Werder-Neuzugang sorgt für Ärger

Problemfall Arnautovic: Allofs droht mit Rauswurf

Von SPOX
Montag, 09.08.2010 | 10:53 Uhr
Absolvierte bisher fünf Länderspiele für Österreich: Bremens Marko Arnautovic
© Getty
Advertisement
Erlebe
deinen Sport
live
J1 League
Sa12:00
Urawa -
Hiroshima
J1 League
Sa12:00
Kawasaki -
Kobe
CSL
Sa13:35
Jiangsu Suning -
Shanghai SIPG
Allsvenskan
Sa16:00
Malmö -
Eskilstuna
CSL
So13:35
Tianjin Quanjian -
Guangzhou Evergrande
Serie A
So21:00
Flamengo -
Sao Paulo
Serie A
Di01:00
Fluminense -
Chapecoense
J1 League
Mi12:00
Kawasaki -
Urawa
J1 League
Sa12:00
Vissel Kobe -
Vegalta Sendai
CSL
Sa13:35
Beijing Guoan -
Guangzhou Evergrande
Serie A
So00:00
Corinthians -
Ponte Preta
J1 League
So11:30
Urawa -
Nigata
CSL
So13:35
Tianjin -
Shandong
Serie A
So21:00
Cruzeiro -
Palmeiras
Serie A
Mo00:00
Santos -
Sao Paulo
Allsvenskan
Mo19:00
Göteborg -
Halmstad
Club Friendlies
Do02:00
Sydney -
Arsenal

Er sollte Bremens Königstransfer werden: Anfang Juli wechselte der österreichische Stürmer Marko Arnautovic für 6,5 Millionen Euro vom holländischen Meister FC Twente zu Werder. Mit wiederholt unprofessionellem Verhalten hat der 21-jährige Hoffnungsträger nach gut einem Monat Saisonvorbereitung jedoch schon viel Kredit verspielt und wird von den Werder-Verantwortlichen angezählt.

Keine zwei Monate steht Marko Arnautovic im Dienst von Werder Bremen - und schon drohen die Verantwortlichen dem österreichischen 6,5-Millionen-Mann (Vertrag bis 2014) offen mit Rauswurf.

Durch das Nichteinhalten seines Urlaubstrainingsplans und Disziplinlosigkeiten im Mannschaftstraining hatte Arnautovic bereits einigen Kredit verspielt. Chefcoach Thomas Schaaf hatte ihn nach einer Einheit sogar vorzeitig zum Duschen geschickt.

Allofs gewährt Schonfrist

Mit seinem lustlosen Auftritt bei Werders 1:5-Testspielklatsche in Fulham hat Arnautovic den Bogen nun endgültig überspannt. "Wenn er nicht verinnerlicht, dass wir nur als Gemeinschaft bestehen können, dann hat er keine Zukunft bei Werder", drohte Bremens Geschäftsführer Klaus Allofs unmittelbar nach der Partie.

Ganz scheint der 53-Jährige die Hoffnung auf einen Sinneswandel bei Arnautovic aber nicht aufgegeben zu haben: "Wir gewähren Marko noch eine Schonfrist." Zumal er sein fußballerisches Potential auch schon in Bremen angedeutet hat.

Frings: "Er hat eine eigenwillige Art"

Vor wenigen Tagen allerdings hatte Bremens Kapitän Torsten Frings den talentierten Neuzugang bereits eindringlich gewarnt: "Er hat eine eigenwillige Art, die wird speziell in Bremen nicht gut ankommen. Er diskutiert viel, winkt oft ab. Er muss ein Zwischending finden, dass er nicht so arrogant wirkt."

Und Frings sollte Recht behalten: Bei Arnautovics offizieller Vorstellung am Tag der Fans quittierten die Werder-Anhänger das unprofessionelle Verhalten des Österreichers mit merklich zurückhaltendem Applaus.

"Mein Lebenswandel war schlecht"

Dass Arnautovic kein pflegeleichter Typ ist, kann für Werder allerdings keine allzu große Überraschung sein. Schon Jose Mourinho fand während Arnautovics gescheiterten Italien-Intermezzo wenig Gefallen an dessen Sozialverhalten: "Er hat die Denkweise eines Kindes."

Schon beim Champions-League-Sieger sorgte Arnautovic mit seinem vergleichbar eigenwilligen Busenfreund Mario Balotelli für Unruhe. "Zufällig haben sie die gleichen Eigenschaften. Das ist nicht einfach", urteilte Mourinho damals über das Duo.

Schaaf als Pädagoge gefragt

Immerhin hat der 21-jährige Angreifer schon damit begonnen, Teile seines Verhaltens zu reflektieren. Gegenüber dem "Kurier" erklärte er: "Mein Lebenswandel war schlecht, weil ich um Mitternacht gegessen habe und nicht früh genug schlafen gegangen bin."

Das überragende Talent des gebürtigen Wieners ist unumstritten. Ob die pädagogischen Fähigkeiten von Thomas Schaaf jedoch ausreichen, um Arnautovic auch mental in die richtige Spur zu bekommen, wird sich dagegen erst noch zeigen müssen. Doch es wäre immerhin nicht das erste Mal, dass der Weder-Trainer im vergleichsweise ruhigen Umfeld der Hansestadt ein vermeintliches Problemkind in den Griff bekommt.

Marko Arnautovic im Porträt: Der Zlatan-Klon

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung