Dienstag, 22.05.2012

Korb von Lewandowski

Bayern: Angriff auf Höwedes

Nach dem "Drama dahoam" und der zweiten Saison in Folge ohne Titelgewinn steht der FC Bayern München vor einem heißen Transfersommer. Für die Verteidigung steht angeblich der Schalker Benedikt Höwedes auf dem Wunschzettel, bei der Stürmersuche musste man schon den ersten Rückschlag hinnehmen.

Benedikt Höwewdes (r.) und Robert Lewandowski (l.) weckten das Interesse des FCB
© Getty
Benedikt Höwewdes (r.) und Robert Lewandowski (l.) weckten das Interesse des FCB

Der erste Schock über den Champions-League Albtraum ist kaum überwunden, da richten die Verantwortlichen des FC Bayern den Blick in die Zukunft.

Grundsätzliche Entscheidungen zur Kaderplanung stehen bevor, um schnellstmöglich wieder auf die Siegerstraße zu kommen. "Ich habe auf Dauer keine Lust auf Platz zwei. Das ist ein Zustand, den ich nicht akzeptiere", zeigte sich Präsident Uli Hoeneß noch in der Nacht nach der Niederlage gegen Chelsea gleich wieder angriffslustig.

Da die meisten Stammspieler jedoch langfristig an den Verein gebunden sind und es keine Zeichen für eine Trennung von Trainer Jupp Heynckes gibt, wird der große Umbruch wohl hauptsächlich durch neue Spieler herbeigeführt. Verbesserung in der Breite, statt panischer Topstar-Käufe.

Höwedes angeblich Wunschspieler

Ein Wunschspieler der Bayern soll dabei Schalke-Kapitän Benedikt Höwedes sein, an dem man bereits in den letzten beiden Transferperioden interessiert war. Nach Informationen der "Bild" sind die Münchner nun bereit, für den 24-jährigen Innenverteidiger fünf Millionen Euro zu bezahlen und zudem den Ex-Schalker Rafinha nach Gelsenkirchen abzugeben.

Beim FC Schalke soll dieses Angebot kontrovers diskutiert worden sein, wobei sich Manager Horst Heldt klar dagegen ausgesprochen haben soll. Er scheint von Rafinha nicht überzeugt zu sein.

Pizarro ja, Lewandowski nein

Weiter fortgeschritten ist dagegen nach übereinstimmenden Medienberichten die Jagd auf Werders Claudio Pizarro. Dem 33-jährigen Mittelstürmer soll ein unterschriftsreifer Ein-Jahres-Vertrag vorliegen. Wie die "SZ" nun berichtet, war der Wunschkandidat der Bayern aber ein anderer: Robert Lewandowski von Borussia Dortmund.

Bereits in der letzten Woche soll man dem BVB indirekt ein hohes Angebot für den Stürmer unterbreitet haben, das jedoch umgehend abgelehnt worden war. Überhaupt wird der Double-Gewinner nicht müde zu betonen, dass Lewandowski unverkäuflich sei.

Bei "keiner Summe" würde der Pole verkauft werden, sagte Dortmunds Trainer Jürgen Klopp am Montag. "Unsere erste Verpflichtung ist es, einen Kader zu haben, mit dem man erfolgreich Fußball spielen kann, und nicht, das Festgeldkonto dramatisch zu erhöhen."

Kommt Dzeko nach München?

Neben Pizarro, der pikanterweise auch beim Konkurrenten aus Dortmund im Gespräch war, soll mit Edin Dzeko über einen weiteren Stürmer nachgedacht werden. Der 26-jährige Ex-Wolfsburger, der bereits früher von den Bayern umworben wurde, spielt bei Manchester City aktuell keine große Rolle und soll trotz Vertrags bis 2015 bereits auf dem Markt angeboten worden sein.

Wie es aussieht, wird es ein langer und intensiver Transfersommer für die Bayern, die sich in den letzten Jahren in Anbetracht ihrer Möglichkeiten stets zurückgehalten haben. Es deutet alles darauf hin, dass Xherdan Shaqiri (FC Basel), Dante (Borussia Mönchengladbach) und Tom Starke (1899 Hoffenheim) nicht die einzigen Neuverpflichtungen bleiben.

Benedikt Höwedes im Steckbrief

Verloren dahoam: Die traurige Party des FC Bayern
Arjen Robben (l.) scheint die Niederlage im Champions-League-Finale immer noch nicht begreifen zu können. Bei Thomas Müller stimmte immerhin die Einzelleistung
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"Wenn man der Mannschaft einen Vorwurf machen will, dann den, dass sie drei Matchbälle hatte und sie nicht genutzt hat", sagte Karl-Heinz Rummenigge beim Bankett
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Philipp Lahm blickte mit seiner Frau Claudia im Arm in die Leere. Der Kapitän konnte seine Mannschaft nicht zum Titel führen
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Der Traum vom Pokal platzte. Nur wenige Fans blieben noch lange nach Abschluss im Stadion und trauerten um die verpasste Chance
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Auch die jüngsten Bayern-Anhänger konnten ihre Enttäuschung nach Ende des Spiels kaum verbergen
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Auch in der Münchner Innenstadt war das Bild überall gleich: Trauer in rot und weiß
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Während für die Bayern-Fans ein Traum zerbrach, feierten die Chelsea-Fans ausgelassen - manchmal auch in direkter Nähe
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Martin Grabmann

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