnte Fandel in Richtung Klopp: "Auch Trainer müssen gewisse Grenzen einhalten."

Nicht ausschließen wollte der einstige FIFA-Schiedsrichter und Konzertpianist, dass irgendwann auch eine Frau in der Bundesliga pfeifen wird. Wann das der Fall sein wird? "Sobald eine gut genug ist!" Die im Unterhaus eingesetzte Bibiana Steinhaus nannte Fandel "die weltbeste Schiedsrichterin" und lobte sie für einen "bemerkenswerten Job".

Gleichzeitig schränkte er ein: "Nur die besten Zweitliga-Schiedsrichter können die Chance bekommen, in die Bundesliga aufzurücken. Dies war bei Bibiana Steinhaus bislang nicht der Fall."

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