Frankfurt-Finanzvorstand über Expansion

"DFL braucht die Klubs vor Ort"

Von Marco Heibel
Montag, 13.01.2014 | 16:31 Uhr
Finanzvorstand Axel Hellmann will mit der Eintracht aus Frankfurt den asiatischen Kontinent erobern
© getty
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Eintracht Frankfurts Finanzvorstand Axel Hellmann hat die Pläne der Hessen sowie der DFL umrissen, schrittweise die Märkte in der Golfregion und in Asien zu erobern. Der Standortvorteil als Finanzzentrum und internationales Drehkreuz komme den Hessen dabei durchaus zugute.

"Wir sind kein Klub wie Bayern, die weltbekannt sind. Deshalb müssen wir uns an der DFL orientieren, die sich unter anderem den arabischen und chinesischen Markt ausgesucht hat, und gemeinsam versuchen, uns dort zu positionieren", sagte Hellmann im Interview mit "Bild".

Dass die Eintracht derzeit ihr Winter-Trainingslager in Abu Dhabi aufgeschlagen hat, sei daher kein Zufall: "Die DFL braucht die Klubs vor Ort, um die Bundesliga auf den internationalen Märkten greifbar zu machen und da sind wir gerne mit im Boot. Wenn wir uns dieser Entwicklung verschließen, machen wir einen Fehler."

Standort als Pluspunkt

In der weltweiten Bekanntheit der Stadt Frankfurt als Finanzzentrum und Drehkreuz des internationalen Flugverkehrs hat Hellmann ein Alleinstellungsmerkmal des Klubs im internationalen Vergleich registriert: "Besonders die Chinesen streben nach Frankfurt. Für sie ist das die Hochburg in Deutschland. An solchen Faktoren müssen wir uns orientieren."

Weiterhin will die SGE auch selbst aktiv werden und neue Wege der Vermarktung finden. Hellmann: "Ich kann mir vorstellen, dass wir in Zukunft in Länderspielpausen auch mal zu Freundschaftsspielen in die Länder fahren. Natürlich nur, wenn es sportlich vertretbar ist. "

Vorbild Premier League

Der Herrscher über die Frankfurter Finanzen teilt die Meinung vieler in der Liga, dass man gerade in punkto Auslandsvermarktung von den Engländern sehr viel lernen könne: "Die Premier League ist viel weiter. Da werben asiatische Unternehmen auf den Trikots mit Produkten, die es nur in Asien gibt - und das in chinesischer, japanischer oder koreanischer Sprache."

Das Wissen der Engländer möchte Hellmann auch in Frankfurt gewinnbringend umsetzen. So sei es "wichtig, in der Sprache der Zielmärkte zu kommunizieren." Durch das Überwinden der Sprachbarriere ließen sich Millionen von Menschen mehr erreichen, betonte er.

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