Fussball

Die Gründe für die Bayern-Krise

Von Thomas Gaber
Philipp Lahm kann nicht mehr hinsehen: Der FC Bayern ist nur noch Tabellendritter
© Imago

Drei Pleiten in den letzten fünf Bundesligaspielen, Absturz auf Tabellenplatz drei. Der FC Bayern München erlebt die erste schwierige Phase der Saison. Thomas Müller bezeichnete die Niederlage in Mainz als "Tiefpunkt", Mario Gomez meinte, der FC Bayern habe zu Recht "auf die Fresse bekommen." Fünf Gründe für die Bayern-Krise.

Nach zwei Niederlagen innerhalb von acht Tagen ist die Stimmung bei den Bayern im Keller. "Dortmund war schon schwierig zu verdauen, aber Mainz war noch schlimmer", sagte Daniel van Buyten, der den derzeitigen Zustand der Mannschaft am Montag in ungewohnter Schärfe kritisierte.

"Wir sind viel zu brav und müssen wieder professioneller werden. Momentan ist alles ein bisschen so wie letzte Saison", sagte der Belgier am Montag

Mangelhafter Einsatz ist aber nur einer der Gründe für die Krise des FC Bayern.

Der Ausfall von Bastian Schweinsteiger

Dass Schweinsteiger auf lange Sicht nicht zu ersetzen ist, war auch Jupp Heynckes klar. Der Bayern-Coach hatte aber die Hoffnung, den Ausfall des Vize-Kapitäns wenigstens kurzfristig kompensieren zu können.

Die Zahlen belegen das Gegenteil: Mit Schweinsteiger holten die Bayern in der Bundesliga 2,3 Punkte im Schnitt, ohne ihn nur 1. War der Nationalspieler dabei, schossen die Bayern 2,7 Tore pro Spiel, ohne ihn nur 1,3 und nur ein Tor aus dem Spiel heraus. 0,3 Gegentoren mit Schweinsteiger stehen 1,7 ohne ihn zu Buche.

"Bastian fehlt uns schon sehr", gab Daniel van Buyten am Montag zu. "Er kann Bälle kontrollieren, hat die nötige Ruhe und nimmt auch mal das Tempo raus. Ich hoffe, dass er so schnell wie möglich zurückkommt."

Heynckes hat in Schweinsteigers Abwesenheit viel ausprobiert. In allen drei Bundesligaspielen ohne Schweinsteiger bot er eine andere Doppelsechs auf. In Augsburg Anatolij Tymoschtschuk und David Alaba, gegen Dortmund Toni Kroos und Luiz Gustavo und in Mainz Gustavo und Alaba.

Gustavo und Alaba waren mit dem schnellen Umschalten der Mainzer völlig überfordert. Gustavo ließ sich beim ersten Gegentor von Nicolai Müller düpieren und gewann nur 3 von 12 Zweikämpfen. Ein Zusammenspiel der beiden Sechser fand so gut wie nicht statt. Alaba spielte nur einen Pass auf Gustavo, umgekehrt waren es zwei Anspiele.

Schweinsteiger hat regelmäßig über 100 Ballkontakte, Alaba kam in Mainz auf 60, Gustavo bis zu seiner Auswechslung in der 53. Minute nur auf 33.

Probleme gegen Mannschaften mit Pressing

Fehlende Laufbereitschaft

Flaute im Angriff

Bayern hat ein Kopfproblem^

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